Alle deutschen Sprichwörter mit D

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1132 Da bist du vor der rechten Schmiede!
1132 Da bist du vor der rechten Schmiede!
1133 Da bring ich's, sagte Paul, und fiel damit zur Tür hinein.
1133 Da bring ich's, sagte Paul, und fiel damit zur Tür hinein.
1134 Da die Treue ward geborn, Da kroch sie in ein Jägerhorn; Der Jäger blies sie in den Wind, Daher man keine Treu mehr find't.
1134 Da die Treue ward geborn, Da kroch sie in ein Jägerhorn; Der Jäger blies sie in den Wind, Daher man keine Treu mehr find't.
1135 Da geht es alle hin, sagte Sch–insbett.
1135 Da geht es alle hin, sagte Sch–insbett.
1136 Da hast du deinen: es tut dir nichts.
1136 Da hast du deinen: es tut dir nichts.
1137 Da hat's Mäuse, hat der Ratzemann gesagt.
1137 Da hat's Mäuse, hat der Ratzemann gesagt.
1138 Da hatt' er zu tun wie Meibom zu Aachen.
1138 Da hatt' er zu tun wie Meibom zu Aachen.
1139 Da ist Hopf und Malz verloren.
1139 Da ist Hopf und Malz verloren.
1140 Da ist Schmalhans Küchenmeister.
1140 Da ist Schmalhans Küchenmeister.
1141 Da kein Lehenmann, da ist auch kein Handlohn.
1141 Da kein Lehenmann, da ist auch kein Handlohn.
1142 Da liegt der Has im Pfeffer!
1142 Da liegt der Has im Pfeffer!
1143 Da liegt der Hund begraben.
1143 Da liegt der Hund begraben.
1144 Da liegt der Käse, was gilt die Butter?
1144 Da liegt der Käse, was gilt die Butter?
1145 Da liegt ein Spielmann begraben.
1145 Da liegt ein Spielmann begraben.
1146 Da liegt es, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind beim Tanze.
1146 Da liegt es, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind beim Tanze.
1147 Da man schrieb der Edel und Fest, Da stund die Sach am allerbest; Da man schrieb Hochgeboren, Da war Hopf und Malz verloren.
1147 Da man schrieb der Edel und Fest, Da stund die Sach am allerbest; Da man schrieb Hochgeboren, Da war Hopf und Malz verloren.
1148 Da schwimmen wir Äpfel, sprach der Roßdreck und schwamm unter Äpfeln den Bach hinab.
1148 Da schwimmen wir Äpfel, sprach der Roßdreck und schwamm unter Äpfeln den Bach hinab.
1149 Da sitzt sie auf dem Mist: Nimm sie, wie sie ist.
1149 Da sitzt sie auf dem Mist: Nimm sie, wie sie ist.
1150 Da stehen die Ochsen am Berge!
1150 Da stehen die Ochsen am Berge!
1151 Da weiß ich keinen Ärmel anzusetzen.
1151 Da weiß ich keinen Ärmel anzusetzen.
1152 Da wir tranken unsern Trank, Da wir sangen unsern Sang, Da wir trugen unser Gewand, Da stund es wohl in unserm Land.
1152 Da wir tranken unsern Trank, Da wir sangen unsern Sang, Da wir trugen unser Gewand, Da stund es wohl in unserm Land.
1153 Dachten sind keine Lichter.
1153 Dachten sind keine Lichter.
1154 Daheim bin ich König.
1154 Daheim bin ich König.
1155 Daheim erzogen Kind Ist in der Fremde wie ein Rind.
1155 Daheim erzogen Kind Ist in der Fremde wie ein Rind.
1156 Daheim gilt unser Kreuzer einen Batzen.
1156 Daheim gilt unser Kreuzer einen Batzen.
1157 Daheim ist ein Mann zwei.
1157 Daheim ist ein Mann zwei.
1158 Daheim ist gut gelehrt sein.
1158 Daheim ist gut gelehrt sein.
1159 Daheim muß man bewandert sein.
1159 Daheim muß man bewandert sein.
1160 Daheim, Geheim.
1160 Daheim, Geheim.
1161 Damit lockt man keinen Hund vom Ofen.
1161 Damit lockt man keinen Hund vom Ofen.
1162 Dankbar sein Bricht kein Bein.
1162 Dankbar sein Bricht kein Bein.
1163 Dankbarkeit gefällt, Undank haßt die ganze Welt.
1163 Dankbarkeit gefällt, Undank haßt die ganze Welt.
1164 Danken kostet nichts und gefällt Gott und Menschen wohl.
1164 Danken kostet nichts und gefällt Gott und Menschen wohl.
1165 Dank's dem Pfennig, daß du nicht bist finnig.
1165 Dank's dem Pfennig, daß du nicht bist finnig.
1166 Darauf ist gut warten, aber übel fasten.
1166 Darauf ist gut warten, aber übel fasten.
1167 Darf doch die Katze den Kaiser ansehen.
1167 Darf doch die Katze den Kaiser ansehen.
1168 Darna einer deit, Darna idt im geit.
1168 Darna einer deit, Darna idt im geit.
1169 Darnach das Spiel ist, macht man einen Strohwisch zum König.
1169 Darnach das Spiel ist, macht man einen Strohwisch zum König.
1170 Darnach das Spiel ist, muß man Herz wählen und nicht Schellen.
1170 Darnach das Spiel ist, muß man Herz wählen und nicht Schellen.
1171 Darnach das Spiel ist, sticht der Bub die Dame.
1171 Darnach das Spiel ist, sticht der Bub die Dame.
1172 Darnach das Spiel ist, sticht die Sau den König.
1172 Darnach das Spiel ist, sticht die Sau den König.
1173 Darnach der Gast, Darnach der Quast.
1173 Darnach der Gast, Darnach der Quast.
1174 Darnach der Mann geraten, Wird ihm die Wurst gebraten.
1174 Darnach der Mann geraten, Wird ihm die Wurst gebraten.
1175 Darnach der Mann ist, brät man ihm den Hering.
1175 Darnach der Mann ist, brät man ihm den Hering.
1176 Darnach die Gäste sind, brät man die Bücklinge.
1176 Darnach die Gäste sind, brät man die Bücklinge.
1177 Darnach du hast, darnach gib.
1177 Darnach du hast, darnach gib.
1178 Darnach einer wirbt, Darnach er stirbt.
1178 Darnach einer wirbt, Darnach er stirbt.
1179 Darnach es fällt!
1179 Darnach es fällt!
1180 Darnach es mich ansieht, darnach tu ich.
1180 Darnach es mich ansieht, darnach tu ich.
1181 Darnach Mann, darnach Gunst.
1181 Darnach Mann, darnach Gunst.
1182 Darnach sich einer schickt, Darnach es ihm glückt.
1182 Darnach sich einer schickt, Darnach es ihm glückt.
1183 Darnach ward's Tag.
1183 Darnach ward's Tag.
1184 Darnach Ware, darnach Geld.
1184 Darnach Ware, darnach Geld.
1185 Das Alte Behalte.
1185 Das Alte Behalte.
1186 Das Alte klappert, das Neue klingt.
1186 Das Alte klappert, das Neue klingt.
1187 Das Alter erfährt alle Tage eine neue Zeitung.
1187 Das Alter erfährt alle Tage eine neue Zeitung.
1188 Das Alter gehört in den Rat.
1188 Das Alter gehört in den Rat.
1189 Das Alter geht vor.
1189 Das Alter geht vor.
1190 Das Alter hat den Kalender am Leib.
1190 Das Alter hat den Kalender am Leib.
1191 Das Alter in den Rat, Die Frau ins Bad.
1191 Das Alter in den Rat, Die Frau ins Bad.
1192 Das Alter ist an sich selbst eine Krankheit.
1192 Das Alter ist an sich selbst eine Krankheit.
1193 Das Alter ist ein Spital, das alle Krankheiten aufnimmt.
1193 Das Alter ist ein Spital, das alle Krankheiten aufnimmt.
1194 Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muß.
1194 Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muß.
1195 Das Alter macht aus Blumen Wachs.
1195 Das Alter macht aus Blumen Wachs.
1196 Das Alter soll man ehren, Der Jugend soll man wehren.
1196 Das Alter soll man ehren, Der Jugend soll man wehren.
1197 Das Amt lehrt den Mann.
1197 Das Amt lehrt den Mann.
1198 Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.
1198 Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.
1199 Das Amtskleid ist der Deckschalk.
1199 Das Amtskleid ist der Deckschalk.
1200 Das Angesicht ist der größte Verräter.
1200 Das Angesicht ist der größte Verräter.
1201 Das Angesicht macht die Rechnung.
1201 Das Angesicht macht die Rechnung.
1202 Das Angesicht verrät den Mann.
1202 Das Angesicht verrät den Mann.
1203 Das Angesicht weiset's aus.
1203 Das Angesicht weiset's aus.
1204 Das Ansehen hat man umsonst.
1204 Das Ansehen hat man umsonst.
1205 Das Ansehen ist in den Federn.
1205 Das Ansehen ist in den Federn.
1206 Das Ansehen schlägt die Leute.
1206 Das Ansehen schlägt die Leute.
1207 Das Auge des Herrn schafft mehr als seine beiden Hände.
1207 Das Auge des Herrn schafft mehr als seine beiden Hände.
1208 Das Auge ist des Herzens Zeuge.
1208 Das Auge ist des Herzens Zeuge.
1209 Das Auge sieht sich nimmer satt.
1209 Das Auge sieht sich nimmer satt.
1210 Das Auge sieht's, Im Herzen glüht's.
1210 Das Auge sieht's, Im Herzen glüht's.
1211 Das Besehen hat man umsonst.
1211 Das Besehen hat man umsonst.
1212 Das Bessere ist ein Feind des Guten.
1212 Das Bessere ist ein Feind des Guten.
1213 Das Beste am Schweinskopf ist – die Sau.
1213 Das Beste am Schweinskopf ist – die Sau.
1214 Das beste Deutsch ist, das von Herzen geht.
1214 Das beste Deutsch ist, das von Herzen geht.
1215 Das beste Einkommen ist Redlichkeit.
1215 Das beste Einkommen ist Redlichkeit.
1216 Das Beste gehört in den Pfaffen.
1216 Das Beste gehört in den Pfaffen.
1217 Das beste ist, daß niemand weiß, wer sein Schwager ist.
1217 Das beste ist, daß niemand weiß, wer sein Schwager ist.
1218 Das Beste ist, was man in der Hand hat.
1218 Das Beste ist, was man in der Hand hat.
1219 Das Beste kauft man am wohlfeilsten.
1219 Das Beste kauft man am wohlfeilsten.
1220 Das Beste spart man auf die Letzte.
1220 Das Beste spart man auf die Letzte.
1221 Das beste Spiel Wird auch zuviel.
1221 Das beste Spiel Wird auch zuviel.
1222 Das beste Weib schilt des Mannes Hut.
1222 Das beste Weib schilt des Mannes Hut.
1223 Das Beste wird gedacht, das Böseste geredet.
1223 Das Beste wird gedacht, das Böseste geredet.
1224 Das Bier schmeckt gern nach dem Faß.
1224 Das Bier schmeckt gern nach dem Faß.
1225 Das Blättchen hat sich gewandt.
1225 Das Blättchen hat sich gewandt.
1226 Das Böse glaubt man gern.
1226 Das Böse glaubt man gern.
1227 Das Böse lernt sich von selbst.
1227 Das Böse lernt sich von selbst.
1228 Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub.
1228 Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub.
1229 Das Brauen bringt den Bürgern eine goldene Nahrung.
1229 Das Brauen bringt den Bürgern eine goldene Nahrung.
1230 Das Brot sei leicht, der Käse schwer.
1230 Das Brot sei leicht, der Käse schwer.
1231 Das dicke Ende kommt nach.
1231 Das dicke Ende kommt nach.
1232 Das Dintenfaß steht auf des Kaisers Tisch.
1232 Das Dintenfaß steht auf des Kaisers Tisch.
1233 Das dritte Haupt trägt schwer.
1233 Das dritte Haupt trägt schwer.
1234 Das dritte Teil am Kind ist vom Gevatter.
1234 Das dritte Teil am Kind ist vom Gevatter.
1235 Das ehlich geborne Kind behält seines Vaters Heerschild.
1235 Das ehlich geborne Kind behält seines Vaters Heerschild.
1236 Das Ei will klüger sein als die Henne.
1236 Das Ei will klüger sein als die Henne.
1237 Das eilfte Gebot heißt: laß dich nicht erwischen!
1237 Das eilfte Gebot heißt: laß dich nicht erwischen!
1238 Das eilfte Gebot heißt: laß dich nicht verblüffen!
1238 Das eilfte Gebot heißt: laß dich nicht verblüffen!
1239 Das Ende bewährt alle Dinge.
1239 Das Ende bewährt alle Dinge.
1240 Das Ende muß die Last tragen.
1240 Das Ende muß die Last tragen.
1241 Das fällt weg, wie dem Kapuziner der Haarbeutel.
1241 Das fällt weg, wie dem Kapuziner der Haarbeutel.
1242 Das Feld hat Augen, der Wald Ohren.
1242 Das Feld hat Augen, der Wald Ohren.
1243 Das Fett will allzeit oben schwimmen.
1243 Das Fett will allzeit oben schwimmen.
1244 Das Feuer fängt vom Funken an, vom Funken brennt das Haus.
1244 Das Feuer fängt vom Funken an, vom Funken brennt das Haus.
1245 Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht.
1245 Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht.
1246 Das freie Schaf frißt der Wolf.
1246 Das freie Schaf frißt der Wolf.
1247 Das Gebet ist ein Rauchwerk, das dem Teufel Kopfweh macht.
1247 Das Gebet ist ein Rauchwerk, das dem Teufel Kopfweh macht.
1248 Das Gebet macht der Witwe einen Wall um ihr Hüttlein.
1248 Das Gebet macht der Witwe einen Wall um ihr Hüttlein.
1249 Das geht über das Bohnenlied.
1249 Das geht über das Bohnenlied.
1250 Das geht über den Schellenkönig!
1250 Das geht über den Schellenkönig!
1251 Das geht, daß es schnaubt, hat der Bauer gesagt, da ritt er auf der Sau.
1251 Das geht, daß es schnaubt, hat der Bauer gesagt, da ritt er auf der Sau.
1252 Das Geld hat Podagras Art: wo es ist, da bleibt's.
1252 Das Geld hat Podagras Art: wo es ist, da bleibt's.
1253 Das Geld ist, wo man's in Ehren hält.
1253 Das Geld ist, wo man's in Ehren hält.
1254 Das Geld zu rechter Zeit veracht, Hat manchem großen Nutz gebracht.
1254 Das Geld zu rechter Zeit veracht, Hat manchem großen Nutz gebracht.
1255 Das Gemüt ist reich und arm, nicht die Kiste.
1255 Das Gemüt ist reich und arm, nicht die Kiste.
1256 Das Gerücht ist immer größer denn die Wahrheit.
1256 Das Gerücht ist immer größer denn die Wahrheit.
1257 Das Gerücht tötet den Mann.
1257 Das Gerücht tötet den Mann.
1258 Das geschah in dem Jahr, da Karfreitag auf einen Mittwoch fiel.
1258 Das geschah in dem Jahr, da Karfreitag auf einen Mittwoch fiel.
1259 Das geschieht, wenn der Teufel von Aachen kommt.
1259 Das geschieht, wenn der Teufel von Aachen kommt.
1260 Das Gesicht Verrät den Wicht.
1260 Das Gesicht Verrät den Wicht.
1261 Das Gesinde soll arbeiten; was im Hause zu feiern ist, das können Herr und Frau selber verrichten.
1261 Das Gesinde soll arbeiten; was im Hause zu feiern ist, das können Herr und Frau selber verrichten.
1262 Das Gewissen ist des Menschen Gott.
1262 Das Gewissen ist des Menschen Gott.
1263 Das Gewissen ist des Menschen Schuldbuch.
1263 Das Gewissen ist des Menschen Schuldbuch.
1264 Das Gewissen sagt uns wohl, Was man tun und meiden soll.
1264 Das Gewissen sagt uns wohl, Was man tun und meiden soll.
1265 Das Gewissen verführt niemand.
1265 Das Gewissen verführt niemand.
1266 Das gibt nicht Speck in die Würste.
1266 Das gibt nicht Speck in die Würste.
1267 Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.
1267 Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.
1268 Das Glück fliegt: wer's fängt, der hat's.
1268 Das Glück fliegt: wer's fängt, der hat's.
1269 Das Glück gibt vielen zuviel, aber keinem genug.
1269 Das Glück gibt vielen zuviel, aber keinem genug.
1270 Das Glück hat Flügel.
1270 Das Glück hat Flügel.
1271 Das Glück hat Weiberart, liebt die Jugend und wechselt gern.
1271 Das Glück hat Weiberart, liebt die Jugend und wechselt gern.
1272 Das Glück hilft den Kühnen gern, Von weißer Leber bleibt es fern.
1272 Das Glück hilft den Kühnen gern, Von weißer Leber bleibt es fern.
1273 Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen.
1273 Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen.
1274 Das Glück ist dem Frommen feind.
1274 Das Glück ist dem Frommen feind.
1275 Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du.
1275 Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du.
1276 Das Glück ist ein Nehmer und ein Geber.
1276 Das Glück ist ein Nehmer und ein Geber.
1277 Das Glück ist kugelrund, Es trifft wohl manchen Pudelhund.
1277 Das Glück ist kugelrund, Es trifft wohl manchen Pudelhund.
1278 Das Glück ist rund, halt dich an die Tugend.
1278 Das Glück ist rund, halt dich an die Tugend.
1279 Das Glück kommt über Nacht.
1279 Das Glück kommt über Nacht.
1280 Das Glück kommt von ungefähr Wohl über neunzig Meilen her.
1280 Das Glück kommt von ungefähr Wohl über neunzig Meilen her.
1281 Das Glück läßt sich eher erschleichen denn erlaufen.
1281 Das Glück läßt sich eher erschleichen denn erlaufen.
1282 Das Glück muß den Mann, nicht der Mann das Glück suchen.
1282 Das Glück muß den Mann, nicht der Mann das Glück suchen.
1283 Das Glück muß man erobern.
1283 Das Glück muß man erobern.
1284 Das Glück muß man regieren, das Unglück überwinden.
1284 Das Glück muß man regieren, das Unglück überwinden.
1285 Das Glück schenkt nichts, leiht nur.
1285 Das Glück schenkt nichts, leiht nur.
1286 Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.
1286 Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.
1287 Das Glücksrad geht um.
1287 Das Glücksrad geht um.
1288 Das Gold wird probiert durchs Feuer, die Frau durchs Gold, der Mann durch die Frau.
1288 Das Gold wird probiert durchs Feuer, die Frau durchs Gold, der Mann durch die Frau.
1289 Das Große ist allweg eine Ellelang faul.
1289 Das Große ist allweg eine Ellelang faul.
1290 Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.
1290 Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.
1291 Das Gut folgt seinem Herrn.
1291 Das Gut folgt seinem Herrn.
1292 Das Gut löst seinen Herrn.
1292 Das Gut löst seinen Herrn.
1293 Das Gute lobt mancher und tut's nicht; das Böse tut mancher und sagt's nicht.
1293 Das Gute lobt mancher und tut's nicht; das Böse tut mancher und sagt's nicht.
1294 Das Gute tu gut, das Rechte recht.
1294 Das Gute tu gut, das Rechte recht.
1295 Das hab ich schon gewußt, als meine Schuhe noch drei Sechser kosteten.
1295 Das hab ich schon gewußt, als meine Schuhe noch drei Sechser kosteten.
1296 Das Halbe ist oft besser als das Ganze.
1296 Das Halbe ist oft besser als das Ganze.
1297 Das hält Stich wie der calvinsche Glaube.
1297 Das hält Stich wie der calvinsche Glaube.
1298 Das Handwasser ist das süßeste.
1298 Das Handwasser ist das süßeste.
1299 Das hängt aneinander wie Speuzel und Papier.
1299 Das hängt aneinander wie Speuzel und Papier.
1300 Das hat er nicht aus den Fingern gesogen.
1300 Das hat er nicht aus den Fingern gesogen.
1301 Das hätten wir gehabt, sagte Hans, als er seinen Vater begrub.
1301 Das hätten wir gehabt, sagte Hans, als er seinen Vater begrub.
1302 Das Haupt regiert, nicht die Füße.
1302 Das Haupt regiert, nicht die Füße.
1303 Das heißt Ablaß gen Rom tragen.
1303 Das heißt Ablaß gen Rom tragen.
1304 Das heißt dem Dreck eine Ohrfeige geben.
1304 Das heißt dem Dreck eine Ohrfeige geben.
1305 Das heißt einem Tauben ins Ohr geraunt.
1305 Das heißt einem Tauben ins Ohr geraunt.
1306 Das heißt Schmer von der Katze kaufen.
1306 Das heißt Schmer von der Katze kaufen.
1307 Das Hemde ist mir näher als der Rock.
1307 Das Hemde ist mir näher als der Rock.
1308 Das Herz im Wein, die Gestalt im Spiegel.
1308 Das Herz im Wein, die Gestalt im Spiegel.
1309 Das Herz ist reich oder arm, nicht die Kiste.
1309 Das Herz ist reich oder arm, nicht die Kiste.
1310 Das Herz lügt nicht.
1310 Das Herz lügt nicht.
1311 Das hieße Wasser in den Rhein tragen.
1311 Das hieße Wasser in den Rhein tragen.
1312 Das Himmelreich gehört den Gänsen nicht zu.
1312 Das Himmelreich gehört den Gänsen nicht zu.
1313 Das Hirn Sieht man nicht an der Stirn.
1313 Das Hirn Sieht man nicht an der Stirn.
1314 Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.
1314 Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.
1315 Das Holz muß pfleglich gehalten werden.
1315 Das Holz muß pfleglich gehalten werden.
1316 Das Huhn legt gern ins Nest, worin schon Eier sind.
1316 Das Huhn legt gern ins Nest, worin schon Eier sind.
1317 Das Interim Hat den Schalk hinter ihm.
1317 Das Interim Hat den Schalk hinter ihm.
1318 Das ist Butter an den Galgen.
1318 Das ist Butter an den Galgen.
1319 Das ist das Gesetz und die Propheten!
1319 Das ist das Gesetz und die Propheten!
1320 Das ist der ärgste Glaube, der nichts glaubt, als was ihm gefällt.
1320 Das ist der ärgste Glaube, der nichts glaubt, als was ihm gefällt.
1321 Das ist der Katz den Käs anvertraut.
1321 Das ist der Katz den Käs anvertraut.
1322 Das ist die alte Leier.
1322 Das ist die alte Leier.
1323 Das ist die Braut, um die man tanzt.
1323 Das ist die Braut, um die man tanzt.
1324 Das ist ein ander Korn, sagte der Müller, da biß er auf Mäusedreck.
1324 Das ist ein ander Korn, sagte der Müller, da biß er auf Mäusedreck.
1325 Das ist ein kölnisch Gebot!
1325 Das ist ein kölnisch Gebot!
1326 Das ist ein Spott auf die Ware.
1326 Das ist ein Spott auf die Ware.
1327 Das ist ein Stück! sagte Beckmann, da saß er mit der Ziege auf dem Dache.
1327 Das ist ein Stück! sagte Beckmann, da saß er mit der Ziege auf dem Dache.
1328 Das ist gehüpft wie gesprungen.
1328 Das ist gehüpft wie gesprungen.
1329 Das ist mein Acker und mein Pflug.
1329 Das ist mein Acker und mein Pflug.
1330 Das ist mir eben, als wenn's in Rom donnerte.
1330 Das ist mir eben, als wenn's in Rom donnerte.
1331 Das ist Pestilenz mit Franzosen geheilt.
1331 Das ist Pestilenz mit Franzosen geheilt.
1332 Das ist recht Hudelmanns Gesind, Das langsam schafft und trinkt geschwind.
1332 Das ist recht Hudelmanns Gesind, Das langsam schafft und trinkt geschwind.
1333 Das ist schändlich: wenn die Kuh ins Wasser sch– und nicht aufs Land.
1333 Das ist schändlich: wenn die Kuh ins Wasser sch– und nicht aufs Land.
1334 Das ist so gewiß als Amen in der Kirche.
1334 Das ist so gewiß als Amen in der Kirche.
1335 Das ist Speck auf die Falle.
1335 Das ist Speck auf die Falle.
1336 Das ist Wasser auf meine Mühle.
1336 Das ist Wasser auf meine Mühle.
1337 Das ist, als wenn der Teufel einen Betteljungen kriegt.
1337 Das ist, als wenn der Teufel einen Betteljungen kriegt.
1338 Das Jahr bringt Getreid und nicht der Acker.
1338 Das Jahr bringt Getreid und nicht der Acker.
1339 Das Jahr hat ein weites Maul und großen Magen.
1339 Das Jahr hat ein weites Maul und großen Magen.
1340 Das Jahr hindurch kann viel Wasser den Berg hinablaufen.
1340 Das Jahr hindurch kann viel Wasser den Berg hinablaufen.
1341 Das Kalb folgt der Kuh.
1341 Das Kalb folgt der Kuh.
1342 Das Kalb lehrt die Kuh kalben.
1342 Das Kalb lehrt die Kuh kalben.
1343 Das Kalb lernt von der Kuh.
1343 Das Kalb lernt von der Kuh.
1344 Das Kind fällt wieder in der Mutter Schoß.
1344 Das Kind fällt wieder in der Mutter Schoß.
1345 Das Kind fällt zur ärgern Hand.
1345 Das Kind fällt zur ärgern Hand.
1346 Das Kind sagt wohl, daß man's schlägt, aber nicht warum.
1346 Das Kind sagt wohl, daß man's schlägt, aber nicht warum.
1347 Das Kind, das seine Mutter verachtet, hat einen stinkenden Atem.
1347 Das Kind, das seine Mutter verachtet, hat einen stinkenden Atem.
1348 Das Kleid macht den Mann.
1348 Das Kleid macht den Mann.
1349 Das Kleid macht keinen Mönch.
1349 Das Kleid macht keinen Mönch.
1350 Das Kleid will getragen sein, Die Schaben kommen sonst hinein.
1350 Das Kleid will getragen sein, Die Schaben kommen sonst hinein.
1351 Das Kleid ziert den Mann, Wer es hat, der zieh' es an.
1351 Das Kleid ziert den Mann, Wer es hat, der zieh' es an.
1352 Das kleine Horn spricht zum großen Horn: Hätt' ich die Macht wie du, Ließ' ich erfrieren das Kalb in der Kuh.
1352 Das kleine Horn spricht zum großen Horn: Hätt' ich die Macht wie du, Ließ' ich erfrieren das Kalb in der Kuh.
1353 Das Kleine wird gestohlen, das Große genommen.
1353 Das Kleine wird gestohlen, das Große genommen.
1354 Das kleinste Ding ist auch zu ehren: Eine Nadel mag einen Schneider ernähren.
1354 Das kleinste Ding ist auch zu ehren: Eine Nadel mag einen Schneider ernähren.
1355 Das Kloster währt länger denn der Abt.
1355 Das Kloster währt länger denn der Abt.
1356 Das kommt mir spanisch vor!
1356 Das kommt mir spanisch vor!
1357 Das kommt vom langen Predigen.
1357 Das kommt vom langen Predigen.
1358 Das Korn bleibt auch nicht immer grün.
1358 Das Korn bleibt auch nicht immer grün.
1359 Das Korn mag, wie es will, geraten, Die frühe Saat geht vor der spaten.
1359 Das Korn mag, wie es will, geraten, Die frühe Saat geht vor der spaten.
1360 Das Kraut kenn ich, sagte der Teufel, da setzte er sich in die Brennesseln.
1360 Das Kraut kenn ich, sagte der Teufel, da setzte er sich in die Brennesseln.
1361 Das Kreuz gefaßt Ist halbe Last.
1361 Das Kreuz gefaßt Ist halbe Last.
1362 Das Kreuz wohl gefaßt ist halb getragen.
1362 Das Kreuz wohl gefaßt ist halb getragen.
1363 Das Künklein, das du anlegst, mußt du abspinnen.
1363 Das Künklein, das du anlegst, mußt du abspinnen.
1364 Das Küssen ist nur ein Abwischen.
1364 Das Küssen ist nur ein Abwischen.
1365 Das Leben ist den Reichen lang, den Armen kurz.
1365 Das Leben ist den Reichen lang, den Armen kurz.
1366 Das Leben ist schön, aber kostspielig.
1366 Das Leben ist schön, aber kostspielig.
1367 Das Leichte schwimmt oben.
1367 Das Leichte schwimmt oben.
1368 Das Lernen hat kein Narr erfunden.
1368 Das Lernen hat kein Narr erfunden.
1369 Das liebe Geld kann alles.
1369 Das liebe Geld kann alles.
1370 Das Los stillt den Hader.
1370 Das Los stillt den Hader.
1371 Das Löwenmaul hat ein Hasenherz.
1371 Das Löwenmaul hat ein Hasenherz.
1372 Das Mangelholz hängt ihm vor der Tür.
1372 Das Mangelholz hängt ihm vor der Tür.
1373 Das Maul ist der Münzer.
1373 Das Maul ist der Münzer.
1374 Das Maul ist des Leibes Henker und Arzt.
1374 Das Maul ist des Leibes Henker und Arzt.
1375 Das Mehr gilt.
1375 Das Mehr gilt.
1376 Das meiste Teil am Menschen ist Weiberfleisch.
1376 Das meiste Teil am Menschen ist Weiberfleisch.
1377 Das Messer schneidet das Wasser bis auf den Boden.
1377 Das Messer schneidet das Wasser bis auf den Boden.
1378 Das möchte einen Stein erbarmen!
1378 Das möchte einen Stein erbarmen!
1379 Das mögt ihr sieden oder braten!
1379 Das mögt ihr sieden oder braten!
1380 Das Münch[n]er Kind kennt keinen höhern Turm als den Frauenturm.
1380 Das Münch[n]er Kind kennt keinen höhern Turm als den Frauenturm.
1381 Das Mus ist noch nicht gar.
1381 Das Mus ist noch nicht gar.
1382 Das Nachgeld macht den Markt.
1382 Das Nachgeld macht den Markt.
1383 Das Nächste, das Liebste.
1383 Das Nächste, das Liebste.
1384 Das Nest werden sie wohl finden, aber die Vögel sind ausgenommen.
1384 Das Nest werden sie wohl finden, aber die Vögel sind ausgenommen.
1385 Das Neunkircher Mädlein hat gesagt: Kann ich das Wasser beim obern Brunnen holen, so geh ich nicht zum untern.
1385 Das Neunkircher Mädlein hat gesagt: Kann ich das Wasser beim obern Brunnen holen, so geh ich nicht zum untern.
1386 Das Papier ist geduldig.
1386 Das Papier ist geduldig.
1387 Das Papier läßt drucken, was man will.
1387 Das Papier läßt drucken, was man will.
1388 Das paßt wie die Faust aufs Auge.
1388 Das paßt wie die Faust aufs Auge.
1389 Das Pfeiflein muß lauten wohl, So man Vögel fangen soll.
1389 Das Pfeiflein muß lauten wohl, So man Vögel fangen soll.
1390 Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort.
1390 Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort.
1391 Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter.
1391 Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter.
1392 Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.
1392 Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.
1393 Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.
1393 Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.
1394 Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.
1394 Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.
1395 Das Pferd, das am besten zieht, bekömmt die meisten Schläge.
1395 Das Pferd, das am besten zieht, bekömmt die meisten Schläge.
1396 Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.
1396 Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.
1397 Das Recht hat eine wächserne Nase.
1397 Das Recht hat eine wächserne Nase.
1398 Das Recht ist an beide Füße gerecht wie ein polnischer Stiefel.
1398 Das Recht ist an beide Füße gerecht wie ein polnischer Stiefel.
1399 Das Recht ist des Stärksten.
1399 Das Recht ist des Stärksten.
1400 Das Recht ist des Wachenden, das Glück des Schlafenden.
1400 Das Recht ist des Wachenden, das Glück des Schlafenden.
1401 Das Recht ist gut, aber die Rechtspraktika taugt nichts.
1401 Das Recht ist gut, aber die Rechtspraktika taugt nichts.
1402 Das Recht ist wohl ein guter Mann, aber nicht immer der Richter.
1402 Das Recht ist wohl ein guter Mann, aber nicht immer der Richter.
1403 Das Recht schiert haarscharf.
1403 Das Recht schiert haarscharf.
1404 Das Recht wär' wohl gut, wenn man's nicht krumm machte.
1404 Das Recht wär' wohl gut, wenn man's nicht krumm machte.
1405 Das Recht wird weder weiter noch enger.
1405 Das Recht wird weder weiter noch enger.
1406 Das Reich Gottes hält keine Pauker und Geiger.
1406 Das Reich Gottes hält keine Pauker und Geiger.
1407 Das reichste Kleid Ist oft gefuttert mit Herzeleid.
1407 Das reichste Kleid Ist oft gefuttert mit Herzeleid.
1408 Das Reisen kost't Geld, Doch sieht man die Welt.
1408 Das Reisen kost't Geld, Doch sieht man die Welt.
1409 Das Retardat frißt die Kuxe.
1409 Das Retardat frißt die Kuxe.
1410 Das Roß wird nicht nach dem Sattel beurteilt.
1410 Das Roß wird nicht nach dem Sattel beurteilt.
1411 Das Schaf hat einen goldenen Fuß.
1411 Das Schaf hat einen goldenen Fuß.
1412 Das Schaf trägt sich selbst keine Wolle.
1412 Das Schaf trägt sich selbst keine Wolle.
1413 Das Schenken pflegt's mit sich zu bringen, Daß man des Schenkers Lied muß singen.
1413 Das Schenken pflegt's mit sich zu bringen, Daß man des Schenkers Lied muß singen.
1414 Das Schiff geht nicht immer, wie der Steuermann will.
1414 Das Schiff geht nicht immer, wie der Steuermann will.
1415 Das Schiff hängt mehr am Ruder denn das Ruder am Schiff.
1415 Das Schiff hängt mehr am Ruder denn das Ruder am Schiff.
1416 Das Schlimmste kommt erst nach.
1416 Das Schlimmste kommt erst nach.
1417 Das schlimmste Rad am Wagen knarrt am ärgsten.
1417 Das schlimmste Rad am Wagen knarrt am ärgsten.
1418 Das Schneckenleben ist das beste.
1418 Das Schneckenleben ist das beste.
1419 Das schönste Grün wird auch Heu.
1419 Das schönste Grün wird auch Heu.
1420 Das Schwerste muß am meisten wiegen.
1420 Das Schwerste muß am meisten wiegen.
1421 Das Seil, womit man fangen will, muß gedreht sein.
1421 Das Seil, womit man fangen will, muß gedreht sein.
1422 Das sein soll, Das schickt sich wohl.
1422 Das sein soll, Das schickt sich wohl.
1423 Das Seine ist nicht sein, er spart's einem andern.
1423 Das Seine ist nicht sein, er spart's einem andern.
1424 Das sind alte Kamellen, die riechen nicht mehr.
1424 Das sind alte Kamellen, die riechen nicht mehr.
1425 Das sind alte Violen, die riechen nicht mehr.
1425 Das sind alte Violen, die riechen nicht mehr.
1426 Das sind Sägen, die schneiden kein Holz.
1426 Das sind Sägen, die schneiden kein Holz.
1427 Das Spiel braucht Aufseher.
1427 Das Spiel braucht Aufseher.
1428 Das Stündlein Bringt das Kindlein.
1428 Das Stündlein Bringt das Kindlein.
1429 Das Szepter soll Augen habe* * Es ist leichter tadeln als besser machen.
1429 Das Szepter soll Augen habe* * Es ist leichter tadeln als besser machen.
1430 Das Tischrecht heißt: Nimm für gut, Wie man dir tut.
1430 Das Tischrecht heißt: Nimm für gut, Wie man dir tut.
1431 Das Trünklein macht schwatzen.
1431 Das Trünklein macht schwatzen.
1432 Das Unglück kommt bei Haufen.
1432 Das Unglück kommt bei Haufen.
1433 Das Unglück muß man überbösen.
1433 Das Unglück muß man überbösen.
1434 Das Urteil ist gesprochen, Der Stab, der ist gebrochen.
1434 Das Urteil ist gesprochen, Der Stab, der ist gebrochen.
1435 Das versengt mir den Weiher nicht.
1435 Das versengt mir den Weiher nicht.
1436 Das Vieh ist wie der Stall.
1436 Das Vieh ist wie der Stall.
1437 Das vorige Jahr war immer besser.
1437 Das vorige Jahr war immer besser.
1438 Das währt von der Vesper bis die Hühner auffliegen!
1438 Das währt von der Vesper bis die Hühner auffliegen!
1439 Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.
1439 Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.
1440 Das war ein Wurf, sagte Hans, da schmiß er seine Frau zum Dachfenster hinaus.
1440 Das war ein Wurf, sagte Hans, da schmiß er seine Frau zum Dachfenster hinaus.
1441 Das wär' einer, sagte der Teufel, da kriegt' er einen Schneider bei den Beinen.
1441 Das wär' einer, sagte der Teufel, da kriegt' er einen Schneider bei den Beinen.
1442 Das war getroffen, sagte der Jung, da schmiß er seiner Mutter ein Aug aus dem Kopf.
1442 Das war getroffen, sagte der Jung, da schmiß er seiner Mutter ein Aug aus dem Kopf.
1443 Das Wasser hat keine Balken.
1443 Das Wasser hat keine Balken.
1444 Das Wasser ist am besten an der Quelle.
1444 Das Wasser ist am besten an der Quelle.
1445 Das Wasser ist nicht gebälkt, sagt der Jüd.
1445 Das Wasser ist nicht gebälkt, sagt der Jüd.
1446 Das Wasser läuft den Berg nicht hinauf.
1446 Das Wasser läuft den Berg nicht hinauf.
1447 Das Wasser will über die Körbe gehen.
1447 Das Wasser will über die Körbe gehen.
1448 Das Weib fragt, Der Mann sagt.
1448 Das Weib fragt, Der Mann sagt.
1449 Das Weib ist ein Geschwinddoktor: sie hat eine List erfunden, so oft sie auf die Erde sieht.
1449 Das Weib ist ein Geschwinddoktor: sie hat eine List erfunden, so oft sie auf die Erde sieht.
1450 Das Weib und der Ofen sind eine Hauszierde.
1450 Das Weib und der Ofen sind eine Hauszierde.
1451 Das Werk lobt den Meister.
1451 Das Werk lobt den Meister.
1452 Das Werk schlägt dem Meister nach.
1452 Das Werk schlägt dem Meister nach.
1453 Das Wetter erkennt man an dem Wind (Den Vater an dem Kind, Den Herrn an dem Gesind).
1453 Das Wetter erkennt man an dem Wind (Den Vater an dem Kind, Den Herrn an dem Gesind).
1454 Das Wetter schlägt gern in die hohen Türme.
1454 Das Wetter schlägt gern in die hohen Türme.
1455 Das Wild frißt armer Leute Brot und der Teufel den Jäger.
1455 Das Wild frißt armer Leute Brot und der Teufel den Jäger.
1456 Das will ich mit schwarzer Kreide an den Kesselhaken schreiben.
1456 Das will ich mit schwarzer Kreide an den Kesselhaken schreiben.
1457 Das will ich tun, es ist des Vaters Wille.
1457 Das will ich tun, es ist des Vaters Wille.
1458 Das will mehr sagen, als ohne Stegreif in den Sattel springen.
1458 Das will mehr sagen, als ohne Stegreif in den Sattel springen.
1459 Das Wirtshausschild mahnt andere einzukehren und bleibt selbst draußen.
1459 Das Wirtshausschild mahnt andere einzukehren und bleibt selbst draußen.
1460 Das Wissen hilft nichts, wenn man nicht darnach tut.
1460 Das Wissen hilft nichts, wenn man nicht darnach tut.
1461 Das wollen wir den Gelehrten befehlen.
1461 Das wollen wir den Gelehrten befehlen.
1462 Das Zukünftige ist ungewiß.
1462 Das Zukünftige ist ungewiß.
1463 Daß eine Mücke sollt' husten wie ein Pferd, das ist unmöglich.
1463 Daß eine Mücke sollt' husten wie ein Pferd, das ist unmöglich.
1464 Daß es recht sei, zwei Pfründe zu haben, verstehen nur die nicht, welche bloß eine haben.
1464 Daß es recht sei, zwei Pfründe zu haben, verstehen nur die nicht, welche bloß eine haben.
1465 Daß Gott erbarm'! Sieben Suppen und keine warm.
1465 Daß Gott erbarm'! Sieben Suppen und keine warm.
1466 Daß man der Dornen acht', Haben die Rosen gemacht.
1466 Daß man der Dornen acht', Haben die Rosen gemacht.
1467 Daß man in eine andre Haut schlüpfe, hilft nicht in den Himmel.
1467 Daß man in eine andre Haut schlüpfe, hilft nicht in den Himmel.
1468 Daß Stolz Narrheit, ist bekannt, Denn Stultus ist von Stolz genannt; Auch sagt man wohl, Stultus und Stolz Wachsen beid auf einem Holz.
1468 Daß Stolz Narrheit, ist bekannt, Denn Stultus ist von Stolz genannt; Auch sagt man wohl, Stultus und Stolz Wachsen beid auf einem Holz.
1469 Daß viele irregehn, macht den Weg nicht richtig.
1469 Daß viele irregehn, macht den Weg nicht richtig.
1470 Dat Goot mot gan van dar et gekommen is.
1470 Dat Goot mot gan van dar et gekommen is.
1471 Dat sall wahl wat heschen, sädd et Niklöschen, do feel et met der Röz Eier den Hartberg heraf.
1471 Dat sall wahl wat heschen, sädd et Niklöschen, do feel et met der Röz Eier den Hartberg heraf.
1472 Daus Eß hat nichts, Sechs Zink gibt nichts, Quatuor drei Helfen frei.
1472 Daus Eß hat nichts, Sechs Zink gibt nichts, Quatuor drei Helfen frei.
1473 Daus Eß, hast du mein Pferd nicht gesehen?
1473 Daus Eß, hast du mein Pferd nicht gesehen?
1474 Davon weiß niemand außer Gott und Menschen.
1474 Davon weiß niemand außer Gott und Menschen.
1475 Dazu gehört mehr als Brot essen.
1475 Dazu gehört mehr als Brot essen.
1476 Dazu hat Buchholz kein Geld.
1476 Dazu hat Buchholz kein Geld.
1477 Dazu muß man die hölzerne Brille aufsetzen.
1477 Dazu muß man die hölzerne Brille aufsetzen.
1478 De gustibus non est disputandum: Eine Kuh leckt die andre im –.
1478 De gustibus non est disputandum: Eine Kuh leckt die andre im –.
1479 De Hund, de bött (biß), De liecht vergött (vergißt), Aberscht de, de ward gebeten, Ferr dem öß schwär to vergeten.
1479 De Hund, de bött (biß), De liecht vergött (vergißt), Aberscht de, de ward gebeten, Ferr dem öß schwär to vergeten.
1480 De Mann mott wol alles eten, Aber nig alles weten.
1480 De Mann mott wol alles eten, Aber nig alles weten.
1481 De mi 't Pierd wiset, bruukt mi de Krüblen nit to wiisen.
1481 De mi 't Pierd wiset, bruukt mi de Krüblen nit to wiisen.
1482 Dein Fund, mein Halb.
1482 Dein Fund, mein Halb.
1483 Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.
1483 Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.
1484 Dein Weib, dein Schwert und dein Pferd magst du wohl zeigen, aber nicht ausleihen.
1484 Dein Weib, dein Schwert und dein Pferd magst du wohl zeigen, aber nicht ausleihen.
1485 Deinen Lohn sollst du nicht wissen.
1485 Deinen Lohn sollst du nicht wissen.
1486 Deinetwegen wird kein Ochse kalben.
1486 Deinetwegen wird kein Ochse kalben.
1487 Dem Alter soll man nicht ins Maul sehen.
1487 Dem Alter soll man nicht ins Maul sehen.
1488 Dem Anfang muß man widerstreben.
1488 Dem Anfang muß man widerstreben.
1489 Dem Apotheker traue der Teufel, beide haben viel Büchsen.
1489 Dem Apotheker traue der Teufel, beide haben viel Büchsen.
1490 Dem Arbeiter ein Brot, dem Feierer zwei.
1490 Dem Arbeiter ein Brot, dem Feierer zwei.
1491 Dem Arbeiter hilft Gott.
1491 Dem Arbeiter hilft Gott.
1492 Dem Ärgsten gibt man das beste Teil.
1492 Dem Ärgsten gibt man das beste Teil.
1493 Dem ärgsten Zimmermann das beste Beil.
1493 Dem ärgsten Zimmermann das beste Beil.
1494 Dem Argwohn gehört ein Beil.
1494 Dem Argwohn gehört ein Beil.
1495 Dem Armen gegeben ist wohl gesät.
1495 Dem Armen gegeben ist wohl gesät.
1496 Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.
1496 Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.
1497 Dem Armen hilf, den Bettler verjag.
1497 Dem Armen hilf, den Bettler verjag.
1498 Dem Beichtvater, Arzt und Advokaten darf man nichts verschweigen.
1498 Dem Beichtvater, Arzt und Advokaten darf man nichts verschweigen.
1499 Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.
1499 Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.
1500 Dem Betrübten ist übel geigen.
1500 Dem Betrübten ist übel geigen.
1501 Dem der Hagen, dem ist auch der Graben.
1501 Dem der Hagen, dem ist auch der Graben.
1502 Dem die Kuh gehört, der faßt sie bei den Hörnern.
1502 Dem die Kuh gehört, der faßt sie bei den Hörnern.
1503 Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz.
1503 Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz.
1504 Dem Diebe will kein Baum gefallen, daran er hänge,
1504 Dem Diebe will kein Baum gefallen, daran er hänge,
1505 Dem Dreisten und dem Schalk gib gleiches Stück.
1505 Dem Dreisten und dem Schalk gib gleiches Stück.
1506 Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.
1506 Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.
1507 Dem einen tödlich, dem andern läßlich.
1507 Dem einen tödlich, dem andern läßlich.
1508 Dem es wohl ergeht, der hat manchen Freund.
1508 Dem es wohl ergeht, der hat manchen Freund.
1509 Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer.
1509 Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer.
1510 Dem Esel, der 's Korn zur Mühle trägt, wird die Spreu.
1510 Dem Esel, der 's Korn zur Mühle trägt, wird die Spreu.
1511 Dem Faulen gefällt kein Block, den er kloben soll.
1511 Dem Faulen gefällt kein Block, den er kloben soll.
1512 Dem Faulen wächst das Seine unter der Stauden.
1512 Dem Faulen wächst das Seine unter der Stauden.
1513 Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand Wie das Pech von der Wand.
1513 Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand Wie das Pech von der Wand.
1514 Dem Feigen weist das Glück den Rücken.
1514 Dem Feigen weist das Glück den Rücken.
1515 Dem Feinde mit Gift nachstellen ist auch unehrlich.
1515 Dem Feinde mit Gift nachstellen ist auch unehrlich.
1516 Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.
1516 Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.
1517 Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.
1517 Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.
1518 Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nichts.
1518 Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nichts.
1519 Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.
1519 Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.
1520 Dem Fremden soll man die Ehre lassen.
1520 Dem Fremden soll man die Ehre lassen.
1521 Dem Friedemacher gebührt der Lohn.
1521 Dem Friedemacher gebührt der Lohn.
1522 Dem Frommen legt man ein Kissen unter, dem Schalke zwei.
1522 Dem Frommen legt man ein Kissen unter, dem Schalke zwei.
1523 Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.
1523 Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.
1524 Dem Geiz ist nichts zu viel.
1524 Dem Geiz ist nichts zu viel.
1525 Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.
1525 Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.
1526 Dem Gläubigen wird der Schuldner an Hand und Halfter gegeben.
1526 Dem Gläubigen wird der Schuldner an Hand und Halfter gegeben.
1527 Dem Glück ist niemand stark genug.
1527 Dem Glück ist niemand stark genug.
1528 Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
1528 Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
1529 Dem Gottlosen die Hefen.
1529 Dem Gottlosen die Hefen.
1530 Dem Gottlosen die Neige.
1530 Dem Gottlosen die Neige.
1531 Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist.
1531 Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist.
1532 Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.
1532 Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.
1533 Dem Herzen hilft's, wenn der Mund die Not klagt.
1533 Dem Herzen hilft's, wenn der Mund die Not klagt.
1534 Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.
1534 Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.
1535 Dem Hungrigen ist harr ein hartes Wort.
1535 Dem Hungrigen ist harr ein hartes Wort.
1536 Dem ist kein Glück beschert, Der sein sich wehrt.
1536 Dem ist kein Glück beschert, Der sein sich wehrt.
1537 Dem ist oft nichts beschert, Der allzuviel begehrt.
1537 Dem ist oft nichts beschert, Der allzuviel begehrt.
1538 Dem Kuppler ein Paar Schuh Und die Hölle dazu!
1538 Dem Kuppler ein Paar Schuh Und die Hölle dazu!
1539 Dem Lässigen gerät der Handel nicht.
1539 Dem Lässigen gerät der Handel nicht.
1540 Dem Leiher geht man entgegen bis ans Tor, dem Mahner schlägt man die Tür vor der Nase zu.
1540 Dem Leiher geht man entgegen bis ans Tor, dem Mahner schlägt man die Tür vor der Nase zu.
1541 Dem Lügner sieht man so tief ins Maul als dem Wahrsager.
1541 Dem Lügner sieht man so tief ins Maul als dem Wahrsager.
1542 Dem Lümpli Das Stümpli.
1542 Dem Lümpli Das Stümpli.
1543 Dem Mächtigern zürnen ist Torheit.
1543 Dem Mächtigern zürnen ist Torheit.
1544 Dem Magern gehn leicht die Hosen herunter.
1544 Dem Magern gehn leicht die Hosen herunter.
1545 Dem Mann ein Vogel, sagte jener Fuhrmann und legte die Gans vor sich.
1545 Dem Mann ein Vogel, sagte jener Fuhrmann und legte die Gans vor sich.
1546 Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.
1546 Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.
1547 Dem Maul abgedarbt ist so gut wie der Pacht von einer Wiese.
1547 Dem Maul abgedarbt ist so gut wie der Pacht von einer Wiese.
1548 Dem Meister vom Handwerk soll man glauben.
1548 Dem Meister vom Handwerk soll man glauben.
1549 Dem Mond kann man kein Kleid anmessen.
1549 Dem Mond kann man kein Kleid anmessen.
1550 Dem Narren wäre zu helfen, wenn man die rechte Ader träfe.
1550 Dem Narren wäre zu helfen, wenn man die rechte Ader träfe.
1551 Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.
1551 Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.
1552 Dem Pöbel muß man weichen, Will man ihm nicht gleichen.
1552 Dem Pöbel muß man weichen, Will man ihm nicht gleichen.
1553 Dem Pöbel weicht auch der Teufel.
1553 Dem Pöbel weicht auch der Teufel.
1554 Dem Recht ist öfters Hülfe not.
1554 Dem Recht ist öfters Hülfe not.
1555 Dem Recht will nachgeholfen sein.
1555 Dem Recht will nachgeholfen sein.
1556 Dem reichen Walde wenig schadet, Daß sich ein Mann mit Holz beladet.
1556 Dem reichen Walde wenig schadet, Daß sich ein Mann mit Holz beladet.
1557 Dem Reichtum ist alles verwandt.
1557 Dem Reichtum ist alles verwandt.
1558 Dem Reinen ist alles rein.
1558 Dem Reinen ist alles rein.
1559 Dem Sänger protzt der Bauch, so man ihn zu singen bittet.
1559 Dem Sänger protzt der Bauch, so man ihn zu singen bittet.
1560 Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.
1560 Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.
1561 Dem schlafenden Wolf läuft kein Schaf ins Maul.
1561 Dem schlafenden Wolf läuft kein Schaf ins Maul.
1562 Dem schlechtesten Arbeiter gibt man das beste Beil.
1562 Dem schlechtesten Arbeiter gibt man das beste Beil.
1563 Dem Schuldigen dottert.
1563 Dem Schuldigen dottert.
1564 Dem Schuldigen klopft das Herz.
1564 Dem Schuldigen klopft das Herz.
1565 Dem Schuldigen läuft die Katze bald über den Rücken.
1565 Dem Schuldigen läuft die Katze bald über den Rücken.
1566 Dem Schuldigen schaudert.
1566 Dem Schuldigen schaudert.
1567 Dem Schuldigen wackelt das Mäntlein.
1567 Dem Schuldigen wackelt das Mäntlein.
1568 Dem Seiler gerät's am besten, wenn's hinter sich geht.
1568 Dem Seiler gerät's am besten, wenn's hinter sich geht.
1569 Dem seine Speise stürzt, kann sie nicht all aufraffen.
1569 Dem seine Speise stürzt, kann sie nicht all aufraffen.
1570 Dem Stammelnden ist nicht zu trauen.
1570 Dem Stammelnden ist nicht zu trauen.
1571 Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.
1571 Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.
1572 Dem Teufel braucht man keinen Schwur zu halten.
1572 Dem Teufel braucht man keinen Schwur zu halten.
1573 Dem Teufel muß man bisweilen auch einen Maien stecken.
1573 Dem Teufel muß man bisweilen auch einen Maien stecken.
1574 Dem Teufel muß man zwei Kerzen aufstecken, daß er uns ungeschoren lasse.
1574 Dem Teufel muß man zwei Kerzen aufstecken, daß er uns ungeschoren lasse.
1575 Dem Teufel opfert man am meisten.
1575 Dem Teufel opfert man am meisten.
1576 Dem Teufel wehrt man mit dem Kreuz, den Leuten mit Fäusten.
1576 Dem Teufel wehrt man mit dem Kreuz, den Leuten mit Fäusten.
1577 Dem Tod ist niemand zu stark.
1577 Dem Tod ist niemand zu stark.
1578 Dem trunknen Mann soll ein Fuder Heu ausweichen.
1578 Dem trunknen Mann soll ein Fuder Heu ausweichen.
1579 Dem Übel soll man entgegen gehn und stehn.
1579 Dem Übel soll man entgegen gehn und stehn.
1580 Dem Unglück kann man nicht entlaufen.
1580 Dem Unglück kann man nicht entlaufen.
1581 Dem Verdienste seine Krone.
1581 Dem Verdienste seine Krone.
1582 Dem Vielen fehlt das Viel.
1582 Dem Vielen fehlt das Viel.
1583 Dem Wasser ist nicht zu trauen, es reißt den Mühlgang weg.
1583 Dem Wasser ist nicht zu trauen, es reißt den Mühlgang weg.
1584 Dem Weisen widerfährt keine kleine Torheit.
1584 Dem Weisen widerfährt keine kleine Torheit.
1585 Dem Willigen ist gut winken.
1585 Dem Willigen ist gut winken.
1586 Dem Wind und dem Narren laß seinen Lauf.
1586 Dem Wind und dem Narren laß seinen Lauf.
1587 Dem Zimmermann ist im Sommer keine Kanne zu teuer und im Winter keine Rinde zu hart.
1587 Dem Zimmermann ist im Sommer keine Kanne zu teuer und im Winter keine Rinde zu hart.
1588 Dem Zorn geht die Reu auf den Socken nach.
1588 Dem Zorn geht die Reu auf den Socken nach.
1589 Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen.
1589 Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen.
1590 Dem Zuschauer ist keine Arbeit zuviel, kein Spiel zu hoch.
1590 Dem Zuschauer ist keine Arbeit zuviel, kein Spiel zu hoch.
1591 Dem Zweifler gebührt nichts.
1591 Dem Zweifler gebührt nichts.
1592 Demut ist eine Mutter der Ehre.
1592 Demut ist eine Mutter der Ehre.
1593 Demut Ist zu allen Dingen gut.
1593 Demut Ist zu allen Dingen gut.
1594 Demut, diese schöne Tugend, Ziert das Alter wie die Jugend.
1594 Demut, diese schöne Tugend, Ziert das Alter wie die Jugend.
1595 Demütiger Mönch, hoffärtiger Abt.
1595 Demütiger Mönch, hoffärtiger Abt.
1596 Den Armen machet reich der Wein, Drum sollt' er allzeit trunken sein.
1596 Den Armen machet reich der Wein, Drum sollt' er allzeit trunken sein.
1597 Den Bauern erkennt man an der Gabel, Den Advokaten am Schnabel.
1597 Den Bauern erkennt man an der Gabel, Den Advokaten am Schnabel.
1598 Den Bauern gehört Haberstroh.
1598 Den Bauern gehört Haberstroh.
1599 Den Bauern ist gut pfeifen.
1599 Den Bauern ist gut pfeifen.
1600 Den Baum an der Frucht, Den Buben an der Zucht.
1600 Den Baum an der Frucht, Den Buben an der Zucht.
1601 Den Baum erkennt man an den Früchten.
1601 Den Baum erkennt man an den Früchten.
1602 Den Baum muß man biegen, weil er jung ist.
1602 Den Baum muß man biegen, weil er jung ist.
1603 Den Baum, darunter man schauern will, soll man ehren.
1603 Den Baum, darunter man schauern will, soll man ehren.
1604 Den Beladenen soll man nicht meiden.
1604 Den Beladenen soll man nicht meiden.
1605 Den Brei, den du angerührt, mußt du ausessen.
1605 Den Brei, den du angerührt, mußt du ausessen.
1606 Den Dieb soll man henken, Die Hur ertränken.
1606 Den Dieb soll man henken, Die Hur ertränken.
1607 Den Eichbaum vor die Stadt, Eichenlaub stinkt.
1607 Den Eichbaum vor die Stadt, Eichenlaub stinkt.
1608 Den ersten mäßig, Den andern fräßig, Den dritten toll und voll, So bekommt uns das Aderlassen wohl.
1608 Den ersten mäßig, Den andern fräßig, Den dritten toll und voll, So bekommt uns das Aderlassen wohl.
1609 Den ersten Tag ein Gast, Den zweiten eine Last, Den dritten stinkt er fast.
1609 Den ersten Tag ein Gast, Den zweiten eine Last, Den dritten stinkt er fast.
1610 Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.
1610 Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.
1611 Den Esel kennt man bei den Ohren, Am Angesicht den Mohren Und bei den Worten den Toren.
1611 Den Esel kennt man bei den Ohren, Am Angesicht den Mohren Und bei den Worten den Toren.
1612 Den Esel will jedermann reiten.
1612 Den Esel will jedermann reiten.
1613 Den Feind schlägt man eher mit Rat als mit Tat.
1613 Den Feind schlägt man eher mit Rat als mit Tat.
1614 Den Flüchtigen soll man verfolgen.
1614 Den Flüchtigen soll man verfolgen.
1615 Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.
1615 Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.
1616 Den Freund zu erkennen, mußt du erst ein Scheffel Salz mit ihm gegessen haben.
1616 Den Freund zu erkennen, mußt du erst ein Scheffel Salz mit ihm gegessen haben.
1617 Den Fuchs muß man mit Füchsen fangen.
1617 Den Fuchs muß man mit Füchsen fangen.
1618 Den Geiz und die Augen kann niemand erfüllen.
1618 Den Geiz und die Augen kann niemand erfüllen.
1619 Den Geiz und die Augen kann niemand füllen.
1619 Den Geiz und die Augen kann niemand füllen.
1620 Den Geizhals und ein fettes Schwein Sieht man im Tod erst nützlich sein.
1620 Den Geizhals und ein fettes Schwein Sieht man im Tod erst nützlich sein.
1621 Den Glauben gibt der Pastor.
1621 Den Glauben gibt der Pastor.
1622 Den Großen weichen ist keine Schande.
1622 Den Großen weichen ist keine Schande.
1623 Den guten Wein und den tapfern Mann soll man nicht nach seinem Herkommen fragen.
1623 Den guten Wein und den tapfern Mann soll man nicht nach seinem Herkommen fragen.
1624 Den Hafen am Klang, Den Narren am Sang.
1624 Den Hafen am Klang, Den Narren am Sang.
1625 Den Himmel in'n Augen, die Welt zu'n Füßen.
1625 Den Himmel in'n Augen, die Welt zu'n Füßen.
1626 Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten.
1626 Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten.
1627 Den Hungrigen ist nicht gut predigen.
1627 Den Hungrigen ist nicht gut predigen.
1628 Den Kopf halt kühl, die Füß warm, Das macht den besten Doktor arm.
1628 Den Kopf halt kühl, die Füß warm, Das macht den besten Doktor arm.
1629 Den Kranken ärgert die Fliege an der Wand.
1629 Den Kranken ärgert die Fliege an der Wand.
1630 Den Krebs straft man nicht mit Ersäufen.
1630 Den Krebs straft man nicht mit Ersäufen.
1631 Den letzten beißen die Hunde.
1631 Den letzten beißen die Hunde.
1632 Den Mai muß man nehmen, wann er kommt, und käm' er zu Weihnachten.
1632 Den Mai muß man nehmen, wann er kommt, und käm' er zu Weihnachten.
1633 Den Menschen gibt man mit Geben, Gott mit Nehmen und Danken.
1633 Den Menschen gibt man mit Geben, Gott mit Nehmen und Danken.
1634 Den mui nix günnt und nix gift, Mot luien, dat mui dat Lieven blift.
1634 Den mui nix günnt und nix gift, Mot luien, dat mui dat Lieven blift.
1635 Den Mund soll man schnüren.
1635 Den Mund soll man schnüren.
1636 Den Nackten kann man nicht ausziehen.
1636 Den Nackten kann man nicht ausziehen.
1637 Den Narren am Kopf, Am Klange den Topf.
1637 Den Narren am Kopf, Am Klange den Topf.
1638 Den Narren bringt sein eigen Glück um.
1638 Den Narren bringt sein eigen Glück um.
1639 Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.
1639 Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.
1640 Den Ofen heizt man nur, daß er wieder wärme.
1640 Den Ofen heizt man nur, daß er wieder wärme.
1641 Den Prozeß mit Wein begießen hilft.
1641 Den Prozeß mit Wein begießen hilft.
1642 Den Reben und der Geiß Wird es nie zu heiß.
1642 Den Reben und der Geiß Wird es nie zu heiß.
1643 Den Schuldigen schreckt eine Maus.
1643 Den Schuldigen schreckt eine Maus.
1644 Den Sommer schändet kein Donnerwetter.
1644 Den Sommer schändet kein Donnerwetter.
1645 Den St. Servatius Begleitet St. Bonifacius.
1645 Den St. Servatius Begleitet St. Bonifacius.
1646 Den Stein nach dem Senkel und nicht den Senkel nach dem Steine.
1646 Den Stein nach dem Senkel und nicht den Senkel nach dem Steine.
1647 Den Stein, den ich nicht heben kann, laß ich liegen.
1647 Den Stein, den ich nicht heben kann, laß ich liegen.
1648 Den Stein, den man allein nicht heben kann, soll man selbander liegen lassen.
1648 Den Stein, den man allein nicht heben kann, soll man selbander liegen lassen.
1649 Den Tauben ist gut predigen.
1649 Den Tauben ist gut predigen.
1650 Den Teufel jagt man hinaus, der Satan kommt wieder herein.
1650 Den Teufel jagt man hinaus, der Satan kommt wieder herein.
1651 Den Teufel muß man anbeten, daß er einem keinen Schaden tut.
1651 Den Teufel muß man anbeten, daß er einem keinen Schaden tut.
1652 Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben.
1652 Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben.
1653 Den Teufel zu beherbergen kostet einen klugen Wirt.
1653 Den Teufel zu beherbergen kostet einen klugen Wirt.
1654 Den Tod frißt ein jeder am ersten Brei.
1654 Den Tod frißt ein jeder am ersten Brei.
1655 Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.
1655 Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.
1656 Den Vogel kennt man am Gesang, Den Hafen an dem Klang, Den Esel an den Ohren, Und am Gesang den Toren.
1656 Den Vogel kennt man am Gesang, Den Hafen an dem Klang, Den Esel an den Ohren, Und am Gesang den Toren.
1657 Den Wassertrinker geht kein Schick an.
1657 Den Wassertrinker geht kein Schick an.
1658 Den Willen gibt Gott, Den Zwang die Not.
1658 Den Willen gibt Gott, Den Zwang die Not.
1659 Den Ziegel und den bösen Mann Niemand reinwaschen kann.
1659 Den Ziegel und den bösen Mann Niemand reinwaschen kann.
1660 Denk auf den alten Mann.
1660 Denk auf den alten Mann.
1661 Denk auf faule Tage und arbeite drauflos.
1661 Denk auf faule Tage und arbeite drauflos.
1662 Denk nicht daran, so tut's nicht weh.
1662 Denk nicht daran, so tut's nicht weh.
1663 Denk nichts, was nicht alle Leute wissen dürfen, Rede nichts, was nicht alle Leute hören dürfen, Tu nichts, was nicht alle Leute sehen dürfen.
1663 Denk nichts, was nicht alle Leute wissen dürfen, Rede nichts, was nicht alle Leute hören dürfen, Tu nichts, was nicht alle Leute sehen dürfen.
1664 Denk nimmer dran, Wer dir unrecht hat getan.
1664 Denk nimmer dran, Wer dir unrecht hat getan.
1665 Denk oft an den Tag, Den niemand vermeiden mag: Wer stets gedenkt zu sterben, Kann nimmermehr verderben.
1665 Denk oft an den Tag, Den niemand vermeiden mag: Wer stets gedenkt zu sterben, Kann nimmermehr verderben.
1666 Der Abend rot, der Morgen grau Bringt das schönste Tagesblau.
1666 Der Abend rot, der Morgen grau Bringt das schönste Tagesblau.
1667 Der Abwesende muß Haar lassen.
1667 Der Abwesende muß Haar lassen.
1668 Der Adel macht die Klöster reich und die Klöster den Adel arm.
1668 Der Adel macht die Klöster reich und die Klöster den Adel arm.
1669 Der Adler heckt keine Zeislein.
1669 Der Adler heckt keine Zeislein.
1670 Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.
1670 Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.
1671 Der Alchemie ist niemand wert.
1671 Der Alchemie ist niemand wert.
1672 Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen.
1672 Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen.
1673 Der alles will haben, soll nichts haben.
1673 Der alles will haben, soll nichts haben.
1674 Der alte Gott lebt noch.
1674 Der alte Gott lebt noch.
1675 Der alte Kaiser lebt noch.
1675 Der alte Kaiser lebt noch.
1676 Der alte Mann schmeckt nach dem jungen.
1676 Der alte Mann schmeckt nach dem jungen.
1677 Der Alten Rat, der Jungen Stab.
1677 Der Alten Rat, der Jungen Stab.
1678 Der Ältere teilt, der Jüngere kiest.
1678 Der Ältere teilt, der Jüngere kiest.
1679 Der Amboß erschrickt vor dem Hammer nicht.
1679 Der Amboß erschrickt vor dem Hammer nicht.
1680 Der Amboß fragt nach keinem Streich.
1680 Der Amboß fragt nach keinem Streich.
1681 Der Amboß ist des Lärms gewohnt.
1681 Der Amboß ist des Lärms gewohnt.
1682 Der Anfänger (Erfinder) ist aller Ehren wert.
1682 Der Anfänger (Erfinder) ist aller Ehren wert.
1683 Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
1683 Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
1684 Der Apfel schmeckt süß, um den man die Wache betrügt.
1684 Der Apfel schmeckt süß, um den man die Wache betrügt.
1685 Der Apfel sieht rot, doch sitzt ein Wurm darin.
1685 Der Apfel sieht rot, doch sitzt ein Wurm darin.
1686 Der Appetit kommt, wenn man was Gutes vor sich hat.
1686 Der Appetit kommt, wenn man was Gutes vor sich hat.
1687 Der April Setzt das Korn, wie er will.
1687 Der April Setzt das Korn, wie er will.
1688 Der Argwohn ist ein Schalk, und wie er ist, verdenkt er jedermann.
1688 Der Argwohn ist ein Schalk, und wie er ist, verdenkt er jedermann.
1689 Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.
1689 Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.
1690 Der Arme gehört hinter die Tür.
1690 Der Arme gehört hinter die Tür.
1691 Der Arme ißt, wann er was hat, der Reiche, wann er will.
1691 Der Arme ißt, wann er was hat, der Reiche, wann er will.
1692 Der Arme muß in den Sack.
1692 Der Arme muß in den Sack.
1693 Der Arme schläft in Sicherheit.
1693 Der Arme schläft in Sicherheit.
1694 Der ArmeHeißt Gott erbarme.
1694 Der ArmeHeißt Gott erbarme.
1695 Der Armen Herberg ist bei Helfdirgott.
1695 Der Armen Herberg ist bei Helfdirgott.
1696 Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.
1696 Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.
1697 Der auf halbem Weg umkehrt, irrt nur um die Hälfte.
1697 Der auf halbem Weg umkehrt, irrt nur um die Hälfte.
1698 Der auf übelm Weg ist, hat Not davon zu kommen.
1698 Der auf übelm Weg ist, hat Not davon zu kommen.
1699 Der Ausgang wird's lehren.
1699 Der Ausgang wird's lehren.
1700 Der Bart wackert den Mann.
1700 Der Bart wackert den Mann.
1701 Der Bart war früher als der Mann.
1701 Der Bart war früher als der Mann.
1702 Der Bart ziert den Mann.
1702 Der Bart ziert den Mann.
1703 Der Bauch hat keine Ohren.
1703 Der Bauch hat keine Ohren.
1704 Der Bauch ist ein böser Ratgeber.
1704 Der Bauch ist ein böser Ratgeber.
1705 Der Bauch ist ein großer Schalk.
1705 Der Bauch ist ein großer Schalk.
1706 Der Bauch ist ein Wirtshaus, Die Gäste gehen ein und aus.
1706 Der Bauch ist ein Wirtshaus, Die Gäste gehen ein und aus.
1707 Der Bauch ist ihm so weich wie mir.
1707 Der Bauch ist ihm so weich wie mir.
1708 Der Bauch läßt sich nichts vorlügen.
1708 Der Bauch läßt sich nichts vorlügen.
1709 Der Bauch macht Huren und Buben.
1709 Der Bauch macht Huren und Buben.
1710 Der Bauch macht uns alle zu Schelmen.
1710 Der Bauch macht uns alle zu Schelmen.
1711 Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.
1711 Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.
1712 Der Bauer glaubt nur seinem Vater.
1712 Der Bauer glaubt nur seinem Vater.
1713 Der Bauer Ist ein Lauer.
1713 Der Bauer Ist ein Lauer.
1714 Der Bauer ist nicht zu verderben, man hau' ihm denn Hand und Fuß ab.
1714 Der Bauer ist nicht zu verderben, man hau' ihm denn Hand und Fuß ab.
1715 Der Bauer ist nie ärmer, als wenn er eingesammelt hat.
1715 Der Bauer ist nie ärmer, als wenn er eingesammelt hat.
1716 Der Bauer ist stolzer als der Barbier, er darf auf sein Werk hofieren.
1716 Der Bauer ist stolzer als der Barbier, er darf auf sein Werk hofieren.
1717 Der Bauer muß dienen, wie er bespannt ist.
1717 Der Bauer muß dienen, wie er bespannt ist.
1718 Der Bauer und sein Stier Sind ein Tier.
1718 Der Bauer und sein Stier Sind ein Tier.
1719 Der Baum genießt seiner Äpfel nicht.
1719 Der Baum genießt seiner Äpfel nicht.
1720 Der Baum trägt sich selbst keine Äpfel.
1720 Der Baum trägt sich selbst keine Äpfel.
1721 Der beste Advokat, der schlimmste Nachbar.
1721 Der beste Advokat, der schlimmste Nachbar.
1722 Der beste Kegler kann wohl einmal einen Pudel werfen.
1722 Der beste Kegler kann wohl einmal einen Pudel werfen.
1723 Der beste Prediger ist die Zeit.
1723 Der beste Prediger ist die Zeit.
1724 Der beste Wanderer muß vorangehen.
1724 Der beste Wanderer muß vorangehen.
1725 Der Bettler greift nie fehl.
1725 Der Bettler greift nie fehl.
1726 Der Bettler hat vollauf ohne Müh und Arbeit.
1726 Der Bettler hat vollauf ohne Müh und Arbeit.
1727 Der Bettler sagt nie: es ist zuviel.
1727 Der Bettler sagt nie: es ist zuviel.
1728 Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.
1728 Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.
1729 Der Bettler treibt das goldne faule Handwerk, davon er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.
1729 Der Bettler treibt das goldne faule Handwerk, davon er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.
1730 Der Bock läßt wohl von Bart, Aber nicht von Art.
1730 Der Bock läßt wohl von Bart, Aber nicht von Art.
1731 Der Bock traut der Geiß, Was er selbst wohl weiß. l* Wer den Boden im Wasser nicht sieht, der lasse den Fuß heraus.
1731 Der Bock traut der Geiß, Was er selbst wohl weiß. l* Wer den Boden im Wasser nicht sieht, der lasse den Fuß heraus.
1732 Der Bock weiß, daß er Hörner hat.
1732 Der Bock weiß, daß er Hörner hat.
1733 Der Bolz findet die Meise wohl.
1733 Der Bolz findet die Meise wohl.
1734 Der Borger muß auf den Zahler denken.
1734 Der Borger muß auf den Zahler denken.
1735 Der Böse ist nimmer böse, denn so er sich fromm stellt.
1735 Der Böse ist nimmer böse, denn so er sich fromm stellt.
1736 Der Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.
1736 Der Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.
1737 Der Brei wird nicht so heiß gegessen, als er aufgetragen wird.
1737 Der Brei wird nicht so heiß gegessen, als er aufgetragen wird.
1738 Der Bube bleibt ein Bube auch unter dem Chorrock.
1738 Der Bube bleibt ein Bube auch unter dem Chorrock.
1739 Der Buchstabe ist ein Sklave.
1739 Der Buchstabe ist ein Sklave.
1740 Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.
1740 Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.
1741 Der Buhler Zank Ist der Liebe Anfang.
1741 Der Buhler Zank Ist der Liebe Anfang.
1742 Der Buhler Zorn Ist der Liebe Sporn.
1742 Der Buhler Zorn Ist der Liebe Sporn.
1743 Der Büttel löst das Gebot auf, das der Amtmann schließt.
1743 Der Büttel löst das Gebot auf, das der Amtmann schließt.
1744 Der da hat die Kühe, Der hab' auch die Mühe.
1744 Der da hat die Kühe, Der hab' auch die Mühe.
1745 Der da hat keine Mühe, Dem gibt man die Kühe, Und der da hat die Mühe, Dem nimmt man die Kühe Und gibt ihm die Brühe.
1745 Der da hat keine Mühe, Dem gibt man die Kühe, Und der da hat die Mühe, Dem nimmt man die Kühe Und gibt ihm die Brühe.
1746 Der das Kleine in Ehren hält, ist des Großen desto würdiger.
1746 Der das Kleine in Ehren hält, ist des Großen desto würdiger.
1747 Der dem Kläffer nicht in seine Nachrede fällt, der bestellt ihn.
1747 Der dem Kläffer nicht in seine Nachrede fällt, der bestellt ihn.
1748 Der den Mond gemacht hat, weiß wohl, wie alt er ist.
1748 Der den Mond gemacht hat, weiß wohl, wie alt er ist.
1749 Der den Sack aufhebt, ist so schlimm, als der hineinschüttet.
1749 Der den Sack aufhebt, ist so schlimm, als der hineinschüttet.
1750 Der Dieb meint, sie stehlen alle.
1750 Der Dieb meint, sie stehlen alle.
1751 Der Diener Ehre, der Herren Ehre.
1751 Der Diener Ehre, der Herren Ehre.
1752 Der Edelleute Feste fallen selten in den Christmond.
1752 Der Edelleute Feste fallen selten in den Christmond.
1753 Der Edelwein am Rhein Muß aller König sein.
1753 Der Edelwein am Rhein Muß aller König sein.
1754 Der Edle zürnt nicht lange.
1754 Der Edle zürnt nicht lange.
1755 Der Egel läßt nicht ab, er sei denn Blutes voll.
1755 Der Egel läßt nicht ab, er sei denn Blutes voll.
1756 Der Eid ist ein End alles Haders.
1756 Der Eid ist ein End alles Haders.
1757 Der eine fängt den Hasen, der andre ißt ihn.
1757 Der eine fängt den Hasen, der andre ißt ihn.
1758 Der eine fiedert die Pfeile, der andere verschießt sie.
1758 Der eine fiedert die Pfeile, der andere verschießt sie.
1759 Der eine gewinnt seine Nahrung mit Sitzen, Der andre mit Laufen und Schwitzen.
1759 Der eine gewinnt seine Nahrung mit Sitzen, Der andre mit Laufen und Schwitzen.
1760 Der eine gibt mir Geld, der andre bezahlt mich.
1760 Der eine gibt mir Geld, der andre bezahlt mich.
1761 Der eine hat Arbeit und Fleiß, Der andre Nutzen und Preis.
1761 Der eine hat Arbeit und Fleiß, Der andre Nutzen und Preis.
1762 Der eine hat den Genuß, Der andre den Verdruß.
1762 Der eine hat den Genuß, Der andre den Verdruß.
1763 Der eine hat die Mühe, Der andre hat die Brühe.
1763 Der eine hat die Mühe, Der andre hat die Brühe.
1764 Der eine hat Glück, der andre sät darauf.
1764 Der eine hat Glück, der andre sät darauf.
1765 Der eine ist von Roggenstroh, Der andre ebenso.
1765 Der eine ist von Roggenstroh, Der andre ebenso.
1766 Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.
1766 Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.
1767 Der eine rafft die Steine, der andre wirft sie.
1767 Der eine rafft die Steine, der andre wirft sie.
1768 Der eine sät, der andre schneidet, der dritte scheuert ein.
1768 Der eine sät, der andre schneidet, der dritte scheuert ein.
1769 Der eine sät, der andre schneidet.
1769 Der eine sät, der andre schneidet.
1770 Der eine schlägt den Nagel ein, der andre hängt den Hut daran.
1770 Der eine schlägt den Nagel ein, der andre hängt den Hut daran.
1771 Der einen beleidigt, dräut vielen.
1771 Der einen beleidigt, dräut vielen.
1772 Der Einsame ist entweder ein Engel oder ein Teufel.
1772 Der Einsame ist entweder ein Engel oder ein Teufel.
1773 Der Elster ist ein Ei gestohlen!
1773 Der Elster ist ein Ei gestohlen!
1774 Der Erben Weinen ist heimlich Lachen.
1774 Der Erben Weinen ist heimlich Lachen.
1775 Der erste auf der Mühle schüttet.
1775 Der erste auf der Mühle schüttet.
1776 Der erste beim Feuer setzt sich am nächsten.
1776 Der erste beim Feuer setzt sich am nächsten.
1777 Der erste beim Herd setzt seinen Topf, wohin er will.
1777 Der erste beim Herd setzt seinen Topf, wohin er will.
1778 Der erste Betrug ist ärger als der letzte.
1778 Der erste Betrug ist ärger als der letzte.
1779 Der erste fängt an.
1779 Der erste fängt an.
1780 Der erste Finder ist auch der erste Muter.
1780 Der erste Finder ist auch der erste Muter.
1781 Der erste in der Schüssel, der letzte heraus.
1781 Der erste in der Schüssel, der letzte heraus.
1782 Der erste Kauf ist der beste.
1782 Der erste Kauf ist der beste.
1783 Der erste Kaufmann der beste.
1783 Der erste Kaufmann der beste.
1784 Der erste Pillendreher war der Geißbock.
1784 Der erste Pillendreher war der Geißbock.
1785 Der erste und letzte, die über den See gehn, ertrinken.
1785 Der erste und letzte, die über den See gehn, ertrinken.
1786 Der erste Wurf taugt nichts.
1786 Der erste Wurf taugt nichts.
1787 Der Esel hat lieber Stroh denn Gold.
1787 Der Esel hat lieber Stroh denn Gold.
1788 Der Esel hat von Jugend auf graue Haare.
1788 Der Esel hat von Jugend auf graue Haare.
1789 Der Esel schimpft das Maul[tier] Langohr.
1789 Der Esel schimpft das Maul[tier] Langohr.
1790 Der Esel trägt das Korn in die Mühle und bekommt Disteln.
1790 Der Esel trägt das Korn in die Mühle und bekommt Disteln.
1791 Der Esel und sein Treiber denken nicht überein.
1791 Der Esel und sein Treiber denken nicht überein.
1792 Der Esel will geschlagen, der Pöbel mit Gewalt regiert sein.
1792 Der Esel will geschlagen, der Pöbel mit Gewalt regiert sein.
1793 Der Esel will's mit dem Löwen aufnehmen.
1793 Der Esel will's mit dem Löwen aufnehmen.
1794 Der ewige Frieden ist auf dem Kirchhofe.
1794 Der ewige Frieden ist auf dem Kirchhofe.
1795 Der Faule hat keine Färbung.
1795 Der Faule hat keine Färbung.
1796 Der Faule spricht: es will nicht Nacht werden.
1796 Der Faule spricht: es will nicht Nacht werden.
1797 Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt.
1797 Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt.
1798 Der Faule trägt, der Fleißige läuft sich zu Tode.
1798 Der Faule trägt, der Fleißige läuft sich zu Tode.
1799 Der Faulen ist es ein guter Schutz, daß sie ein Kindlein hat.
1799 Der Faulen ist es ein guter Schutz, daß sie ein Kindlein hat.
1800 Der Faulenz und das Lüderli Sind zwei Zwillingsbrüderli.
1800 Der Faulenz und das Lüderli Sind zwei Zwillingsbrüderli.
1801 Der faulsten Sau gehört allweg der größte Dreck.
1801 Der faulsten Sau gehört allweg der größte Dreck.
1802 Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.
1802 Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.
1803 Der fetten Sau schmiert man nicht den Balg.
1803 Der fetten Sau schmiert man nicht den Balg.
1804 Der Finger lehrt den Hintern –.
1804 Der Finger lehrt den Hintern –.
1805 Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.
1805 Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.
1806 Der Fisch ist gern im Wasser, der Vogel in der Luft, das brave Weib daheim.
1806 Der Fisch ist gern im Wasser, der Vogel in der Luft, das brave Weib daheim.
1807 Der Fisch will dreimal schwimmen, im Wasser, im Schmalz und im Wein.
1807 Der Fisch will dreimal schwimmen, im Wasser, im Schmalz und im Wein.
1808 Der Fisch will schwimmen.
1808 Der Fisch will schwimmen.
1809 Der Fleißige tut sich nimmer genug.
1809 Der Fleißige tut sich nimmer genug.
1810 Der Flicken muß allemal größer sein als das Loch.
1810 Der Flicken muß allemal größer sein als das Loch.
1811 Der flieht das Licht wie der Teufel das Kreuz.
1811 Der flieht das Licht wie der Teufel das Kreuz.
1812 Der Fraß richtet sich mit den Zähnen sein Grab zu.
1812 Der Fraß richtet sich mit den Zähnen sein Grab zu.
1813 Der Frau Augen kochen wohl, die der Magd nicht.
1813 Der Frau Augen kochen wohl, die der Magd nicht.
1814 Der Freunde müssen mindestens zwei sein.
1814 Der Freunde müssen mindestens zwei sein.
1815 Der Fromme liebt jeden, der Böse niemand.
1815 Der Fromme liebt jeden, der Böse niemand.
1816 Der Frommen Gesellschaft ist aller Heiligen Gemeinschaft.
1816 Der Frommen Gesellschaft ist aller Heiligen Gemeinschaft.
1817 Der Frosch läßt das Quaken nicht.
1817 Der Frosch läßt das Quaken nicht.
1818 Der Fuchs ändert den Balg Und bleibt ein Schalk; Der Wolf ändert das Haar Und bleibt, wie er war.
1818 Der Fuchs ändert den Balg Und bleibt ein Schalk; Der Wolf ändert das Haar Und bleibt, wie er war.
1819 Der Fuchs ändert den Pelz und behält den Schalk.
1819 Der Fuchs ändert den Pelz und behält den Schalk.
1820 Der Fuchs geht nicht zum zweitenmal ins Garn.
1820 Der Fuchs geht nicht zum zweitenmal ins Garn.
1821 Der Fuchs grüßt den Zaun um des Gartens willen.
1821 Der Fuchs grüßt den Zaun um des Gartens willen.
1822 Der Fuchs kann seinen Schwanz nicht bergen.
1822 Der Fuchs kann seinen Schwanz nicht bergen.
1823 Der Fuchs verkehrt wohl seine Haut, aber nicht sein Gemüt.
1823 Der Fuchs verkehrt wohl seine Haut, aber nicht sein Gemüt.
1824 Der Funke glimmt auch unter der toten Asche.
1824 Der Funke glimmt auch unter der toten Asche.
1825 Der Gang vermag tausend Gulden.
1825 Der Gang vermag tausend Gulden.
1826 Der Geduldige treibt den Ungeduldigen aus dem Lande.
1826 Der Geduldige treibt den Ungeduldigen aus dem Lande.
1827 Der Geiz hat keinen Boden.
1827 Der Geiz hat keinen Boden.
1828 Der Geiz hat seinen Gott im Kasten.
1828 Der Geiz hat seinen Gott im Kasten.
1829 Der Geiz ist die Wurzel alles Übels.
1829 Der Geiz ist die Wurzel alles Übels.
1830 Der Geiz ist seine eigene Stiefmutter.
1830 Der Geiz ist seine eigene Stiefmutter.
1831 Der Geiz macht sich seine Höllenfahrt sauer.
1831 Der Geiz macht sich seine Höllenfahrt sauer.
1832 Der Geiz muß Hunger leiden, weil der Teufel den Schlüssel zum Geldkasten hat.
1832 Der Geiz muß Hunger leiden, weil der Teufel den Schlüssel zum Geldkasten hat.
1833 Der Geiz und der Bettelsack sind bodenlos.
1833 Der Geiz und der Bettelsack sind bodenlos.
1834 Der Geiz wächst mit dem Gelde.
1834 Der Geiz wächst mit dem Gelde.
1835 Der Geiz will nicht leiden, daß man das Licht bei ihm anzünde.
1835 Der Geiz will nicht leiden, daß man das Licht bei ihm anzünde.
1836 Der Geizige ist das Roß, das Wein fährt und Wasser säuft.
1836 Der Geizige ist das Roß, das Wein fährt und Wasser säuft.
1837 Der Geizige ist ein reicher Bettler.
1837 Der Geizige ist ein reicher Bettler.
1838 Der Geizige trägt seine Seele feil.
1838 Der Geizige trägt seine Seele feil.
1839 Der Geld auf Bodmerei gibt, läuft Risiko dafür.
1839 Der Geld auf Bodmerei gibt, läuft Risiko dafür.
1840 Der gelindeste Weg ist der beste.
1840 Der gelindeste Weg ist der beste.
1841 Der gerade Weg ist der beste.
1841 Der gerade Weg ist der beste.
1842 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs.
1842 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs.
1843 Der Gerechte muß viel leiden.
1843 Der Gerechte muß viel leiden.
1844 Der gesamten Hand muß man Folge leisten.
1844 Der gesamten Hand muß man Folge leisten.
1845 Der Gesandte ist unverletzlich.
1845 Der Gesandte ist unverletzlich.
1846 Der Gescheite soll den Narren auf dem Rücken tragen.
1846 Der Gescheite soll den Narren auf dem Rücken tragen.
1847 Der Gescheitere gibt nach.
1847 Der Gescheitere gibt nach.
1848 Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer.
1848 Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer.
1849 Der Gesunde kann dem Kranken wohl raten.
1849 Der Gesunde kann dem Kranken wohl raten.
1850 Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.
1850 Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.
1851 Der getreue Eckart warnt jedermann.
1851 Der getreue Eckart warnt jedermann.
1852 Der gewinnt mit Geben, der Würdigen gibt.
1852 Der gewinnt mit Geben, der Würdigen gibt.
1853 Der gewinnt übel, der alles vertut.
1853 Der gewinnt übel, der alles vertut.
1854 Der Glaube macht selig, der Tod störrig.
1854 Der Glaube macht selig, der Tod störrig.
1855 Der Glaube macht selig.
1855 Der Glaube macht selig.
1856 Der Glauben empfängt, die Liebe gibt.
1856 Der Glauben empfängt, die Liebe gibt.
1857 Der Gläubigen Vaterunser und heiße Tränen sind wohl zu fürchten.
1857 Der Gläubigen Vaterunser und heiße Tränen sind wohl zu fürchten.
1858 Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.
1858 Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.
1859 Der Greis Verkehrt selten seine Weis.
1859 Der Greis Verkehrt selten seine Weis.
1860 Der Grindige kratzt sich leicht blutig.
1860 Der Grindige kratzt sich leicht blutig.
1861 Der Groschen, den die Frau erspart, ist so gut, als den der Mann erobert.
1861 Der Groschen, den die Frau erspart, ist so gut, als den der Mann erobert.
1862 Der größte Schritt ist der aus der Tür.
1862 Der größte Schritt ist der aus der Tür.
1863 Der gut ins Holz ruft, kriegt eine gute Antwort.
1863 Der gut ins Holz ruft, kriegt eine gute Antwort.
1864 Der gut kaut, Der gut verdaut.
1864 Der gut kaut, Der gut verdaut.
1865 Der Gutgenug hat sein Lebtag nichts getaugt.
1865 Der Gutgenug hat sein Lebtag nichts getaugt.
1866 Der Gutgenug macht's schlecht genug.
1866 Der Gutgenug macht's schlecht genug.
1867 Der Haber wird nicht vor der Gerste reif.
1867 Der Haber wird nicht vor der Gerste reif.
1868 Der Hahn ist König auf seinem Miste.
1868 Der Hahn ist König auf seinem Miste.
1869 Der Hahn kann nicht so viel zusammentragen, als die Henne verscharren mag.
1869 Der Hahn kann nicht so viel zusammentragen, als die Henne verscharren mag.
1870 Der Hahn kräht am kühnsten auf eigenem Mist.
1870 Der Hahn kräht am kühnsten auf eigenem Mist.
1871 Der Hahn kräht, so er die Henne getreten.
1871 Der Hahn kräht, so er die Henne getreten.
1872 Der Hahn schließt die Augen, eh er kräht – weil er's auswendig kann.
1872 Der Hahn schließt die Augen, eh er kräht – weil er's auswendig kann.
1873 Der Hammer und der Amboß Geben harten Widerstoß.
1873 Der Hammer und der Amboß Geben harten Widerstoß.
1874 Der Harnisch ist gut, wer sein zu brauchen weiß.
1874 Der Harnisch ist gut, wer sein zu brauchen weiß.
1875 Der Hase geht selbander zu Busch und kommt selbfünfzehnter wieder.
1875 Der Hase geht selbander zu Busch und kommt selbfünfzehnter wieder.
1876 Der hat einen gelenken Kopf, der sich vorn und hinten flöhen kann.
1876 Der hat einen gelenken Kopf, der sich vorn und hinten flöhen kann.
1877 Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.
1877 Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.
1878 Der Hausfriede kommt von der Hausfrau.
1878 Der Hausfriede kommt von der Hausfrau.
1879 Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.
1879 Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.
1880 Der Hehler Macht den Stehler.
1880 Der Hehler Macht den Stehler.
1881 Der heilige Sebastian ist gut, sprach der Mönch: wie ich auch mit ihm teile, so schweigt er und ist zufrieden.
1881 Der heilige Sebastian ist gut, sprach der Mönch: wie ich auch mit ihm teile, so schweigt er und ist zufrieden.
1882 Der Heiligen Gut hat der Wehre nicht.
1882 Der Heiligen Gut hat der Wehre nicht.
1883 Der Heireri sieht nit wohl, hört nit wohl und kann nit recht reden, drum muß er ein Pfarrer werden.
1883 Der Heireri sieht nit wohl, hört nit wohl und kann nit recht reden, drum muß er ein Pfarrer werden.
1884 Der Henker ist ein scharfer Barbier.
1884 Der Henker ist ein scharfer Barbier.
1885 Der Henker schlägt dem, so vor ihm ist, den Kopf ab und dräut denen, die hinter ihm sind.
1885 Der Henker schlägt dem, so vor ihm ist, den Kopf ab und dräut denen, die hinter ihm sind.
1886 Der Herr sieht mit einem Auge mehr als der Knecht mit vieren.
1886 Der Herr sieht mit einem Auge mehr als der Knecht mit vieren.
1887 Der Herr soll von Linden sein, der Knecht von Eichen.
1887 Der Herr soll von Linden sein, der Knecht von Eichen.
1888 Der Herren Güter sind nicht denen, die sie verdienen, sondern denen man sie gönnt.
1888 Der Herren Güter sind nicht denen, die sie verdienen, sondern denen man sie gönnt.
1889 Der Herren Sachen Sind Sorgen und Wachen.
1889 Der Herren Sachen Sind Sorgen und Wachen.
1890 Der Herren Sünde, der Bauern Buße.
1890 Der Herren Sünde, der Bauern Buße.
1891 Der heutige Tag ist des gestrigen Jünger.
1891 Der heutige Tag ist des gestrigen Jünger.
1892 Der Himmel ist hoch, man kann sich nicht dran halten.
1892 Der Himmel ist hoch, man kann sich nicht dran halten.
1893 Der Himmel ist nicht für die Gänse erbaut; für die Gottlosen aber auch nicht.
1893 Der Himmel ist nicht für die Gänse erbaut; für die Gottlosen aber auch nicht.
1894 Der Himmel ist schwer zu verdienen, sprach der Abt, als er vom Bette fiel und die Nonne ein Bein brach.
1894 Der Himmel ist schwer zu verdienen, sprach der Abt, als er vom Bette fiel und die Nonne ein Bein brach.
1895 Der Himmel ist uns überall gleich nahe.
1895 Der Himmel ist uns überall gleich nahe.
1896 Der Himmel läßt der Ziege den Schwanz nicht zu lang wachsen.
1896 Der Himmel läßt der Ziege den Schwanz nicht zu lang wachsen.
1897 Der hinkende Bote kommt hinterdrein.
1897 Der hinkende Bote kommt hinterdrein.
1898 Der Honig ist nicht weit vom Stachel.
1898 Der Honig ist nicht weit vom Stachel.
1899 Der Horcher an der Wand Hört seine eigne Schand.
1899 Der Horcher an der Wand Hört seine eigne Schand.
1900 Der Hosenteufel findet Statt Seit Adams grünem Feigenblatt.
1900 Der Hosenteufel findet Statt Seit Adams grünem Feigenblatt.
1901 Der Hund frißt wieder, was er gespien hat.
1901 Der Hund frißt wieder, was er gespien hat.
1902 Der Hund ist tapfer auf seinem Mist.
1902 Der Hund ist tapfer auf seinem Mist.
1903 Der Hund kennt sein Bein.
1903 Der Hund kennt sein Bein.
1904 Der Hund weiß seines Herrn Willen wohl.
1904 Der Hund weiß seines Herrn Willen wohl.
1905 Der Hund wird nicht ledig, ob er gleich in die Kette beißt.
1905 Der Hund wird nicht ledig, ob er gleich in die Kette beißt.
1906 Der Hund, der den Hasen aufspürt, ist so gut, als der ihn fängt.
1906 Der Hund, der den Hasen aufspürt, ist so gut, als der ihn fängt.
1907 Der Hunger findet den Doktorhut.
1907 Der Hunger findet den Doktorhut.
1908 Der Hunger Ist ein Unger.
1908 Der Hunger Ist ein Unger.
1909 Der Hunger kostet wenig, der Überdruß viel.
1909 Der Hunger kostet wenig, der Überdruß viel.
1910 Der Hunger macht alle Speise süß, allein sich selbst nicht.
1910 Der Hunger macht alle Speise süß, allein sich selbst nicht.
1911 Der Hunger treibt den Wolf aus dem Busch.
1911 Der Hunger treibt den Wolf aus dem Busch.
1912 Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis.
1912 Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis.
1913 Der ist arm, den Sorgen grau machen.
1913 Der ist arm, den Sorgen grau machen.
1914 Der ist der Mann, Der sich selbst regieren kann.
1914 Der ist der Mann, Der sich selbst regieren kann.
1915 Der ist ein Gestreichter, so mit dem Engel gestritten hat.
1915 Der ist ein Gestreichter, so mit dem Engel gestritten hat.
1916 Der ist ein kluger Mann, Der sich in Menschen schicken kann.
1916 Der ist ein kluger Mann, Der sich in Menschen schicken kann.
1917 Der ist ein Narr, der sich nimmt an, Was er nicht vollbringen kann.
1917 Der ist ein Narr, der sich nimmt an, Was er nicht vollbringen kann.
1918 Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt.
1918 Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt.
1919 Der ist gar ein weiser Mann, Der von Holdem Abbrech machen kann.
1919 Der ist gar ein weiser Mann, Der von Holdem Abbrech machen kann.
1920 Der ist lange tot, der vorm Jahre starb.
1920 Der ist lange tot, der vorm Jahre starb.
1921 Der ist nicht frei, der dem Teufel zu eigen ist.
1921 Der ist nicht frei, der dem Teufel zu eigen ist.
1922 Der ist recht edel in der Welt, Der Tugend liebt und nicht das Geld.
1922 Der ist recht edel in der Welt, Der Tugend liebt und nicht das Geld.
1923 Der ist reich, des Reichtum niemand weiß.
1923 Der ist reich, des Reichtum niemand weiß.
1924 Der Jugend Fleiß, des Alters Ehre.
1924 Der Jugend Fleiß, des Alters Ehre.
1925 Der Jugend ist man von Natur hold.
1925 Der Jugend ist man von Natur hold.
1926 Der Jugend Lehre, Der Alten Ehre.
1926 Der Jugend Lehre, Der Alten Ehre.
1927 Der Junge kann sterben, der Alte muß sterben.
1927 Der Junge kann sterben, der Alte muß sterben.
1928 Der Junge steigt, wenn der Alte fällt.
1928 Der Junge steigt, wenn der Alte fällt.
1929 Der Jungen Tat, Der Alten Rat, Der Männer Mut Sind allzeit gut.
1929 Der Jungen Tat, Der Alten Rat, Der Männer Mut Sind allzeit gut.
1930 Der Jünger ist nicht über seinen Meister.
1930 Der Jünger ist nicht über seinen Meister.
1931 Der jüngste Bodmereibrief geht allen andern dergleichen vor.
1931 Der jüngste Bodmereibrief geht allen andern dergleichen vor.
1932 Der Kaiser hat mich lieb und wert, Wo wäre, der mich nicht begehrt? spricht der Pfennig.
1932 Der Kaiser hat mich lieb und wert, Wo wäre, der mich nicht begehrt? spricht der Pfennig.
1933 Der Kaiser ist aller Eltern Vormund.
1933 Der Kaiser ist aller Eltern Vormund.
1934 Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.
1934 Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.
1935 Der kann nicht reden, der nicht kann schweigen.
1935 Der kann nicht reden, der nicht kann schweigen.
1936 Der Katze, die den Spieß leckt, vertrau den Braten nicht.
1936 Der Katze, die den Spieß leckt, vertrau den Braten nicht.
1937 Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.
1937 Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.
1938 Der Kesselschilt immer den Ofentopf.
1938 Der Kesselschilt immer den Ofentopf.
1939 Der Kinder Wille steckt in der Rute.
1939 Der Kinder Wille steckt in der Rute.
1940 Der Kinnbacken ist des Alten Stütze.
1940 Der Kinnbacken ist des Alten Stütze.
1941 Der Kitzel ist der Vettel noch nicht vergangen.
1941 Der Kitzel ist der Vettel noch nicht vergangen.
1942 Der Kläger hat's wohl, wenn nur der Prahler etwas hätte!
1942 Der Kläger hat's wohl, wenn nur der Prahler etwas hätte!
1943 Der Klügere gibt nach.
1943 Der Klügere gibt nach.
1944 Der Knüppel liegt beim Hunde.
1944 Der Knüppel liegt beim Hunde.
1945 Der Koch muß seines Herren Zunge haben.
1945 Der Koch muß seines Herren Zunge haben.
1946 Der Koch wird vom Geruch satt.
1946 Der Koch wird vom Geruch satt.
1947 Der kommt nimmer in den Wald, der jeden Strauch fürchtet.
1947 Der kommt nimmer in den Wald, der jeden Strauch fürchtet.
1948 Der kommt noch nach Haus und bringt seine Knochen im Sacktuch mit.
1948 Der kommt noch nach Haus und bringt seine Knochen im Sacktuch mit.
1949 Der König kann nicht allweg regieren, wie er will.
1949 Der König kann nicht allweg regieren, wie er will.
1950 Der Könige Zorn ist ein Vorbote des Todes.
1950 Der Könige Zorn ist ein Vorbote des Todes.
1951 Der Kopf ist stärker als die Hände.
1951 Der Kopf ist stärker als die Hände.
1952 Der Kopf muß oben, die Füße unten sein.
1952 Der Kopf muß oben, die Füße unten sein.
1953 Der Krämer wird länger leben wie seine Elle.
1953 Der Krämer wird länger leben wie seine Elle.
1954 Der Kranke hofft, dieweil ihm der Odem ausgeht.
1954 Der Kranke hofft, dieweil ihm der Odem ausgeht.
1955 Der Kranke spart nichts als die Schuhe.
1955 Der Kranke spart nichts als die Schuhe.
1956 Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.
1956 Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.
1957 Der Krüppel kann nicht hinken.
1957 Der Krüppel kann nicht hinken.
1958 Der Kuckuck behält seinen Gesang, Die Glock ihren Klang, Der Krebs seinen Gang, Narr bleibt Narr sein Leben lang.
1958 Der Kuckuck behält seinen Gesang, Die Glock ihren Klang, Der Krebs seinen Gang, Narr bleibt Narr sein Leben lang.
1959 Der Kuckuck ruft seinen eignen Namen.
1959 Der Kuckuck ruft seinen eignen Namen.
1960 Der Kunst ist niemand gram, als der sie nicht kann.
1960 Der Kunst ist niemand gram, als der sie nicht kann.
1961 Der Küster ist des Pfarrers Selfkant.
1961 Der Küster ist des Pfarrers Selfkant.
1962 Der lange Spieß gilt nicht.
1962 Der lange Spieß gilt nicht.
1963 Der leere Wagen muß dem vollen ausweichen.
1963 Der leere Wagen muß dem vollen ausweichen.
1964 Der Leib ist das Hauptgut.
1964 Der Leib ist das Hauptgut.
1965 Der Leider behält das Land.
1965 Der Leider behält das Land.
1966 Der letzte hat den Sack gestohlen.
1966 Der letzte hat den Sack gestohlen.
1967 Der letzte macht die Tür zu.
1967 Der letzte macht die Tür zu.
1968 Der Liebe Lust währt so lang als ein Löffel von Brot.
1968 Der Liebe Lust währt so lang als ein Löffel von Brot.
1969 Der Liebe Mund Küßt auch den Hund.
1969 Der Liebe Mund Küßt auch den Hund.
1970 Der liebe Niemand ist an allem schuld.
1970 Der liebe Niemand ist an allem schuld.
1971 Der Liebe und dem Feuer muß man beizeiten wehren.
1971 Der Liebe und dem Feuer muß man beizeiten wehren.
1972 Der Liebe Wunden kann nur heilen, der sie schlug.
1972 Der Liebe Wunden kann nur heilen, der sie schlug.
1973 Der listige Fuchs wird doch endlich unterm Arm zur Kirche getragen.
1973 Der listige Fuchs wird doch endlich unterm Arm zur Kirche getragen.
1974 Der Loser an der Wand Hört seine eigne Schand.
1974 Der Loser an der Wand Hört seine eigne Schand.
1975 Der Lügner fängt sich selbst in seiner Lüge.
1975 Der Lügner fängt sich selbst in seiner Lüge.
1976 Der Lügner trägt des Teufels Livree.
1976 Der Lügner trägt des Teufels Livree.
1977 Der Lügner und der Dieb wohnen unter einem Dache.
1977 Der Lügner und der Dieb wohnen unter einem Dache.
1978 Der Lump gilt nichts, wo die Leute teuer sind.
1978 Der Lump gilt nichts, wo die Leute teuer sind.
1979 Der Mächtige steckt den andern in den Sack.
1979 Der Mächtige steckt den andern in den Sack.
1980 Der Magd Sonntag ist der Kühe stiller Freitag.
1980 Der Magd Sonntag ist der Kühe stiller Freitag.
1981 Der Magen ist ein offener Schaden.
1981 Der Magen ist ein offener Schaden.
1982 Der Mahner soll nicht gleich den Beutel mitnehmen.
1982 Der Mahner soll nicht gleich den Beutel mitnehmen.
1983 Der Maler kennt die Farben am besten.
1983 Der Maler kennt die Farben am besten.
1984 Der Mann (gehört) in den Rat, Die Frau ins Bad.
1984 Der Mann (gehört) in den Rat, Die Frau ins Bad.
1985 Der Mann im Monde hat das Holz gestohlen.
1985 Der Mann im Monde hat das Holz gestohlen.
1986 Der Mann ist das Haupt, die Frau sein Hut.
1986 Der Mann ist das Haupt, die Frau sein Hut.
1987 Der Mann ist ehrenwert, Der alle Dinge zum Besten kehrt.
1987 Der Mann ist ehrenwert, Der alle Dinge zum Besten kehrt.
1988 Der Mann ist nicht besser als sein Wort.
1988 Der Mann ist nicht besser als sein Wort.
1989 Der Mann ist weis und wohlgelehrt, Der alle Ding zum Besten kehrt.
1989 Der Mann ist weis und wohlgelehrt, Der alle Ding zum Besten kehrt.
1990 Der Mann kann nicht so viel zum Tor hereinbringen als die Frau zum Hinterpförtchen heraustragen.
1990 Der Mann kann nicht so viel zum Tor hereinbringen als die Frau zum Hinterpförtchen heraustragen.
1991 Der Mann macht Nägel mit Köpfen.
1991 Der Mann macht Nägel mit Köpfen.
1992 Der Mann muß Haar lassen, er mag eine Alte oder Junge heiraten.
1992 Der Mann muß Haar lassen, er mag eine Alte oder Junge heiraten.
1993 Der Mann taub und die Frau stumm gibt die besten Ehen.
1993 Der Mann taub und die Frau stumm gibt die besten Ehen.
1994 Der Mann wird reich, dem die Frauen übel geraten und die Immen wohl.
1994 Der Mann wird reich, dem die Frauen übel geraten und die Immen wohl.
1995 Der Mann zerbricht die Häfen, die Frau die Schüsseln.
1995 Der Mann zerbricht die Häfen, die Frau die Schüsseln.
1996 Der Männer Ehr ist auch der Frauen Ehre, der Frauen Schand ist auch der Männer Schande.
1996 Der Männer Ehr ist auch der Frauen Ehre, der Frauen Schand ist auch der Männer Schande.
1997 Der Mantel ist des, den er deckt; die Welt des, der ihrer genießt.
1997 Der Mantel ist des, den er deckt; die Welt des, der ihrer genießt.
1998 Der Markt lehrt dich's, nicht der Tempel.
1998 Der Markt lehrt dich's, nicht der Tempel.
1999 Der März Nimmt alte Leute beim Sterz.
1999 Der März Nimmt alte Leute beim Sterz.
2000 Der März Schüttelt den Sterz.
2000 Der März Schüttelt den Sterz.
2001 Der Mausdreck will allzeit unter den Pfeffer.
2001 Der Mausdreck will allzeit unter den Pfeffer.
2002 Der Meiner und der Lügner sind zwei Brüder.
2002 Der Meiner und der Lügner sind zwei Brüder.
2003 Der Meister einer Kunst nährt Weib und sieben Kinder; ein Meister aller sieben Künste nährt sich selber nicht.
2003 Der Meister einer Kunst nährt Weib und sieben Kinder; ein Meister aller sieben Künste nährt sich selber nicht.
2004 Der Mensch denkt, Gott lenkt.
2004 Der Mensch denkt, Gott lenkt.
2005 Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.
2005 Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.
2006 Der Mensch ist zur Arbeit wie der Vogel zum Fliegen gemacht.
2006 Der Mensch ist zur Arbeit wie der Vogel zum Fliegen gemacht.
2007 Der Mensch kann alles, was er will.
2007 Der Mensch kann alles, was er will.
2008 Der Mensch kann arzneien, Gott gibt das Gedeihen.
2008 Der Mensch kann arzneien, Gott gibt das Gedeihen.
2009 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
2009 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
2010 Der Mensch liebt nur einmal.
2010 Der Mensch liebt nur einmal.
2011 Der Milde gibt sich reich, der Geizhals nimmt sich arm.
2011 Der Milde gibt sich reich, der Geizhals nimmt sich arm.
2012 Der Milde hat allein, was er gegeben hat.
2012 Der Milde hat allein, was er gegeben hat.
2013 Der Mönch antwortet, wie der Abt singt.
2013 Der Mönch antwortet, wie der Abt singt.
2014 Der Mönch legt die Kutte wohl ab, aber nicht den Sinn.
2014 Der Mönch legt die Kutte wohl ab, aber nicht den Sinn.
2015 Der Morgen grau, der Abend rot Ist ein guter Wetterbot.
2015 Der Morgen grau, der Abend rot Ist ein guter Wetterbot.
2016 Der Morgen sorgt, der Abend verzehrt.
2016 Der Morgen sorgt, der Abend verzehrt.
2017 Der Mühe Gibt Gott Schaf und Kühe.
2017 Der Mühe Gibt Gott Schaf und Kühe.
2018 Der Müller ist fromm, so Haare auf den Zähnen (oder in der Hand) hat.
2018 Der Müller ist fromm, so Haare auf den Zähnen (oder in der Hand) hat.
2019 Der Müller mit der Metzen, Der Weber mit der Krätzen, Der Schneider mit der Scher, Wo kommt ihr Diebe her?
2019 Der Müller mit der Metzen, Der Weber mit der Krätzen, Der Schneider mit der Scher, Wo kommt ihr Diebe her?
2020 Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.
2020 Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.
2021 Der Mund lügt alles und nicht das Herz.
2021 Der Mund lügt alles und nicht das Herz.
2022 Der muß viel können, der Gott will blenden.
2022 Der muß viel können, der Gott will blenden.
2023 Der Nächste am Blut, Der Erste zum Gut.
2023 Der Nächste am Blut, Der Erste zum Gut.
2024 Der Nächste beim Feuer wärmt sich.
2024 Der Nächste beim Feuer wärmt sich.
2025 Der nächste zur Sippe, der nächste zum Erbe.
2025 Der nächste zur Sippe, der nächste zum Erbe.
2026 Der Nachteule gefällt auch ihr Junges.
2026 Der Nachteule gefällt auch ihr Junges.
2027 Der Nackte ist übel berauben.
2027 Der Nackte ist übel berauben.
2028 Der Name Gottes muß sich zu allen Anfängen brauchen lassen.
2028 Der Name Gottes muß sich zu allen Anfängen brauchen lassen.
2029 Der Name tut nichts zur Sache.
2029 Der Name tut nichts zur Sache.
2030 Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt.
2030 Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt.
2031 Der Narr hat Vorteile in allen Landen.
2031 Der Narr hat Vorteile in allen Landen.
2032 Der Narren Glück ihr Unglück.
2032 Der Narren Glück ihr Unglück.
2033 Der Natur ist wenig, dem Geiz nichts genug.
2033 Der Natur ist wenig, dem Geiz nichts genug.
2034 Der Nehmer muß dem Geber nachgeben.
2034 Der Nehmer muß dem Geber nachgeben.
2035 Der Neid frißt seinen eigenen Herrn.
2035 Der Neid frißt seinen eigenen Herrn.
2036 Der Neid hat noch keinen reich gemacht.
2036 Der Neid hat noch keinen reich gemacht.
2037 Der Neid mag nichts essen außer sein Herz.
2037 Der Neid mag nichts essen außer sein Herz.
2038 Der Neid will andern die Brücke ablaufen.
2038 Der Neid will andern die Brücke ablaufen.
2039 Der Neidhart ist gestorben, hat aber viel Kinder hinterlassen.
2039 Der Neidhart ist gestorben, hat aber viel Kinder hinterlassen.
2040 Der Neidische ist sein eigner Henker.
2040 Der Neidische ist sein eigner Henker.
2041 Der Neugierigen Gilde Führt Böses im Schilde.
2041 Der Neugierigen Gilde Führt Böses im Schilde.
2042 Der Neuling folgt jähen Räten.
2042 Der Neuling folgt jähen Räten.
2043 Der Neutrale wird von oben begossen, von unten gesengt.
2043 Der Neutrale wird von oben begossen, von unten gesengt.
2044 Der nichts kann als fromm sein, muß betteln.
2044 Der nichts kann als fromm sein, muß betteln.
2045 Der obere Stock steht öfter leer als der untere.
2045 Der obere Stock steht öfter leer als der untere.
2046 Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.
2046 Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.
2047 Der Ochs will den Hasen erlaufen.
2047 Der Ochs will den Hasen erlaufen.
2048 Der Ölberg ist schrecklicher als das Kreuz.
2048 Der Ölberg ist schrecklicher als das Kreuz.
2049 Der Papst frißt Bauern, säuft Edelleute und sch– Mönche.
2049 Der Papst frißt Bauern, säuft Edelleute und sch– Mönche.
2050 Der Paßbrief zum Spital sind Karten und Huren.
2050 Der Paßbrief zum Spital sind Karten und Huren.
2051 Der Pastor ist kein Has und die Kirche kein Feldhuhn.
2051 Der Pastor ist kein Has und die Kirche kein Feldhuhn.
2052 Der Pastor predigt nicht zweimal.
2052 Der Pastor predigt nicht zweimal.
2053 Der Pastor singt keine zwei Messen für ein Geld.
2053 Der Pastor singt keine zwei Messen für ein Geld.
2054 Der Person Freund, der Sache Feind.
2054 Der Person Freund, der Sache Feind.
2055 Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode.
2055 Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode.
2056 Der Pfaff liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder.
2056 Der Pfaff liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder.
2057 Der Pfaffe predigt nur einmal des Tags.
2057 Der Pfaffe predigt nur einmal des Tags.
2058 Der Pfarrer hat keine gute Predigt, der einen langen Text hat.
2058 Der Pfarrer hat keine gute Predigt, der einen langen Text hat.
2059 Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.
2059 Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.
2060 Der Pöbel macht die Herren weise.
2060 Der Pöbel macht die Herren weise.
2061 Der Pole ist ein Dieb, der Preuß ein Verräter, der Böhme ein Ketzer und der Schwab ein Schwätzer.
2061 Der Pole ist ein Dieb, der Preuß ein Verräter, der Böhme ein Ketzer und der Schwab ein Schwätzer.
2062 Der Pole würde eher am Sonntag ein Pferd stehlen als am Freitag Milch oder Butter essen.
2062 Der Pole würde eher am Sonntag ein Pferd stehlen als am Freitag Milch oder Butter essen.
2063 Der Priester Zänkerei, Des Teufels Jubilei.
2063 Der Priester Zänkerei, Des Teufels Jubilei.
2064 Der Prophet gilt nirgend weniger als in seinem Vaterlande.
2064 Der Prophet gilt nirgend weniger als in seinem Vaterlande.
2065 Der Rabe hat der Krähe nichts vorzuwerfen.
2065 Der Rabe hat der Krähe nichts vorzuwerfen.
2066 Der Raben Bad und der Huren Beichte sind unnütz.
2066 Der Raben Bad und der Huren Beichte sind unnütz.
2067 Der Rache sind die Hände ans Herz gebunden.
2067 Der Rache sind die Hände ans Herz gebunden.
2068 Der Rahm ist schon von der Milch geschöpft.
2068 Der Rahm ist schon von der Milch geschöpft.
2069 Der Rank Überwindet den Klang.
2069 Der Rank Überwindet den Klang.
2070 Der Rat soll unter den Händen wachsen.
2070 Der Rat soll unter den Händen wachsen.
2071 Der Räuber schimpft den Mordbrenner.
2071 Der Räuber schimpft den Mordbrenner.
2072 Der Rauch in meinem Hause ist mir lieber als des Nachbarn Feuer.
2072 Der Rauch in meinem Hause ist mir lieber als des Nachbarn Feuer.
2073 Der Raupen wegen muß man den Baum nicht umhacken.
2073 Der Raupen wegen muß man den Baum nicht umhacken.
2074 Der Reiche redet eitel Zentnerworte.
2074 Der Reiche redet eitel Zentnerworte.
2075 Der Reichen Schätzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.
2075 Der Reichen Schätzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.
2076 Der Reiter duldet Kalt und Naß, Der Schreiber lobt sein Dintenfaß.
2076 Der Reiter duldet Kalt und Naß, Der Schreiber lobt sein Dintenfaß.
2077 Der Reiter mit der Glenen, der Schreiber mit der Feder.
2077 Der Reiter mit der Glenen, der Schreiber mit der Feder.
2078 Der Reiter, so nur ein Pferd hat, soll nicht Haber nehmen für zwei.
2078 Der Reiter, so nur ein Pferd hat, soll nicht Haber nehmen für zwei.
2079 Der Rhein trägt nicht leere Leute.
2079 Der Rhein trägt nicht leere Leute.
2080 Der Rhein wäscht einen nicht ab.
2080 Der Rhein wäscht einen nicht ab.
2081 Der Rhein will alle Jahr sein Opfer haben.
2081 Der Rhein will alle Jahr sein Opfer haben.
2082 Der Rote gäb' einen übeln Kaminfeger, er jagte den roten Hahn zum Dach heraus.
2082 Der Rote gäb' einen übeln Kaminfeger, er jagte den roten Hahn zum Dach heraus.
2083 Der Sack hängt am Bändel.
2083 Der Sack hängt am Bändel.
2084 Der Sack trägt den Esel zur Mühle.
2084 Der Sack trägt den Esel zur Mühle.
2085 Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht.
2085 Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht.
2086 Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist.
2086 Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist.
2087 Der Satte und der Hungrige singen ungleich miteinander.
2087 Der Satte und der Hungrige singen ungleich miteinander.
2088 Der Sau gehören nicht Muskaten.
2088 Der Sau gehören nicht Muskaten.
2089 Der Schäfer ist verdächtig, der beim Wolfe Gevatter steht.
2089 Der Schäfer ist verdächtig, der beim Wolfe Gevatter steht.
2090 Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt.
2090 Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt.
2091 Der Schein betrügt, Der Spiegel lügt.
2091 Der Schein betrügt, Der Spiegel lügt.
2092 Der Schelm hat's Schelten auf der Straße verloren.
2092 Der Schelm hat's Schelten auf der Straße verloren.
2093 Der Schenk ist tot, der Wirt lebt noch.
2093 Der Schenk ist tot, der Wirt lebt noch.
2094 Der Schenker ist gestorben, der Henker lebt noch.
2094 Der Schenker ist gestorben, der Henker lebt noch.
2095 Der Schlaf nährt.
2095 Der Schlaf nährt.
2096 Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt.
2096 Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt.
2097 Der schlecht beritten ist, soll zuerst satteln.
2097 Der schlecht beritten ist, soll zuerst satteln.
2098 Der Schleicher kommt mit dem Eiler.
2098 Der Schleicher kommt mit dem Eiler.
2099 Der Schleicher überwindet den Beißer.
2099 Der Schleicher überwindet den Beißer.
2100 Der Schneck ist sieben Jahr den Baum aufkrochen und doch wieder aba keit.
2100 Der Schneck ist sieben Jahr den Baum aufkrochen und doch wieder aba keit.
2101 Der Schnee läßt sich nicht im Ofen trocknen.
2101 Der Schnee läßt sich nicht im Ofen trocknen.
2102 Der Schneider mit der Scher Meint, er sei ein Herr.
2102 Der Schneider mit der Scher Meint, er sei ein Herr.
2103 Der Schöff weiset zurecht.
2103 Der Schöff weiset zurecht.
2104 Der Schönheit ist nicht zu trauen.
2104 Der Schönheit ist nicht zu trauen.
2105 Der schönste Aff ist ein Unflat.
2105 Der schönste Aff ist ein Unflat.
2106 Der Schornstein schimpft das Ofenloch.
2106 Der Schornstein schimpft das Ofenloch.
2107 Der Schoß Macht groß.
2107 Der Schoß Macht groß.
2108 Der Schreiber setzt seine Seele ins Dintenfaß.
2108 Der Schreiber setzt seine Seele ins Dintenfaß.
2109 Der schreit zu langsam, den der Wolf erwürgt.
2109 Der schreit zu langsam, den der Wolf erwürgt.
2110 Der Schuldige fürchtet sich vor einem rauschenden Blatt.
2110 Der Schuldige fürchtet sich vor einem rauschenden Blatt.
2111 Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.
2111 Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.
2112 Der Schuldige schielt.
2112 Der Schuldige schielt.
2113 Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.
2113 Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.
2114 Der Schwabe muß allzeit das Leberlein gegessen haben.
2114 Der Schwabe muß allzeit das Leberlein gegessen haben.
2115 Der schwächste Gänger soll vorangehen.
2115 Der schwächste Gänger soll vorangehen.
2116 Der Schwächste muß das Kreuz tragen.
2116 Der Schwächste muß das Kreuz tragen.
2117 Der Schwäger Rat Nie guttat.
2117 Der Schwäger Rat Nie guttat.
2118 Der Schwanz zeugt vom Fuchs.
2118 Der Schwanz zeugt vom Fuchs.
2119 Der Segen des Herrn macht reich.
2119 Der Segen des Herrn macht reich.
2120 Der seinen Meister nicht hören will, muß den Büttel hören.
2120 Der seinen Meister nicht hören will, muß den Büttel hören.
2121 Der sich ehrt, Der sich wehrt.
2121 Der sich ehrt, Der sich wehrt.
2122 Der sicherste Arzt ist Vetter Knochenmann.
2122 Der sicherste Arzt ist Vetter Knochenmann.
2123 Der Sieg ist bei den Überwundnen.
2123 Der Sieg ist bei den Überwundnen.
2124 Der Sieg ist zu grob, Der mit Blut liegt ob.
2124 Der Sieg ist zu grob, Der mit Blut liegt ob.
2125 Der Socher Überlebt den Pocher.
2125 Der Socher Überlebt den Pocher.
2126 Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein; Der Winter verzehrt, Was beide beschert.
2126 Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein; Der Winter verzehrt, Was beide beschert.
2127 Der Sommer gibt Korn, Der Herbst leert sein Horn: Der Winter verzehrt, Was die beiden beschert.
2127 Der Sommer gibt Korn, Der Herbst leert sein Horn: Der Winter verzehrt, Was die beiden beschert.
2128 Der Sommer ist ein Nährer, Der Winter ein Verzehrer.
2128 Der Sommer ist ein Nährer, Der Winter ein Verzehrer.
2129 Der Sorghaber ist auch die Stiegen hinabgefallen.
2129 Der Sorghaber ist auch die Stiegen hinabgefallen.
2130 Der Sparer will einen Zehrer haben.
2130 Der Sparer will einen Zehrer haben.
2131 Der Speck ist allzeit feister in andrer Leute Pfannen.
2131 Der Speck ist allzeit feister in andrer Leute Pfannen.
2132 Der Speck läßt von der Schwarte nicht.
2132 Der Speck läßt von der Schwarte nicht.
2133 Der Spiegel lügt, Der Schein trügt.
2133 Der Spiegel lügt, Der Schein trügt.
2134 Der Spielmann gehört an die Hochzeit.
2134 Der Spielmann gehört an die Hochzeit.
2135 Der Spierling macht, daß der Salm abschlägt.
2135 Der Spierling macht, daß der Salm abschlägt.
2136 Der Sporn lehrt das Roß traben.
2136 Der Sporn lehrt das Roß traben.
2137 Der Starke schiebt den Schwachen in den Sack.
2137 Der Starke schiebt den Schwachen in den Sack.
2138 Der Stärkste hat recht.
2138 Der Stärkste hat recht.
2139 Der Stein ist der Deutschen, das Zipperlein der Engländer Krankheit.
2139 Der Stein ist der Deutschen, das Zipperlein der Engländer Krankheit.
2140 Der Stein ist fromm, aber man stößt sich übel daran.
2140 Der Stein ist fromm, aber man stößt sich übel daran.
2141 Der Stiel zur Haue findet sich bald, wenn man einem übelwill.
2141 Der Stiel zur Haue findet sich bald, wenn man einem übelwill.
2142 Der Stolz frühstückt mit dem Überflusse, speist zu Mittag mit der Armut und ißt zu Abend mit der Schande.
2142 Der Stolz frühstückt mit dem Überflusse, speist zu Mittag mit der Armut und ißt zu Abend mit der Schande.
2143 Der Stolz meint, sein Ei habe allzeit zwei Dotter.
2143 Der Stolz meint, sein Ei habe allzeit zwei Dotter.
2144 Der Stolz meint, seine Würfel würfen allzeit achtzehn.
2144 Der Stolz meint, seine Würfel würfen allzeit achtzehn.
2145 Der Strang ist mit fünf Gulden bezahlt.
2145 Der Strang ist mit fünf Gulden bezahlt.
2146 Der Strenge hat mich oft gereut, der Milde nie.
2146 Der Strenge hat mich oft gereut, der Milde nie.
2147 Der Stuhl gehört unter die Bank; geht's nicht, so sägt man ihm die Beine ab.
2147 Der Stuhl gehört unter die Bank; geht's nicht, so sägt man ihm die Beine ab.
2148 Der Stumme muß wohl ziehen, was der Unvernünftige auflegt.
2148 Der Stumme muß wohl ziehen, was der Unvernünftige auflegt.
2149 Der sündigt zwiefach, der sich des Frevels rühmt.
2149 Der sündigt zwiefach, der sich des Frevels rühmt.
2150 Der Tag ist ihm eher im Hause denn Brot.
2150 Der Tag ist ihm eher im Hause denn Brot.
2151 Der Tag verrät's alles.
2151 Der Tag verrät's alles.
2152 Der Taufstein scheidet.
2152 Der Taufstein scheidet.
2153 Der Teufel bleicht seine Großmutter.
2153 Der Teufel bleicht seine Großmutter.
2154 Der Teufel feiert nicht.
2154 Der Teufel feiert nicht.
2155 Der Teufel gießt gern, wo's schon naß ist.
2155 Der Teufel gießt gern, wo's schon naß ist.
2156 Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.
2156 Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.
2157 Der Teufel hält den Schwanz darüber.
2157 Der Teufel hält den Schwanz darüber.
2158 Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.
2158 Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.
2159 Der Teufel hat gewonnen Spiel.
2159 Der Teufel hat gewonnen Spiel.
2160 Der Teufel hat ihr ein Paar rote Schuh über den Bach geboten.
2160 Der Teufel hat ihr ein Paar rote Schuh über den Bach geboten.
2161 Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel.
2161 Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel.
2162 Der Teufel hat sein Hütlein drüber.
2162 Der Teufel hat sein Hütlein drüber.
2163 Der Teufel hat sein Spiel.
2163 Der Teufel hat sein Spiel.
2164 Der Teufel hinterläßt immer einen Gestank.
2164 Der Teufel hinterläßt immer einen Gestank.
2165 Der Teufel hofiert immer auf den größten Haufen.
2165 Der Teufel hofiert immer auf den größten Haufen.
2166 Der Teufel holt keine finnige Sau.
2166 Der Teufel holt keine finnige Sau.
2167 Der Teufel holt keinen Zahltag.
2167 Der Teufel holt keinen Zahltag.
2168 Der Teufel ist Abt in der Welt, und seine Brüder sind allzumal Bruder Rausch.
2168 Der Teufel ist Abt in der Welt, und seine Brüder sind allzumal Bruder Rausch.
2169 Der Teufel ist alt.
2169 Der Teufel ist alt.
2170 Der Teufel ist arm, hat weder Leib noch Seele.
2170 Der Teufel ist arm, hat weder Leib noch Seele.
2171 Der Teufel ist artig, wenn man ihm schmeichelt.
2171 Der Teufel ist artig, wenn man ihm schmeichelt.
2172 Der Teufel ist ein Schelm.
2172 Der Teufel ist ein Schelm.
2173 Der Teufel ist gut laden, aber schwer loswerden.
2173 Der Teufel ist gut laden, aber schwer loswerden.
2174 Der Teufel ist nicht so schwarz, als man ihn malt.
2174 Der Teufel ist nicht so schwarz, als man ihn malt.
2175 Der Teufel ist schwärzer, als man ihn malt.
2175 Der Teufel ist schwärzer, als man ihn malt.
2176 Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe.
2176 Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe.
2177 Der Teufel läßt allezit einen bösen Gestank hinter sich.
2177 Der Teufel läßt allezit einen bösen Gestank hinter sich.
2178 Der Teufel macht anfangs stark und hinterdrein verzagt.
2178 Der Teufel macht anfangs stark und hinterdrein verzagt.
2179 Der Teufel mag Herrgott sein, rief der Bauer, der Christum spielte, und warf das Kreuz hinweg.
2179 Der Teufel mag Herrgott sein, rief der Bauer, der Christum spielte, und warf das Kreuz hinweg.
2180 Der Teufel mag's wohl leiden, daß Christus über die Zunge geht, wenn er darunterliegt.
2180 Der Teufel mag's wohl leiden, daß Christus über die Zunge geht, wenn er darunterliegt.
2181 Der Teufel nimmt keine finnige Sau, denn was nichts wert ist, wird ihm ohnedas wohl.
2181 Der Teufel nimmt keine finnige Sau, denn was nichts wert ist, wird ihm ohnedas wohl.
2182 Der Teufel pfeift süß, eh man aufsitzt.
2182 Der Teufel pfeift süß, eh man aufsitzt.
2183 Der Teufel pfeift süß, soll man ihm auf den Kloben sitzen.
2183 Der Teufel pfeift süß, soll man ihm auf den Kloben sitzen.
2184 Der Teufel schlägt seine Mutter, daß sie Öl gibt.
2184 Der Teufel schlägt seine Mutter, daß sie Öl gibt.
2185 Der Teufel schuf das Würfelspiel.
2185 Der Teufel schuf das Würfelspiel.
2186 Der Teufel stelle sich, wie er will, immer ragen ihm die Füße hervor.
2186 Der Teufel stelle sich, wie er will, immer ragen ihm die Füße hervor.
2187 Der Teufel traue dem Teufel und seinem Anhang.
2187 Der Teufel traue dem Teufel und seinem Anhang.
2188 Der Teufel war schön – in seiner Jugend.
2188 Der Teufel war schön – in seiner Jugend.
2189 Der Teufel will alles werden, nur kein Lehrjung.
2189 Der Teufel will alles werden, nur kein Lehrjung.
2190 Der Teufel will kein Lehrbub und kein Küchenjung im Kloster sein.
2190 Der Teufel will kein Lehrbub und kein Küchenjung im Kloster sein.
2191 Der Teufel wirft gern ein Gleiches.
2191 Der Teufel wirft gern ein Gleiches.
2192 Der Tod erbt den Lebendigen.
2192 Der Tod erbt den Lebendigen.
2193 Der Tod hat keinen Kalender.
2193 Der Tod hat keinen Kalender.
2194 Der Tod hebt alles auf.
2194 Der Tod hebt alles auf.
2195 Der Tod Ist des Lebens Botenbrot.
2195 Der Tod Ist des Lebens Botenbrot.
2196 Der Tod ist ein gleicher Richter.
2196 Der Tod ist ein gleicher Richter.
2197 Der Tod Ist unvermeidliche Not.
2197 Der Tod Ist unvermeidliche Not.
2198 Der Tod kommt als ein Dieb Und scheidet Leid und Lieb.
2198 Der Tod kommt als ein Dieb Und scheidet Leid und Lieb.
2199 Der Tod kommt ungeladen.
2199 Der Tod kommt ungeladen.
2200 Der Tod macht alles gleich, Er frißt Arm und Reich.
2200 Der Tod macht alles gleich, Er frißt Arm und Reich.
2201 Der Tod macht mit allem Feierabend.
2201 Der Tod macht mit allem Feierabend.
2202 Der Tod scheidet allen Krieg.
2202 Der Tod scheidet allen Krieg.
2203 Der Tod und die Kirche geben nichts zurück.
2203 Der Tod und die Kirche geben nichts zurück.
2204 Der Tod will eine Ursache (einen Anfang) haben.
2204 Der Tod will eine Ursache (einen Anfang) haben.
2205 Der Tod zahlt alle Schulden.
2205 Der Tod zahlt alle Schulden.
2206 Der tolle Zorn tut mehr Schaden als drei Dreschflegel.
2206 Der tolle Zorn tut mehr Schaden als drei Dreschflegel.
2207 Der Topf lacht über den Kessel.
2207 Der Topf lacht über den Kessel.
2208 Der Topf verweist es dem Kessel, daß er schwarz ist.
2208 Der Topf verweist es dem Kessel, daß er schwarz ist.
2209 Der Tor bessert sein Leben wie der Krebs seinen Gang.
2209 Der Tor bessert sein Leben wie der Krebs seinen Gang.
2210 Der Tote erbt den Lebendigen.
2210 Der Tote erbt den Lebendigen.
2211 Der Trunk ist Geldes wert.
2211 Der Trunk ist Geldes wert.
2212 Der Tugend Lob stirbt nimmermehr.
2212 Der Tugend Lob stirbt nimmermehr.
2213 Der tut dem Alten nicht Unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.
2213 Der tut dem Alten nicht Unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.
2214 Der Tyrann muß einen Pfaffen haben und der Pfaff einen Tyrannen.
2214 Der Tyrann muß einen Pfaffen haben und der Pfaff einen Tyrannen.
2215 Der Übeltäter Tod ist des Frommen Gnade.
2215 Der Übeltäter Tod ist des Frommen Gnade.
2216 Der Ungeschickte gehört hinten dran.
2216 Der Ungeschickte gehört hinten dran.
2217 Der Ungeschickte hat bald Feierabend.
2217 Der Ungeschickte hat bald Feierabend.
2218 Der Unschuldige muß das Gelag bezahlen.
2218 Der Unschuldige muß das Gelag bezahlen.
2219 Der Unschuldige muß oft mit dem Schuldigen herhalten.
2219 Der Unschuldige muß oft mit dem Schuldigen herhalten.
2220 Der Unschuldige muß viel leiden.
2220 Der Unschuldige muß viel leiden.
2221 Der Untergang hat keinen Grund.
2221 Der Untergang hat keinen Grund.
2222 Der Untreue ist gegen alle Menschen mißtrauisch.
2222 Der Untreue ist gegen alle Menschen mißtrauisch.
2223 Der Unzufriedene hat oft zuviel, aber nie genug.
2223 Der Unzufriedene hat oft zuviel, aber nie genug.
2224 Der Vater Alte ein Sparer, der Sohn ein Geuder.
2224 Der Vater Alte ein Sparer, der Sohn ein Geuder.
2225 Der Vater muß dem Kinde den Namen geben.
2225 Der Vater muß dem Kinde den Namen geben.
2226 Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.
2226 Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.
2227 Der Vater spir und spar, der Sohn rips und raps.
2227 Der Vater spir und spar, der Sohn rips und raps.
2228 Der Verdächtige und der Schuldige sind einander gleich.
2228 Der Verdächtige und der Schuldige sind einander gleich.
2229 Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, und wer ihm zuhört, den Teufel in den Ohren.
2229 Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, und wer ihm zuhört, den Teufel in den Ohren.
2230 Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.
2230 Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.
2231 Der Verräter schläft nicht.
2231 Der Verräter schläft nicht.
2232 Der viel Dörfer hat, ist edel.
2232 Der viel Dörfer hat, ist edel.
2233 Der viel feilscht, hat wenig Geld.
2233 Der viel feilscht, hat wenig Geld.
2234 Der Vollbauch lobt das Fasten.
2234 Der Vollbauch lobt das Fasten.
2235 Der Volle redet schwer.
2235 Der Volle redet schwer.
2236 Der Vormund nimmt oft so viel, daß dem Nachmund nichts übrigbleibt.
2236 Der Vormund nimmt oft so viel, daß dem Nachmund nichts übrigbleibt.
2237 Der Wagen muß gehn, wie ihn die Pferde führen.
2237 Der Wagen muß gehn, wie ihn die Pferde führen.
2238 Der Wahn allein ist reich und arm.
2238 Der Wahn allein ist reich und arm.
2239 Der wahre Bettler ist der wahre König.
2239 Der wahre Bettler ist der wahre König.
2240 Der Wald hat keinen Baum.
2240 Der Wald hat keinen Baum.
2241 Der Weg zum Himmel geht durch Kreuzdorn.
2241 Der Weg zum Himmel geht durch Kreuzdorn.
2242 Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
2242 Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
2243 Der Weiber Schmuck ist des Teufels Zuggarn.
2243 Der Weiber Schmuck ist des Teufels Zuggarn.
2244 Der Weiber Weinen ist heimlich Lachen.
2244 Der Weiber Weinen ist heimlich Lachen.
2245 Der Wein ersöffe im Wasser, hätt' er nicht schwimmen gelernt.
2245 Der Wein ersöffe im Wasser, hätt' er nicht schwimmen gelernt.
2246 Der Wein für die Leute, das Wasser für die Gänse!
2246 Der Wein für die Leute, das Wasser für die Gänse!
2247 Der Wein gärt, wenn die Trauben blühn.
2247 Der Wein gärt, wenn die Trauben blühn.
2248 Der Wein ist ein Raufbold, er schlägt einem ein Bein unter.
2248 Der Wein ist ein Raufbold, er schlägt einem ein Bein unter.
2249 Der Wein ist ein Wahrsager.
2249 Der Wein ist ein Wahrsager.
2250 Der Wein ist gut, wenn er auch den Mann die Treppe hinunterwirft.
2250 Der Wein ist gut, wenn er auch den Mann die Treppe hinunterwirft.
2251 Der Wein ist kein Narr, aber macht Narren.
2251 Der Wein ist kein Narr, aber macht Narren.
2252 Der Wein kann schwimmen, darum ersäuft er nicht leicht, wenn die Wirte Wasser drein schütten.
2252 Der Wein kann schwimmen, darum ersäuft er nicht leicht, wenn die Wirte Wasser drein schütten.
2253 Der Wein macht die Alten beritten.
2253 Der Wein macht die Alten beritten.
2254 Der Wein nimmt kein Blatt vors Maul.
2254 Der Wein nimmt kein Blatt vors Maul.
2255 Der Wein schmeckt nach dem Fasse.
2255 Der Wein schmeckt nach dem Fasse.
2256 Der Weise allein ist reich.
2256 Der Weise allein ist reich.
2257 Der Weise hat seinen Mund im Herzen.
2257 Der Weise hat seinen Mund im Herzen.
2258 Der Weise hat Vorteil in allen Landen.
2258 Der Weise hat Vorteil in allen Landen.
2259 Der Weise ist daheim, wohin der Wind ihn weht.
2259 Der Weise ist daheim, wohin der Wind ihn weht.
2260 Der Weise trägt sein Glück bei sich.
2260 Der Weise trägt sein Glück bei sich.
2261 Der Weise tut das am Anfang, was der Narr am Ende tut.
2261 Der Weise tut das am Anfang, was der Narr am Ende tut.
2262 Der Weisheit Lob und Ehr Erstirbt nimmermehr.
2262 Der Weisheit Lob und Ehr Erstirbt nimmermehr.
2263 Der weit gewandert ist und alt, Mag wohl lügen mit Gewalt.
2263 Der weit gewandert ist und alt, Mag wohl lügen mit Gewalt.
2264 Der Wetzstein schärft die Messer und bleibt selber stumpf.
2264 Der Wetzstein schärft die Messer und bleibt selber stumpf.
2265 Der Wiedehopf ist des Kuckucks Küster.
2265 Der Wiedehopf ist des Kuckucks Küster.
2266 Der Wille gibt dem Werk den Namen.
2266 Der Wille gibt dem Werk den Namen.
2267 Der Wille gilt oft für die Tat.
2267 Der Wille gilt oft für die Tat.
2268 Der Wille ist des Werkes Seele.
2268 Der Wille ist des Werkes Seele.
2269 Der Wille ist und tut alles.
2269 Der Wille ist und tut alles.
2270 Der Wille tut's, sprach jener und küßte den Flegel.
2270 Der Wille tut's, sprach jener und küßte den Flegel.
2271 Der Wille tut's.
2271 Der Wille tut's.
2272 Der Wind gehört der Herrschaft.
2272 Der Wind gehört der Herrschaft.
2273 Der Wind läßt sich nicht auf Flaschen ziehn.
2273 Der Wind läßt sich nicht auf Flaschen ziehn.
2274 Der Wind weht wohl Sandberge zusammen, aber nicht dicke Bäuche.
2274 Der Wind weht wohl Sandberge zusammen, aber nicht dicke Bäuche.
2275 Der Wind weht wohl Schneeberge zusammen, aber kein dickes Eis.
2275 Der Wind weht wohl Schneeberge zusammen, aber kein dickes Eis.
2276 Der Winter ist ein unwerter Gast für alte Leute.
2276 Der Winter ist ein unwerter Gast für alte Leute.
2277 Der Winter ward noch nie so kalt, Der Pfaff ward noch nie so alt, Daß er des Feuers begehrte, Dieweil das Opfer währte.
2277 Der Winter ward noch nie so kalt, Der Pfaff ward noch nie so alt, Daß er des Feuers begehrte, Dieweil das Opfer währte.
2278 Der Wirt ist der beste, Der mehr trinkt als die Gäste.
2278 Der Wirt ist der beste, Der mehr trinkt als die Gäste.
2279 Der Wirt läßt die Weine Hochzeit machen.
2279 Der Wirt läßt die Weine Hochzeit machen.
2280 Der Wirt schiert den Wirt nicht.
2280 Der Wirt schiert den Wirt nicht.
2281 Der wohl kann, der wohl mag.
2281 Der wohl kann, der wohl mag.
2282 Der Wolf beißt das Schaf um eine Kleinigkeit.
2282 Der Wolf beißt das Schaf um eine Kleinigkeit.
2283 Der Wolf findet leicht eine Ursache, wenn er das Schaf fressen will.
2283 Der Wolf findet leicht eine Ursache, wenn er das Schaf fressen will.
2284 Der Wolf frißt auch die gezählten (gezeichneten) Schafe.
2284 Der Wolf frißt auch die gezählten (gezeichneten) Schafe.
2285 Der Wolf frißt kein Ziel.
2285 Der Wolf frißt kein Ziel.
2286 Der Wolf kann nicht schmeicheln.
2286 Der Wolf kann nicht schmeicheln.
2287 Der Wolf kreist nicht, daß er Mücken fange.
2287 Der Wolf kreist nicht, daß er Mücken fange.
2288 Der Wolf schnappt nach dem Lamm noch, wenn ihm die Seel ausgeht.
2288 Der Wolf schnappt nach dem Lamm noch, wenn ihm die Seel ausgeht.
2289 Der Wolf wird älter, aber nicht besser.
2289 Der Wolf wird älter, aber nicht besser.
2290 Der Wölfe Tod ist der Schafe Heil.
2290 Der Wölfe Tod ist der Schafe Heil.
2291 Der Zahn beißt oft die Zunge, und doch bleiben sie gute Nachbarn.
2291 Der Zahn beißt oft die Zunge, und doch bleiben sie gute Nachbarn.
2292 Der Zänker faßt immer gern den fünften Zipfel am Sack.
2292 Der Zänker faßt immer gern den fünften Zipfel am Sack.
2293 Der Zaum geht mit dem Pferde.
2293 Der Zaum geht mit dem Pferde.
2294 Der zehnte weiß nicht, wo den eilften der Schuh drückt.
2294 Der zehnte weiß nicht, wo den eilften der Schuh drückt.
2295 Der zehnte weiß nicht, wovon der eilfte lebt.
2295 Der zehnte weiß nicht, wovon der eilfte lebt.
2296 Der Zeit muß man viel befehlen.
2296 Der Zeit muß man viel befehlen.
2297 Der Zettel ist gut, aber der Einschlag taugt nichts.
2297 Der Zettel ist gut, aber der Einschlag taugt nichts.
2298 Der Zorn bringt greuliche Gäste mit sich.
2298 Der Zorn bringt greuliche Gäste mit sich.
2299 Der Zorn wirft blinde Jungen wie die Hündin.
2299 Der Zorn wirft blinde Jungen wie die Hündin.
2300 Der Zornige hat alle Sinne bei sich bis auf fünf.
2300 Der Zornige hat alle Sinne bei sich bis auf fünf.
2301 Der zuerst gewann, Wird zuletzt ein armer Mann.
2301 Der zuerst gewann, Wird zuletzt ein armer Mann.
2302 Der Zweck heiligt das Mittel nicht.
2302 Der Zweck heiligt das Mittel nicht.
2303 Derweil fließt noch viel Wasser den Rhein hinab.
2303 Derweil fließt noch viel Wasser den Rhein hinab.
2304 Des Alten Stab sind seine Zähne.
2304 Des Alten Stab sind seine Zähne.
2305 Des andern Segen Ist dem Neidischen ein Degen.
2305 Des andern Segen Ist dem Neidischen ein Degen.
2306 Des Armen Zorn ist sein eigen Unheil.
2306 Des Armen Zorn ist sein eigen Unheil.
2307 Des Bösen denkt man lange.
2307 Des Bösen denkt man lange.
2308 Des Bösten Soll man sich getrösten.
2308 Des Bösten Soll man sich getrösten.
2309 Des Christen Herz auf Rosen geht, Wenn's mitten unterm Kreuze steht.
2309 Des Christen Herz auf Rosen geht, Wenn's mitten unterm Kreuze steht.
2310 Des einen Glück, Des andern Ungeschick.
2310 Des einen Glück, Des andern Ungeschick.
2311 Des einen Glück, des andern Unglück.
2311 Des einen Glück, des andern Unglück.
2312 Des einen Nein gilt so viel als des andern Ja.
2312 Des einen Nein gilt so viel als des andern Ja.
2313 Des einen Schaden ist des andern Nutzen.
2313 Des einen Schaden ist des andern Nutzen.
2314 Des einen Tod, Des andern Brot.
2314 Des einen Tod, Des andern Brot.
2315 Des Fürsten Schatz liegt am sichersten in des Volkes Händen.
2315 Des Fürsten Schatz liegt am sichersten in des Volkes Händen.
2316 Des Geizes Schlund Ist ohne Grund.
2316 Des Geizes Schlund Ist ohne Grund.
2317 Des Glücks Gewalt Hat Monds Gestalt.
2317 Des Glücks Gewalt Hat Monds Gestalt.
2318 Des Greisen Stab sind seine Kinnbacken.
2318 Des Greisen Stab sind seine Kinnbacken.
2319 Des Guten kann man nicht zuviel tun.
2319 Des Guten kann man nicht zuviel tun.
2320 Des Handwerks, des Mangels.
2320 Des Handwerks, des Mangels.
2321 Des Herren Aug ist der beste Mist.
2321 Des Herren Aug ist der beste Mist.
2322 Des Herren Ritt über die Saat läßt goldenen Huf.
2322 Des Herren Ritt über die Saat läßt goldenen Huf.
2323 Des Herrn Auge füttert das Pferd wohl.
2323 Des Herrn Auge füttert das Pferd wohl.
2324 Des Herrn Fuß düngt den Acker.
2324 Des Herrn Fuß düngt den Acker.
2325 Des Hirten Not, Der Schafe Tod.
2325 Des Hirten Not, Der Schafe Tod.
2326 Des Königs Sohn muß König oder ein Narr sein.
2326 Des Königs Sohn muß König oder ein Narr sein.
2327 Des Königs Spreu gilt mehr als andrer Leute Korn.
2327 Des Königs Spreu gilt mehr als andrer Leute Korn.
2328 Des lieben Friedens willen läßt man sich viel gefallen.
2328 Des lieben Friedens willen läßt man sich viel gefallen.
2329 Des Mannes Mutter, der Frauen Teufel.
2329 Des Mannes Mutter, der Frauen Teufel.
2330 Des Mannes Sinn Ist sein Gewinn.
2330 Des Mannes Sinn Ist sein Gewinn.
2331 Des Menschen Freien Sein Verderben oder Gedeihen.
2331 Des Menschen Freien Sein Verderben oder Gedeihen.
2332 Des Menschen Gedicht Wird oft zunicht.
2332 Des Menschen Gedicht Wird oft zunicht.
2333 Des Menschen Leben hängt an einem Faden.
2333 Des Menschen Leben hängt an einem Faden.
2334 Des Menschen Leben hängt an einem Zwirnsfaden.
2334 Des Menschen Leben hängt an einem Zwirnsfaden.
2335 Des Menschen Leben nimmt immer ab, aber seine Begierden nehmen täglich zu.
2335 Des Menschen Leben nimmt immer ab, aber seine Begierden nehmen täglich zu.
2336 Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
2336 Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
2337 Des Nachbarn Braten ist stets feister.
2337 Des Nachbarn Braten ist stets feister.
2338 Des Pöbels Lob Hält nicht die Prob.
2338 Des Pöbels Lob Hält nicht die Prob.
2339 Des Reichen Wort gilt, denn es ist mit Gold gefüttert.
2339 Des Reichen Wort gilt, denn es ist mit Gold gefüttert.
2340 Des Schulzen Kuh ist ein anderes!
2340 Des Schulzen Kuh ist ein anderes!
2341 Des Schulzen Kuh und eines andern Kuh sind zweierlei Kühe.
2341 Des Schulzen Kuh und eines andern Kuh sind zweierlei Kühe.
2342 Des Teufels Märtyrer leiden viel mehr als Gottes Märtyrer.
2342 Des Teufels Märtyrer leiden viel mehr als Gottes Märtyrer.
2343 Des Teufels Maß ist immer zu kurz oder zu lang.
2343 Des Teufels Maß ist immer zu kurz oder zu lang.
2344 Des Teufels Mehl wird zu Grüsch.
2344 Des Teufels Mehl wird zu Grüsch.
2345 Des Todes Pfad ist stets geebnet.
2345 Des Todes Pfad ist stets geebnet.
2346 Des Vaters Strafe ist die rechte Liebe.
2346 Des Vaters Strafe ist die rechte Liebe.
2347 Des Zornes Ausgang ist der Reue Anfang.
2347 Des Zornes Ausgang ist der Reue Anfang.
2348 Det Smantpötken nich vor de Kalten waart, wird besnopert un beflickert.
2348 Det Smantpötken nich vor de Kalten waart, wird besnopert un beflickert.
2349 Deutsch und gut.
2349 Deutsch und gut.
2350 Deutscher Mann, Ehrenmann.
2350 Deutscher Mann, Ehrenmann.
2351 Deutscher Sinn ist Ehrenpreis, Deutsches Herz Vergißmeinnicht, Deutsche Treue Augentrost.
2351 Deutscher Sinn ist Ehrenpreis, Deutsches Herz Vergißmeinnicht, Deutsche Treue Augentrost.
2352 Dichten und Malen sind freie Künste.
2352 Dichten und Malen sind freie Künste.
2353 Dicke Brocken geben fette Vögel.
2353 Dicke Brocken geben fette Vögel.
2354 Dicktun ist mein Leben; Bruder, leih mir einen Sechser.
2354 Dicktun ist mein Leben; Bruder, leih mir einen Sechser.
2355 Dicktun ist mein Reichtum, zwei Pfennige mein Vermögen.
2355 Dicktun ist mein Reichtum, zwei Pfennige mein Vermögen.
2356 Die allzeit lehren, Sich nimmer bekehren.
2356 Die allzeit lehren, Sich nimmer bekehren.
2357 Die alten Freunde die besten.
2357 Die alten Freunde die besten.
2358 Die Alten hatten Gewissen ohne Wissen, wir heutzutage haben das Wissen ohne Gewissen.
2358 Die Alten hatten Gewissen ohne Wissen, wir heutzutage haben das Wissen ohne Gewissen.
2359 Die Alten müssen die Jungen lehren.
2359 Die Alten müssen die Jungen lehren.
2360 Die alten Propheten sind tot, den neuen glaubt man nicht.
2360 Die alten Propheten sind tot, den neuen glaubt man nicht.
2361 Die Alten reden von altem Käs.
2361 Die Alten reden von altem Käs.
2362 Die alten Schuhe soll man nicht verwerfen, man habe denn neue.
2362 Die alten Schuhe soll man nicht verwerfen, man habe denn neue.
2363 Die Alten sind auch keine Narren gewesen.
2363 Die Alten sind auch keine Narren gewesen.
2364 Die Alten sind der Jungen Spott.
2364 Die Alten sind der Jungen Spott.
2365 Die Alten Sind gut zu behalten.
2365 Die Alten Sind gut zu behalten.
2366 Die Alten sind zäh, Geben tut ihnen weh.
2366 Die Alten sind zäh, Geben tut ihnen weh.
2367 Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen.
2367 Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen.
2368 Die Alten zum Rat, Die Jungen zur Tat.
2368 Die Alten zum Rat, Die Jungen zur Tat.
2369 Die ältesten Briefe gehen vor.
2369 Die ältesten Briefe gehen vor.
2370 Die Ämter sind Gottes, die Amtleute des Teufels.
2370 Die Ämter sind Gottes, die Amtleute des Teufels.
2371 Die Angel zieht auch wohl unwillige Fische.
2371 Die Angel zieht auch wohl unwillige Fische.
2372 Die Anschläge der Zimmerleute halten am längsten.
2372 Die Anschläge der Zimmerleute halten am längsten.
2373 Die Arbeit auf dem Rücken trägt Den Lohn, wie man zu sagen pflegt.
2373 Die Arbeit auf dem Rücken trägt Den Lohn, wie man zu sagen pflegt.
2374 Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.
2374 Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.
2375 Die ärgsten Schiffe müssen fahren, Die besten will man im Hafen bewahren.
2375 Die ärgsten Schiffe müssen fahren, Die besten will man im Hafen bewahren.
2376 Die ärgsten Studenten werden die frömmsten Prediger.
2376 Die ärgsten Studenten werden die frömmsten Prediger.
2377 Die Armen helfen alle, Daß kein Reicher falle.
2377 Die Armen helfen alle, Daß kein Reicher falle.
2378 Die Armen helfen die Füchse fangen, Die Reichen in den Pelzen rangen.
2378 Die Armen helfen die Füchse fangen, Die Reichen in den Pelzen rangen.
2379 Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.
2379 Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.
2380 Die Ärzte müssen alt, die Apotheker reich und die Barbierer jung sein.
2380 Die Ärzte müssen alt, die Apotheker reich und die Barbierer jung sein.
2381 Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt.
2381 Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt.
2382 Die auf einem Schiffe zur See sind, sind gleich reich.
2382 Die auf einem Schiffe zur See sind, sind gleich reich.
2383 Die aufgehende Sonne hat mehr Anbeter als die untergehende.
2383 Die aufgehende Sonne hat mehr Anbeter als die untergehende.
2384 Die Augen glauben sich selbst, die Ohren andern Leuten.
2384 Die Augen glauben sich selbst, die Ohren andern Leuten.
2385 Die Augen sind der Liebe Pforten.
2385 Die Augen sind der Liebe Pforten.
2386 Die Augen sind der Liebe Tür.
2386 Die Augen sind der Liebe Tür.
2387 Die Augen sind größer als der Bauch.
2387 Die Augen sind größer als der Bauch.
2388 Die Augen sind keinem von Butter gemacht.
2388 Die Augen sind keinem von Butter gemacht.
2389 Die Backen aufgeblasen, der König kommt!
2389 Die Backen aufgeblasen, der König kommt!
2390 Die Bären brummen.
2390 Die Bären brummen.
2391 Die Bauern bitten nichts so sehr von Gott, als daß den Junkern die Rosse nicht sterben, sonst würden sie die Bauern mit Sporen reiten.
2391 Die Bauern bitten nichts so sehr von Gott, als daß den Junkern die Rosse nicht sterben, sonst würden sie die Bauern mit Sporen reiten.
2392 Die Bauern lehren einen Mores.
2392 Die Bauern lehren einen Mores.
2393 Die Bauern schlagen einander tot, aber die Edelleute machen einander die Kinder.
2393 Die Bauern schlagen einander tot, aber die Edelleute machen einander die Kinder.
2394 Die Bauern sind alle zukünftiges Jahr reich.
2394 Die Bauern sind alle zukünftiges Jahr reich.
2395 Die Besen kann man am wohlfeilsten geben, die man fertig stiehlt.
2395 Die Besen kann man am wohlfeilsten geben, die man fertig stiehlt.
2396 Die Besiegten dürfen nicht mucksen.
2396 Die Besiegten dürfen nicht mucksen.
2397 Die beste Kost Die nicht viel kost't.
2397 Die beste Kost Die nicht viel kost't.
2398 Die beste Kuh geht nicht zu Markt.
2398 Die beste Kuh geht nicht zu Markt.
2399 Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.
2399 Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.
2400 Die beste Schwiegermutter auf der Gänseweide (oder die ein grün Kleid anhat).
2400 Die beste Schwiegermutter auf der Gänseweide (oder die ein grün Kleid anhat).
2401 Die beste Zucht ist, die der Mensch sich selbst tut.
2401 Die beste Zucht ist, die der Mensch sich selbst tut.
2402 Die beste Zucht sind gute Worte und harte Strafe.
2402 Die beste Zucht sind gute Worte und harte Strafe.
2403 Die besten Fechter werden erschlagen, Die besten Schwimmer kriegt 's Wasser beim Kragen.
2403 Die besten Fechter werden erschlagen, Die besten Schwimmer kriegt 's Wasser beim Kragen.
2404 Die besten Feinde sind, die zuvor drohen.
2404 Die besten Feinde sind, die zuvor drohen.
2405 Die besten Freunde stecken im Beutel.
2405 Die besten Freunde stecken im Beutel.
2406 Die besten Gedanken kommen hinten nach.
2406 Die besten Gedanken kommen hinten nach.
2407 Die besten Käse werden von den Mäusen angefressen.
2407 Die besten Käse werden von den Mäusen angefressen.
2408 Die besten Mahner sind die schlimmsten Zahler.
2408 Die besten Mahner sind die schlimmsten Zahler.
2409 Die besten Schützen sind, so da fehlen.
2409 Die besten Schützen sind, so da fehlen.
2410 Die besten Schwimmer ersaufen, und die besten Fechter werden erschlagen.
2410 Die besten Schwimmer ersaufen, und die besten Fechter werden erschlagen.
2411 Die besten Schwimmer ertrinken, und die besten Klimmer brechen den Hals.
2411 Die besten Schwimmer ertrinken, und die besten Klimmer brechen den Hals.
2412 Die Bettler sind den Hunden feind und die Hunde den Bettlern.
2412 Die Bettler sind den Hunden feind und die Hunde den Bettlern.
2413 Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.
2413 Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.
2414 Die blutige Hand nimmt kein Erbe.
2414 Die blutige Hand nimmt kein Erbe.
2415 Die Bosheit steht dir in den Augen.
2415 Die Bosheit steht dir in den Augen.
2416 Die Bratwurst sucht man nicht im Hundestall.
2416 Die Bratwurst sucht man nicht im Hundestall.
2417 Die Bremen haben die Gerechtigkeit von alters her, daß sie Blut saugen.
2417 Die Bremen haben die Gerechtigkeit von alters her, daß sie Blut saugen.
2418 Die Brieg und die Breg Bringen die Donau zuweg.
2418 Die Brieg und die Breg Bringen die Donau zuweg.
2419 Die Buben haben Lust zu reiten und zu kriegen, Die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen.
2419 Die Buben haben Lust zu reiten und zu kriegen, Die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen.
2420 Die Buhler wissen allezeit, wieviel es geschlagen hat.
2420 Die Buhler wissen allezeit, wieviel es geschlagen hat.
2421 Die den Fürsten verführen, vergiften den Brunnen des Landes.
2421 Die den Fürsten verführen, vergiften den Brunnen des Landes.
2422 Die den Mann traut, die traut die Schuld.
2422 Die den Mann traut, die traut die Schuld.
2423 Die der Lampe bedürfen, füllen sie mit Öl.
2423 Die der Lampe bedürfen, füllen sie mit Öl.
2424 Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold.
2424 Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold.
2425 Die Dinge scheinen, Die Menschen meinen.
2425 Die Dinge scheinen, Die Menschen meinen.
2426 Die Donau ist noch nicht verbrennt.
2426 Die Donau ist noch nicht verbrennt.
2427 Die Dümmsten Sind überall die Schlimmsten.
2427 Die Dümmsten Sind überall die Schlimmsten.
2428 Die Edelleute in Bayern mögen jagen, so weit sich das Blaue am Himmel erstreckt.
2428 Die Edelleute in Bayern mögen jagen, so weit sich das Blaue am Himmel erstreckt.
2429 Die Ehe ist Himmel und Hölle.
2429 Die Ehe ist Himmel und Hölle.
2430 Die Ehen werden im Himmel geschlossen, und die Torheiten auf Erden begangen.
2430 Die Ehen werden im Himmel geschlossen, und die Torheiten auf Erden begangen.
2431 Die einem drohen, wollen einem nichts tun.
2431 Die einem drohen, wollen einem nichts tun.
2432 Die Einfalt meint, wenn es vor ihrer Türe naß ist, so regnet's allenthalben.
2432 Die Einfalt meint, wenn es vor ihrer Türe naß ist, so regnet's allenthalben.
2433 Die Elle dauert länger als der Kram.
2433 Die Elle dauert länger als der Kram.
2434 Die Elster läßt ihr Hüpfen nicht.
2434 Die Elster läßt ihr Hüpfen nicht.
2435 Die Eltern haben die Kinder lieber als die Kinder die Eltern.
2435 Die Eltern haben die Kinder lieber als die Kinder die Eltern.
2436 Die Erde kann gegen den Himmel nicht pochen.
2436 Die Erde kann gegen den Himmel nicht pochen.
2437 Die Ernte steht noch in weitem Felde.
2437 Die Ernte steht noch in weitem Felde.
2438 Die erste Heirat ist ein Eh, Die zweite ein Weh, Die dritte nichts meh.
2438 Die erste Heirat ist ein Eh, Die zweite ein Weh, Die dritte nichts meh.
2439 Die erste in der Kirche, die letzte beim Tanz Sind zwei Blumen im Mädchenkranz.
2439 Die erste in der Kirche, die letzte beim Tanz Sind zwei Blumen im Mädchenkranz.
2440 Die erste Maulschelle ist besser als zwei andre.
2440 Die erste Maulschelle ist besser als zwei andre.
2441 Die erste Nuß ist nützlich, die zweite schädlich, die dritte tödlich.
2441 Die erste Nuß ist nützlich, die zweite schädlich, die dritte tödlich.
2442 Die ersten Gedanken sind die besten.
2442 Die ersten Gedanken sind die besten.
2443 Die Ersten sollen die Letzten sein.
2443 Die Ersten sollen die Letzten sein.
2444 Die Eule gewinnt Adlersfedern.
2444 Die Eule gewinnt Adlersfedern.
2445 Die Eule lobt den Tag nicht.
2445 Die Eule lobt den Tag nicht.
2446 Die Eule trägt ihr Recht auf dem Buckel.
2446 Die Eule trägt ihr Recht auf dem Buckel.
2447 Die Eule weiß nichts vom Sonntage.
2447 Die Eule weiß nichts vom Sonntage.
2448 Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten.
2448 Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten.
2449 Die Feder auf den Hut, das Schwert an die Seite.
2449 Die Feder auf den Hut, das Schwert an die Seite.
2450 Die Feder läßt ihm gut – Hinter dem Ohr, nicht auf dem Hut.
2450 Die Feder läßt ihm gut – Hinter dem Ohr, nicht auf dem Hut.
2451 Die Feder regiert das Schwert, drum steckt man sie auf den Hut.
2451 Die Feder regiert das Schwert, drum steckt man sie auf den Hut.
2452 Die Feder schwimmt obenan.
2452 Die Feder schwimmt obenan.
2453 Die Filialisten gehören der Mutter tot und lebendig.
2453 Die Filialisten gehören der Mutter tot und lebendig.
2454 Die Finger sticht, Wer Rosen bricht.
2454 Die Finger sticht, Wer Rosen bricht.
2455 Die Finsternis sei noch so dicht, Dem Lichte widersteht sie nicht.
2455 Die Finsternis sei noch so dicht, Dem Lichte widersteht sie nicht.
2456 Die Fische haben gut leben, sie trinken, wann sie wollen.
2456 Die Fische haben gut leben, sie trinken, wann sie wollen.
2457 Die Fliege setzt sich immer auf ein mager Pferd.
2457 Die Fliege setzt sich immer auf ein mager Pferd.
2458 Die Flucht siegt.
2458 Die Flucht siegt.
2459 Die Franzosen singen vor dem Essen.
2459 Die Franzosen singen vor dem Essen.
2460 Die Frau hat die Hosen an.
2460 Die Frau hat die Hosen an.
2461 Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.
2461 Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.
2462 Die Frau muß selber sein die Magd, Soll's gehen, wie es ihr behagt.
2462 Die Frau muß selber sein die Magd, Soll's gehen, wie es ihr behagt.
2463 Die Frommen siegen Im Erliegen.
2463 Die Frommen siegen Im Erliegen.
2464 Die Frösche gehn dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.
2464 Die Frösche gehn dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.
2465 Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.
2465 Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.
2466 Die Frösche tun sich selber Schaden, Wenn sie den Storch zu Hause laden.
2466 Die Frösche tun sich selber Schaden, Wenn sie den Storch zu Hause laden.
2467 Die Frucht ist wie der Baum.
2467 Die Frucht ist wie der Baum.
2468 Die Fürsten haben der Pferde Art: sie stallen gern, wo es schon naß ist.
2468 Die Fürsten haben der Pferde Art: sie stallen gern, wo es schon naß ist.
2469 Die Fürsten haben viel Augen, lassen aber nur zweie sehen.
2469 Die Fürsten haben viel Augen, lassen aber nur zweie sehen.
2470 Die Galgen hat man abgeschafft, die Diebe sind geblieben.
2470 Die Galgen hat man abgeschafft, die Diebe sind geblieben.
2471 Die Gans geht so lange zur Küche, bis sie am Spieß stecken bleibt.
2471 Die Gans geht so lange zur Küche, bis sie am Spieß stecken bleibt.
2472 Die Gans lehrt den Schwan singen.
2472 Die Gans lehrt den Schwan singen.
2473 Die Gänse gehen überall barfuß.
2473 Die Gänse gehen überall barfuß.
2474 Die ganze Nacht gesoffen ist auch gewacht.
2474 Die ganze Nacht gesoffen ist auch gewacht.
2475 Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht ins Maul.
2475 Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht ins Maul.
2476 Die gefährlichsten Sommer sind die fruchtbarsten.
2476 Die gefährlichsten Sommer sind die fruchtbarsten.
2477 Die Gegenwart ist unser.
2477 Die Gegenwart ist unser.
2478 Die Geiß kriegt früh einen Bart.
2478 Die Geiß kriegt früh einen Bart.
2479 Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.
2479 Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.
2480 Die Geiß will auch einen langen Sterz.
2480 Die Geiß will auch einen langen Sterz.
2481 Die Geistlichen sollen bei ihrer Bibel bleiben.
2481 Die Geistlichen sollen bei ihrer Bibel bleiben.
2482 Die Gelehrten, Die Verkehrten.
2482 Die Gelehrten, Die Verkehrten.
2483 Die Gelehrtesten sind nicht immer die Klügsten.
2483 Die Gelehrtesten sind nicht immer die Klügsten.
2484 Die Gerade geht nicht über die Brücke.
2484 Die Gerade geht nicht über die Brücke.
2485 Die Gerste wird vor dem Hafer reif.
2485 Die Gerste wird vor dem Hafer reif.
2486 Die Gestalt im Spiegel, das Herz im Wein.
2486 Die Gestalt im Spiegel, das Herz im Wein.
2487 Die Gesunden und Kranken Haben ungleiche Gedanken.
2487 Die Gesunden und Kranken Haben ungleiche Gedanken.
2488 Die geteilten Mahle sind die besten.
2488 Die geteilten Mahle sind die besten.
2489 Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.
2489 Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.
2490 Die gezählten Schafe frißt der Wolf auch.
2490 Die gezählten Schafe frißt der Wolf auch.
2491 Die giftigsten Zeitlosen sind bei Hofe.
2491 Die giftigsten Zeitlosen sind bei Hofe.
2492 Die Glocke ruft zur Kirche, kommt aber selbst nicht hinein.
2492 Die Glocke ruft zur Kirche, kommt aber selbst nicht hinein.
2493 Die Glocken klingen weit anders, wenn einem sein Freund stirbt.
2493 Die Glocken klingen weit anders, wenn einem sein Freund stirbt.
2494 Die Glückseligen sterben beizeiten.
2494 Die Glückseligen sterben beizeiten.
2495 Die Größe tut's nicht, sonst überliefe die Kuh den Hasen.
2495 Die Größe tut's nicht, sonst überliefe die Kuh den Hasen.
2496 Die großen Humpler machen die meisten Späne.
2496 Die großen Humpler machen die meisten Späne.
2497 Die großen Stümper machen die meisten Späne.
2497 Die großen Stümper machen die meisten Späne.
2498 Die größte Eintracht wächst nicht eben, wo jeder will, was der andre.
2498 Die größte Eintracht wächst nicht eben, wo jeder will, was der andre.
2499 Die größten Räuber sind Weiber, Wein und Würfelspiel.
2499 Die größten Räuber sind Weiber, Wein und Würfelspiel.
2500 Die Gunst ist besser als die Gabe.
2500 Die Gunst ist besser als die Gabe.
2501 Die Hab ist wie der Haber.
2501 Die Hab ist wie der Haber.
2502 Die Hand vom Sacke! das Mehl ist verkauft!
2502 Die Hand vom Sacke! das Mehl ist verkauft!
2503 Die Hand von der Butte! es sind Weinbeeren drin.
2503 Die Hand von der Butte! es sind Weinbeeren drin.
2504 Die Hand, so den Eid aufnimmt, kann ihn auch erlassen.
2504 Die Hand, so den Eid aufnimmt, kann ihn auch erlassen.
2505 Die Haue will einen Stiel haben.
2505 Die Haue will einen Stiel haben.
2506 Die Hausehre liegt am Weibe.
2506 Die Hausehre liegt am Weibe.
2507 Die Haut ist kein Narr: wenn sie alt wird, so rümpft sie sich (runzelt sie).
2507 Die Haut ist kein Narr: wenn sie alt wird, so rümpft sie sich (runzelt sie).
2508 Die Hechte werden deswegen in die Teiche gesetzt, damit die andern Fische nicht faul werde* * Es ist leichter zwei Herde bauen als auf einem immer Feuer haben.
2508 Die Hechte werden deswegen in die Teiche gesetzt, damit die andern Fische nicht faul werde* * Es ist leichter zwei Herde bauen als auf einem immer Feuer haben.
2509 Die Hechte werden von kleinen Fischen groß.
2509 Die Hechte werden von kleinen Fischen groß.
2510 Die Heiligen holen ihr Wachs wieder.
2510 Die Heiligen holen ihr Wachs wieder.
2511 Die Heiligen lassen nicht mit sich spaßen.
2511 Die Heiligen lassen nicht mit sich spaßen.
2512 Die Heiligen reden nicht und rächen sich dennoch.
2512 Die Heiligen reden nicht und rächen sich dennoch.
2513 Die Henne trägt das Handlohn (Hauptrecht) auf dem Schwanz mit sich.
2513 Die Henne trägt das Handlohn (Hauptrecht) auf dem Schwanz mit sich.
2514 Die Henne, die zu früh gackert, legt auf den Tag ein Windei.
2514 Die Henne, die zu früh gackert, legt auf den Tag ein Windei.
2515 Die Herren sind schon gut, nur die Diener sind des Teufels.
2515 Die Herren sind schon gut, nur die Diener sind des Teufels.
2516 Die Herren von der Klerisei Versalzen uns gar oft den Brei.
2516 Die Herren von der Klerisei Versalzen uns gar oft den Brei.
2517 Die Hessen können vor neun nicht sehn.
2517 Die Hessen können vor neun nicht sehn.
2518 Die Hintertür laß offen stehn Und den Doktor seiner Wege gehn.
2518 Die Hintertür laß offen stehn Und den Doktor seiner Wege gehn.
2519 Die Hiobspost kommt nach.
2519 Die Hiobspost kommt nach.
2520 Die hoch stehen, Müssen viel übersehen.
2520 Die hoch stehen, Müssen viel übersehen.
2521 Die Hoffart mißt sich nach der langen Elle.
2521 Die Hoffart mißt sich nach der langen Elle.
2522 Die Hoffnung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen.
2522 Die Hoffnung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen.
2523 Die Hoffnung ist in den Brunnen gefallen.
2523 Die Hoffnung ist in den Brunnen gefallen.
2524 Die Hoffnung ist mir in den Brunnen gefallen.
2524 Die Hoffnung ist mir in den Brunnen gefallen.
2525 Die Hoffnung ist unser, der Ausgang Gottes.
2525 Die Hoffnung ist unser, der Ausgang Gottes.
2526 Die Hofzucht bringt die Franzosen.
2526 Die Hofzucht bringt die Franzosen.
2527 Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert.
2527 Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert.
2528 Die hölzernen Anschläge sind die besten.
2528 Die hölzernen Anschläge sind die besten.
2529 Die Hühner legen Eier durch den Kröpf.
2529 Die Hühner legen Eier durch den Kröpf.
2530 Die Hure kommt schnell ins Haus, Aber langsam heraus.
2530 Die Hure kommt schnell ins Haus, Aber langsam heraus.
2531 Die Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber.
2531 Die Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber.
2532 Die Immen können das Fluchen nicht leiden.
2532 Die Immen können das Fluchen nicht leiden.
2533 Die in eines Brot sind, müssen auch in seinem Besten sein.
2533 Die in eines Brot sind, müssen auch in seinem Besten sein.
2534 Die Jugend muß sich austoben.
2534 Die Jugend muß sich austoben.
2535 Die Jugend soll erwerben, was das Alter verzehrt.
2535 Die Jugend soll erwerben, was das Alter verzehrt.
2536 Die Jungen bringen den Alten selten was.
2536 Die Jungen bringen den Alten selten was.
2537 Die jungen Raben brauchen Futter.
2537 Die jungen Raben brauchen Futter.
2538 Die jungen Raben sind wie die alten geschnäbelt.
2538 Die jungen Raben sind wie die alten geschnäbelt.
2539 Die Jungfer gibt's billig und willig.
2539 Die Jungfer gibt's billig und willig.
2540 Die Jungferschaft ist ehrenwert, Doch nimm vorlieb, was Gott beschert.
2540 Die Jungferschaft ist ehrenwert, Doch nimm vorlieb, was Gott beschert.
2541 Die Kanzelei ist eines Fürsten Herz.
2541 Die Kanzelei ist eines Fürsten Herz.
2542 Die Kapaunen werden doch keine Hahnen mehr, darum muß man ihnen das Krähen mit dem Bratspieß vertreiben.
2542 Die Kapaunen werden doch keine Hahnen mehr, darum muß man ihnen das Krähen mit dem Bratspieß vertreiben.
2543 Die Kapuze macht den Mönch nicht.
2543 Die Kapuze macht den Mönch nicht.
2544 Die karge Frau geht am meisten zur Kiste.
2544 Die karge Frau geht am meisten zur Kiste.
2545 Die Kart und die Kanne Macht manchen zum armen Manne.
2545 Die Kart und die Kanne Macht manchen zum armen Manne.
2546 Die Karte gibt's nicht.
2546 Die Karte gibt's nicht.
2547 Die Katz ist hungrig, wenn sie ans Brot geht.
2547 Die Katz ist hungrig, wenn sie ans Brot geht.
2548 Die Katze fängt die Mäuse nicht in Handschuhen.
2548 Die Katze fängt die Mäuse nicht in Handschuhen.
2549 Die Katze frißt gern Fische, sie will aber nicht ins Wasser.
2549 Die Katze frißt gern Fische, sie will aber nicht ins Wasser.
2550 Die Katze hat bald vergessen, daß sie das Licht halten muß.
2550 Die Katze hat bald vergessen, daß sie das Licht halten muß.
2551 Die Katze läßt das Mausen nicht.
2551 Die Katze läßt das Mausen nicht.
2552 Die Katze liest in der Bibel.
2552 Die Katze liest in der Bibel.
2553 Die Katze sieht den Bischof an, Ist doch ein geweihter Mann!
2553 Die Katze sieht den Bischof an, Ist doch ein geweihter Mann!
2554 Die Katze spielt mit den Mäusen, wenn sie satt ist.
2554 Die Katze spielt mit den Mäusen, wenn sie satt ist.
2555 Die Katze will auch Bratwürste.
2555 Die Katze will auch Bratwürste.
2556 Die Kerze ist auf den Nagel gebrannt.
2556 Die Kerze ist auf den Nagel gebrannt.
2557 Die Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.
2557 Die Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.
2558 Die Kirch ist kein Hase.
2558 Die Kirch ist kein Hase.
2559 Die Kirche hat in allen Dingen den Vorrang.
2559 Die Kirche hat in allen Dingen den Vorrang.
2560 Die Kirche wird nicht in Anschlag gebracht.
2560 Die Kirche wird nicht in Anschlag gebracht.
2561 Die Kitzlein heißen alle wie ihre Mutter, Geiß.
2561 Die Kitzlein heißen alle wie ihre Mutter, Geiß.
2562 Die kleinen Bächlein laufen in die großen.
2562 Die kleinen Bächlein laufen in die großen.
2563 Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
2563 Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
2564 Die kleinen Leute hat Gott erschaffen, und die großen Bengel wachsen im Wald.
2564 Die kleinen Leute hat Gott erschaffen, und die großen Bengel wachsen im Wald.
2565 Die köstlichsten Schiffe sind die nächsten am Hafen.
2565 Die köstlichsten Schiffe sind die nächsten am Hafen.
2566 Die Krähe läßt ihr Hüpfen nicht.
2566 Die Krähe läßt ihr Hüpfen nicht.
2567 Die Krähe will's mit dem Adler wagen.
2567 Die Krähe will's mit dem Adler wagen.
2568 Die Krume Der Muhme, Die Rinde Dem Kinde.
2568 Die Krume Der Muhme, Die Rinde Dem Kinde.
2569 Die krumme Hand kennt man zu Hofe.
2569 Die krumme Hand kennt man zu Hofe.
2570 Die Kugel läuft, es kann noch Kegel geben.
2570 Die Kugel läuft, es kann noch Kegel geben.
2571 Die Kuh leckt kein fremdes Kalb.
2571 Die Kuh leckt kein fremdes Kalb.
2572 Die Kuh milcht durchs Maul.
2572 Die Kuh milcht durchs Maul.
2573 Die Kuh muß mit dem Kalbe gehen.
2573 Die Kuh muß mit dem Kalbe gehen.
2574 Die Kuh stößt den Kübel um.
2574 Die Kuh stößt den Kübel um.
2575 Die Kühe melkt man durch den Hals.
2575 Die Kühe melkt man durch den Hals.
2576 Die Kühe, die am meisten brüllen, geben am wenigsten Milch.
2576 Die Kühe, die am meisten brüllen, geben am wenigsten Milch.
2577 Die künftigen Herren machen die vorigen fromm.
2577 Die künftigen Herren machen die vorigen fromm.
2578 Die Kunst bedarf des Glücks, und das Glück bedarf der Kunst.
2578 Die Kunst bedarf des Glücks, und das Glück bedarf der Kunst.
2579 Die Kunst ist lang, das Leben kurz.
2579 Die Kunst ist lang, das Leben kurz.
2580 Die kurze Qual ist die beste.
2580 Die kurze Qual ist die beste.
2581 Die Kutte macht den Mönch nicht au* * Am Lachen und Flennen Ist der Narr zu erkennen.
2581 Die Kutte macht den Mönch nicht au* * Am Lachen und Flennen Ist der Narr zu erkennen.
2582 Die Lacher hat Gott lieb.
2582 Die Lacher hat Gott lieb.
2583 Die Ladung bringt das Geleit mit sich.
2583 Die Ladung bringt das Geleit mit sich.
2584 Die Lahmen und die Blinden Sind allezeit dahinten.
2584 Die Lahmen und die Blinden Sind allezeit dahinten.
2585 Die lange Haar am Hals hat, bekommt einen reichen Mann.
2585 Die lange Haar am Hals hat, bekommt einen reichen Mann.
2586 Die Länge hat die Fährde.
2586 Die Länge hat die Fährde.
2587 Die langsamen Turniere werden gern gut.
2587 Die langsamen Turniere werden gern gut.
2588 Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.
2588 Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.
2589 Die lateinische Küche ist die kostbarste.
2589 Die lateinische Küche ist die kostbarste.
2590 Die Laterne leuchtet andern, sich selber nicht.
2590 Die Laterne leuchtet andern, sich selber nicht.
2591 Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.
2591 Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.
2592 Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.
2592 Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.
2593 Die Leute führen das Recht in der Tasche.
2593 Die Leute führen das Recht in der Tasche.
2594 Die Leute geben der Tugend die Hände, aber nicht das Herz.
2594 Die Leute geben der Tugend die Hände, aber nicht das Herz.
2595 Die Leute leben eines Gottes, aber nicht eines Kopfes.
2595 Die Leute leben eines Gottes, aber nicht eines Kopfes.
2596 Die Lieb ist süß, Bis ihr wachsen Hand und Füß.
2596 Die Lieb ist süß, Bis ihr wachsen Hand und Füß.
2597 Die Lieb ist übel angelegt, Die keine Lieb herwider trägt.
2597 Die Lieb ist übel angelegt, Die keine Lieb herwider trägt.
2598 Die Liebe geht unter sich, nicht über sich.
2598 Die Liebe geht unter sich, nicht über sich.
2599 Die Liebe ist blind und macht blind.
2599 Die Liebe ist blind und macht blind.
2600 Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
2600 Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
2601 Die Liebe macht Lappen.
2601 Die Liebe macht Lappen.
2602 Die Liebe treibt die Furcht aus.
2602 Die Liebe treibt die Furcht aus.
2603 Die Liebe trinkt nicht Rotwein.
2603 Die Liebe trinkt nicht Rotwein.
2604 Die liebsten Gäste kommen von selbst.
2604 Die liebsten Gäste kommen von selbst.
2605 Die linke Hand geht von Herzen.
2605 Die linke Hand geht von Herzen.
2606 Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren.
2606 Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren.
2607 Die Luft macht leibeigen.
2607 Die Luft macht leibeigen.
2608 Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.
2608 Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.
2609 Die Lüge hängt zusammen wie Sand, man kann ihn nicht ballen.
2609 Die Lüge hängt zusammen wie Sand, man kann ihn nicht ballen.
2610 Die Lust baut das Land.
2610 Die Lust baut das Land.
2611 Die lustigsten Studenten geben die besten Pfarrer.
2611 Die lustigsten Studenten geben die besten Pfarrer.
2612 Die Mädchen beten gern vor dem Spiegel.
2612 Die Mädchen beten gern vor dem Spiegel.
2613 Die Männer beim Schmause, Die Weiber zu Hause.
2613 Die Männer beim Schmause, Die Weiber zu Hause.
2614 Die Marterwoch laß still vergehn, Dein Heiland wird schon auferstehn.
2614 Die Marterwoch laß still vergehn, Dein Heiland wird schon auferstehn.
2615 Die Mauern machen das Kloster nicht.
2615 Die Mauern machen das Kloster nicht.
2616 Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus.
2616 Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus.
2617 Die Meile hat der Fuchs gemessen und den Schwanz dreingegeben.
2617 Die Meile hat der Fuchs gemessen und den Schwanz dreingegeben.
2618 Die meisten Stimmen gelten.
2618 Die meisten Stimmen gelten.
2619 Die Menschen sind unsres Herrgotts Kartenspiel.
2619 Die Menschen sind unsres Herrgotts Kartenspiel.
2620 Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie in der Bibel lesen und die Kinder selbst machen.
2620 Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie in der Bibel lesen und die Kinder selbst machen.
2621 Die Milch balgt wohl, aber sie talgt nicht.
2621 Die Milch balgt wohl, aber sie talgt nicht.
2622 Die Mönche teilen sich in Stadt und Land.
2622 Die Mönche teilen sich in Stadt und Land.
2623 Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüsseln.
2623 Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüsseln.
2624 Die Morgensonne hat mehr Anbeter als die Abendsonne.
2624 Die Morgensonne hat mehr Anbeter als die Abendsonne.
2625 Die Mücke fliegt so lang ums Licht, bis sie sich versengt.
2625 Die Mücke fliegt so lang ums Licht, bis sie sich versengt.
2626 Die Mücken sehn all einander gleich.
2626 Die Mücken sehn all einander gleich.
2627 Die Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, Hast du Geld, so bist du lieb.
2627 Die Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, Hast du Geld, so bist du lieb.
2628 Die Mutter eine Hexe, die Tochter auch eine Hexe.
2628 Die Mutter eine Hexe, die Tochter auch eine Hexe.
2629 Die Mutter gibt's teuer und die Tochter nicht wohlfeil.
2629 Die Mutter gibt's teuer und die Tochter nicht wohlfeil.
2630 Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.
2630 Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.
2631 Die nächste Niftel erbt die Gerade.
2631 Die nächste Niftel erbt die Gerade.
2632 Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.
2632 Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.
2633 Die Nächsten treten einem die Schuhe aus.
2633 Die Nächsten treten einem die Schuhe aus.
2634 Die Nacht ist keines Menschen Freund.
2634 Die Nacht ist keines Menschen Freund.
2635 Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt.
2635 Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt.
2636 Die Narren haben mehr Glück als Recht.
2636 Die Narren haben mehr Glück als Recht.
2637 Die Narren meinen.
2637 Die Narren meinen.
2638 Die Narrenschellen klingen vielen besser als Kirchenglocken.
2638 Die Narrenschellen klingen vielen besser als Kirchenglocken.
2639 Die Natur hängt jedem eine Schelle an.
2639 Die Natur hängt jedem eine Schelle an.
2640 Die Natur ist die beste Lehrmeisterin.
2640 Die Natur ist die beste Lehrmeisterin.
2641 Die Natur ist Meister.
2641 Die Natur ist Meister.
2642 Die Natur ist mit wenigem zufrieden.
2642 Die Natur ist mit wenigem zufrieden.
2643 Die Natur läßt sich biegen, aber nicht brechen.
2643 Die Natur läßt sich biegen, aber nicht brechen.
2644 Die Natur läßt sich leicht sättigen, das Auge nimmer.
2644 Die Natur läßt sich leicht sättigen, das Auge nimmer.
2645 Die Natur muß den ersten Stein legen.
2645 Die Natur muß den ersten Stein legen.
2646 Die Natur weiß ihre Ware wohl zu verkaufen.
2646 Die Natur weiß ihre Ware wohl zu verkaufen.
2647 Die Natur will geübt sein, sonst wird sie schimmlig.
2647 Die Natur will geübt sein, sonst wird sie schimmlig.
2648 Die Neige ist für die Frommen.
2648 Die Neige ist für die Frommen.
2649 Die neuen Schuhe drücken am meisten.
2649 Die neuen Schuhe drücken am meisten.
2650 Die nicht helfen wollen, hindern gern.
2650 Die nicht helfen wollen, hindern gern.
2651 Die nicht hoch genug sind, muß man höher oder kürzer machen.
2651 Die nicht hoch genug sind, muß man höher oder kürzer machen.
2652 Die Nonne deckt sich gern mit einer fremden Kutte.
2652 Die Nonne deckt sich gern mit einer fremden Kutte.
2653 Die Nonnen fasten, daß ihnen die Bäuche schwellen.
2653 Die Nonnen fasten, daß ihnen die Bäuche schwellen.
2654 Die Nordsee Ist eine Mordsee.
2654 Die Nordsee Ist eine Mordsee.
2655 Die Not treibt die Ochsen in den Brunnen.
2655 Die Not treibt die Ochsen in den Brunnen.
2656 Die Not zankt gern.
2656 Die Not zankt gern.
2657 Die Notschlang ist über alles Geschütz.
2657 Die Notschlang ist über alles Geschütz.
2658 Die nüchternen Räte sind die besten.
2658 Die nüchternen Räte sind die besten.
2659 Die Nürnberger henken keinen, sie hätten ihn denn.
2659 Die Nürnberger henken keinen, sie hätten ihn denn.
2660 Die Orgel pfeift, so man ihr einbläst.
2660 Die Orgel pfeift, so man ihr einbläst.
2661 Die Pfaffen tragen die kleinen Kreuze hintennach, die Bauern die großen voran.
2661 Die Pfaffen tragen die kleinen Kreuze hintennach, die Bauern die großen voran.
2662 Die Pfaffen und die Hunde Verdienen ihr Brot mit dem Munde.
2662 Die Pfaffen und die Hunde Verdienen ihr Brot mit dem Munde.
2663 Die Pfanne ist so schwarz wie der Hafen.
2663 Die Pfanne ist so schwarz wie der Hafen.
2664 Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker.
2664 Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker.
2665 Die Pferde verstehen die Füße im Stall.
2665 Die Pferde verstehen die Füße im Stall.
2666 Die Raben müssen einen Geier haben.
2666 Die Raben müssen einen Geier haben.
2667 Die Raben Wollen einen Geier haben.
2667 Die Raben Wollen einen Geier haben.
2668 Die Rache wird nimmer zur Hure.
2668 Die Rache wird nimmer zur Hure.
2669 Die Reben erfordern einen Herrn.
2669 Die Reben erfordern einen Herrn.
2670 Die Rechte sind links und rechts, wie man sie dreht.
2670 Die Rechte sind links und rechts, wie man sie dreht.
2671 Die rechten Toten muß man nicht in den Gräbern suchen.
2671 Die rechten Toten muß man nicht in den Gräbern suchen.
2672 Die Rechtlichkeit und der Palmesel kommen jährlich nur einmal ans Licht.
2672 Die Rechtlichkeit und der Palmesel kommen jährlich nur einmal ans Licht.
2673 Die Rede ist des Gemüts Bote.
2673 Die Rede ist des Gemüts Bote.
2674 Die Rede ist des Mannes Bildnis.
2674 Die Rede ist des Mannes Bildnis.
2675 Die Rede verrät das Herz.
2675 Die Rede verrät das Herz.
2676 Die Reichen haben den Glauben in der Kiste.
2676 Die Reichen haben den Glauben in der Kiste.
2677 Die Reichen wissen nicht, wie dem Armen zumut ist.
2677 Die Reichen wissen nicht, wie dem Armen zumut ist.
2678 Die Religion hat den Reichtum geboren, aber das Kind hat die Mutter verschlungen.
2678 Die Religion hat den Reichtum geboren, aber das Kind hat die Mutter verschlungen.
2679 Die Ringe tragen, sind Gecken oder Prälaten.
2679 Die Ringe tragen, sind Gecken oder Prälaten.
2680 Die Rose, die man lang in den Händen trägt und daran riecht, bleibt nicht.
2680 Die Rose, die man lang in den Händen trägt und daran riecht, bleibt nicht.
2681 Die Rosse fressen den Hafer, die ihn nicht verdienen.
2681 Die Rosse fressen den Hafer, die ihn nicht verdienen.
2682 Die Rut Macht gut.
2682 Die Rut Macht gut.
2683 Die Rute bricht kein Bein entzwei.
2683 Die Rute bricht kein Bein entzwei.
2684 Die Rute Macht aus bösen Kindern gute.
2684 Die Rute Macht aus bösen Kindern gute.
2685 Die Rute macht fromme Kinder.
2685 Die Rute macht fromme Kinder.
2686 Die Rute macht keine Beulen.
2686 Die Rute macht keine Beulen.
2687 Die Sau gibt nicht Wolle wie ein Schaf.
2687 Die Sau gibt nicht Wolle wie ein Schaf.
2688 Die Sau legt sich nach der Schwemme wieder in den Kot.
2688 Die Sau legt sich nach der Schwemme wieder in den Kot.
2689 Die Sau muß die Trauben bezahlen.
2689 Die Sau muß die Trauben bezahlen.
2690 Die Sau muß Haar lassen.
2690 Die Sau muß Haar lassen.
2691 Die Sau singt nicht wie ein Zeislein.
2691 Die Sau singt nicht wie ein Zeislein.
2692 Die Sau sticht den König.
2692 Die Sau sticht den König.
2693 Die Sau weiß nicht, wovon sie fett wird.
2693 Die Sau weiß nicht, wovon sie fett wird.
2694 Die Scham ist in den Augen.
2694 Die Scham ist in den Augen.
2695 Die Scheide fürchtet keinen Degen.
2695 Die Scheide fürchtet keinen Degen.
2696 Die Schemel wollen auf die Bänke steigen.
2696 Die Schemel wollen auf die Bänke steigen.
2697 Die Schenkel empfinden's wohl, wenn man reitet.
2697 Die Schenkel empfinden's wohl, wenn man reitet.
2698 Die schlagenden Kühe geben auch Milch.
2698 Die schlagenden Kühe geben auch Milch.
2699 Die Schlüssel hängen nicht alle an einem Gürtel.
2699 Die Schlüssel hängen nicht alle an einem Gürtel.
2700 Die Schnecke trägt ihr Haus bei sich, weil sie den Nachbarn nicht traut.
2700 Die Schnecke trägt ihr Haus bei sich, weil sie den Nachbarn nicht traut.
2701 Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief.
2701 Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief.
2702 Die Schreibfeder will Kaiserin bleiben.
2702 Die Schreibfeder will Kaiserin bleiben.
2703 Die Schuld kommt mit dem Tag, eh denn das Brot, ins Haus.
2703 Die Schuld kommt mit dem Tag, eh denn das Brot, ins Haus.
2704 Die Schulden liegen und faulen nicht.
2704 Die Schulden liegen und faulen nicht.
2705 Die Schulden sind der nächste Erbe.
2705 Die Schulden sind der nächste Erbe.
2706 Die Schwaben fechten dem Reiche vor.
2706 Die Schwaben fechten dem Reiche vor.
2707 Die Schwaben und bös Geld Führt der Teufel in alle Welt.
2707 Die Schwaben und bös Geld Führt der Teufel in alle Welt.
2708 Die Schwaben werden vor dem vierzigsten Jahre nicht gescheit.
2708 Die Schwaben werden vor dem vierzigsten Jahre nicht gescheit.
2709 Die schwarzen Trauben sind so süß als die weißen.
2709 Die schwarzen Trauben sind so süß als die weißen.
2710 Die Schwarzwälder Bringen fremde Gelde*
2710 Die Schwarzwälder Bringen fremde Gelde*
2711 Die schwerste Kunst, sich selber kennen.
2711 Die schwerste Kunst, sich selber kennen.
2712 Die Schwieger liebt nie die Schnur.
2712 Die Schwieger liebt nie die Schnur.
2713 Die Schwieger weiß nicht, daß sie Schnur gewesen.
2713 Die Schwieger weiß nicht, daß sie Schnur gewesen.
2714 Die Seegroppen sterben nicht, sie ertrinken.
2714 Die Seegroppen sterben nicht, sie ertrinken.
2715 Die sich aufs Küssen legt, legt sich auch wohl aufs Kissen.
2715 Die sich aufs Küssen legt, legt sich auch wohl aufs Kissen.
2716 Die sich großer Streiche rühmen, sind selten gute Fechter.
2716 Die sich großer Streiche rühmen, sind selten gute Fechter.
2717 Die sich lassen sagen, denen mag man raten.
2717 Die sich lassen sagen, denen mag man raten.
2718 Die sich oft der Ehre wehren, Wollen sich der Ehre näh'ren.
2718 Die sich oft der Ehre wehren, Wollen sich der Ehre näh'ren.
2719 Die Siechen und Gesunden Haben ungleiche Stunden.
2719 Die Siechen und Gesunden Haben ungleiche Stunden.
2720 Die Söhne sind adeliger denn die Väter, denn sie haben ein Glied mehr.
2720 Die Söhne sind adeliger denn die Väter, denn sie haben ein Glied mehr.
2721 Die Sonne bringt es an den Tag.
2721 Die Sonne bringt es an den Tag.
2722 Die Sonne hat noch keinen Bauern zum Lande hinausgeschienen.
2722 Die Sonne hat noch keinen Bauern zum Lande hinausgeschienen.
2723 Die Sonne scheint keinen Hunger ins Land.
2723 Die Sonne scheint keinen Hunger ins Land.
2724 Die Sonne scheint sich selber nicht.
2724 Die Sonne scheint sich selber nicht.
2725 Die Sonne schneuzen und ein alt Weib bessern sind zwei vergebne Dinge.
2725 Die Sonne schneuzen und ein alt Weib bessern sind zwei vergebne Dinge.
2726 Die Sonnenuhr zählt nur die heitern Stunden.
2726 Die Sonnenuhr zählt nur die heitern Stunden.
2727 Die Sperlinge singen's von den Dächern.
2727 Die Sperlinge singen's von den Dächern.
2728 Die Spinne saugt Gift, die Biene Honig aus allen Blumen.
2728 Die Spinne saugt Gift, die Biene Honig aus allen Blumen.
2729 Die Spritzen kommen, wenn das Haus abgebrannt ist.
2729 Die Spritzen kommen, wenn das Haus abgebrannt ist.
2730 Die Stärke wächst im Geduldgarten.
2730 Die Stärke wächst im Geduldgarten.
2731 Die Steine auf der Gasse reden davon.
2731 Die Steine auf der Gasse reden davon.
2732 Die Sterben für Gewinn achten, sind schwer zu besiegen.
2732 Die Sterben für Gewinn achten, sind schwer zu besiegen.
2733 Die Stiege hinauffallen kostet die Elle drei Batzen.
2733 Die Stiege hinauffallen kostet die Elle drei Batzen.
2734 Die Stimme ist größer als der Mann.
2734 Die Stimme ist größer als der Mann.
2735 Die Stirn leugt und treugt.
2735 Die Stirn leugt und treugt.
2736 Die Störche fliegen hoch und tragen im Schnabel Kröten und Schlangen.
2736 Die Störche fliegen hoch und tragen im Schnabel Kröten und Schlangen.
2737 Die Straubinger lassen fünf gerade sein.
2737 Die Straubinger lassen fünf gerade sein.
2738 Die Sünde geht süß ein, aber bitter wieder aus.
2738 Die Sünde geht süß ein, aber bitter wieder aus.
2739 Die Suppe ist versalzen, du bist verliebt.
2739 Die Suppe ist versalzen, du bist verliebt.
2740 Die süßesten Trauben hängen am höchsten.
2740 Die süßesten Trauben hängen am höchsten.
2741 Die Tat tötet den Mann.
2741 Die Tat tötet den Mann.
2742 Die Tat wird es weisen.
2742 Die Tat wird es weisen.
2743 Die Tauben, so unter Dach bleiben, sind vor dem Stoßvogel sicher.
2743 Die Tauben, so unter Dach bleiben, sind vor dem Stoßvogel sicher.
2744 Die Täublein müssen Federn lassen.
2744 Die Täublein müssen Federn lassen.
2745 Die Tochter frißt die Mutter.
2745 Die Tochter frißt die Mutter.
2746 Die Tochter geht vor der Mutter, aber der Sohn folgt hinter dem Vater.
2746 Die Tochter geht vor der Mutter, aber der Sohn folgt hinter dem Vater.
2747 Die Töchter sind wie fahrende Habe.
2747 Die Töchter sind wie fahrende Habe.
2748 Die Toten sind verschwiegen.
2748 Die Toten sind verschwiegen.
2749 Die Trauben sind sauer, sagte der Fuchs.
2749 Die Trauben sind sauer, sagte der Fuchs.
2750 Die Träume sind heute noch so wahr als vor hundert Jahren.
2750 Die Träume sind heute noch so wahr als vor hundert Jahren.
2751 Die Trommel gellt, weil sie leer ist.
2751 Die Trommel gellt, weil sie leer ist.
2752 Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.
2752 Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.
2753 Die unfreie Hand zieht die freie nach sich.
2753 Die unfreie Hand zieht die freie nach sich.
2754 Die ungerade Zahl ist eine heilige Zahl.
2754 Die ungerade Zahl ist eine heilige Zahl.
2755 Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.
2755 Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.
2756 Die Unschuld muß allemal den Hund heben.
2756 Die Unschuld muß allemal den Hund heben.
2757 Die viel schwatzen, lügen viel.
2757 Die viel schwatzen, lügen viel.
2758 Die viel wünschen, werden oft reich.
2758 Die viel wünschen, werden oft reich.
2759 Die vierte Frau bringt die Schüppe.
2759 Die vierte Frau bringt die Schüppe.
2760 Die Vögel gesellen sich zu ihresgleichen.
2760 Die Vögel gesellen sich zu ihresgleichen.
2761 Die Vögel, die zu früh singen, holt am Abend die Katze.
2761 Die Vögel, die zu früh singen, holt am Abend die Katze.
2762 Die Vögel, die zuviel Federn haben, fliegen nicht hoch.
2762 Die Vögel, die zuviel Federn haben, fliegen nicht hoch.
2763 Die von Straßburg fragen viel darnach, was die von Köln in den Rhein pissen.
2763 Die von Straßburg fragen viel darnach, was die von Köln in den Rhein pissen.
2764 Die von Zürich leiden eher einen Schaden als eine Schande.
2764 Die von Zürich leiden eher einen Schaden als eine Schande.
2765 Die vordersten tun, was die hintersten nicht vermögen.
2765 Die vordersten tun, was die hintersten nicht vermögen.
2766 Die Waage zeigt, ob schwer, ob leicht, aber nicht, ob Gold, ob Silber.
2766 Die Waage zeigt, ob schwer, ob leicht, aber nicht, ob Gold, ob Silber.
2767 Die Wahrheit bedarf nicht viel Worte, die Lüge kann nie genug haben.
2767 Die Wahrheit bedarf nicht viel Worte, die Lüge kann nie genug haben.
2768 Die Wahrheit hat ein schönes Angesicht, aber zerrissene Kleider.
2768 Die Wahrheit hat ein schönes Angesicht, aber zerrissene Kleider.
2769 Die Wahrheit hat nur eine Farbe, die Lüge mancherlei.
2769 Die Wahrheit hat nur eine Farbe, die Lüge mancherlei.
2770 Die Wahrheit ist der Welt leid.
2770 Die Wahrheit ist der Welt leid.
2771 Die Wahrheit ist ein Kleinod, darum will sie mancher nicht alle Tage zur Schau tragen.
2771 Die Wahrheit ist ein Kleinod, darum will sie mancher nicht alle Tage zur Schau tragen.
2772 Die Wahrheit nimmt kein Blatt vor den Mund.
2772 Die Wahrheit nimmt kein Blatt vor den Mund.
2773 Die Wahrheit will an den Tag.
2773 Die Wahrheit will an den Tag.
2774 Die Wahrheit wird mit Tüchern behängt, wie die Altäre in den Fasten.
2774 Die Wahrheit wird mit Tüchern behängt, wie die Altäre in den Fasten.
2775 Die Wände haben Ohren.
2775 Die Wände haben Ohren.
2776 Die warten kann, Kriegt auch einen Mann.
2776 Die warten kann, Kriegt auch einen Mann.
2777 Die Weiber führen das Schwert im Maul, darum muß man sie auf die Scheide schlagen.
2777 Die Weiber führen das Schwert im Maul, darum muß man sie auf die Scheide schlagen.
2778 Die Weiber haben drei Häute.
2778 Die Weiber haben drei Häute.
2779 Die Weiber haben einen Witz mehr als die Gänse: wenn es regnet, so gehen sie ins Trockne.
2779 Die Weiber haben einen Witz mehr als die Gänse: wenn es regnet, so gehen sie ins Trockne.
2780 Die Weiber nehmen Drescher für Tröster.
2780 Die Weiber nehmen Drescher für Tröster.
2781 Die Weiber sind furchtsam und rufen bald St. Peter zu: Steck ein dein Schwert.
2781 Die Weiber sind furchtsam und rufen bald St. Peter zu: Steck ein dein Schwert.
2782 Die Weiber werden niemals fertig.
2782 Die Weiber werden niemals fertig.
2783 Die Weinreden haben ihren Wert nur beim Wein.
2783 Die Weinreden haben ihren Wert nur beim Wein.
2784 Die Weisheit läßt ihre Stimme hören auf der Gasse, aber niemand achtet ihrer.
2784 Die Weisheit läßt ihre Stimme hören auf der Gasse, aber niemand achtet ihrer.
2785 Die Weisheitszähne kommen spät und fallen früh wieder aus.
2785 Die Weisheitszähne kommen spät und fallen früh wieder aus.
2786 Die weiße Gans brütet gut.
2786 Die weiße Gans brütet gut.
2787 Die Welt betrügt und will betrogen sein.
2787 Die Welt betrügt und will betrogen sein.
2788 Die Welt gibt bösen Lohn.
2788 Die Welt gibt bösen Lohn.
2789 Die Welt glaubt nicht, bis ihr das Wasser ins Maul rinnt.
2789 Die Welt glaubt nicht, bis ihr das Wasser ins Maul rinnt.
2790 Die Welt hat sich umgekehrt, Drum hab ich arme Esel pfeifen gelehrt.
2790 Die Welt hat sich umgekehrt, Drum hab ich arme Esel pfeifen gelehrt.
2791 Die Welt ist blind, Läßt sich regieren wie ein Kind.
2791 Die Welt ist blind, Läßt sich regieren wie ein Kind.
2792 Die Welt ist des Teufels Braut.
2792 Die Welt ist des Teufels Braut.
2793 Die Welt ist kein Strumpf.
2793 Die Welt ist kein Strumpf.
2794 Die Welt ist nicht mit Brettern zugenagelt.
2794 Die Welt ist nicht mit Brettern zugenagelt.
2795 Die Welt ist nirgend mit Brettern vernagelt.
2795 Die Welt ist nirgend mit Brettern vernagelt.
2796 Die Welt ist nun einmal voll Haken und Ösen.
2796 Die Welt ist nun einmal voll Haken und Ösen.
2797 Die Welt ist rund und will sich drehn. l* Wie die Welt auf und nieder geht, sagte der Teufel, da saß er auf dem Brunnenschwengel.
2797 Die Welt ist rund und will sich drehn. l* Wie die Welt auf und nieder geht, sagte der Teufel, da saß er auf dem Brunnenschwengel.
2798 Die Welt ist unseres Herrgotts Spielkarte.
2798 Die Welt ist unseres Herrgotts Spielkarte.
2799 Die Welt ist voll Lappen und Diltappen.
2799 Die Welt ist voll Lappen und Diltappen.
2800 Die Welt kann der Schreiber und Lumpen nicht entbehren.
2800 Die Welt kann der Schreiber und Lumpen nicht entbehren.
2801 Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.
2801 Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.
2802 Die Welt schaltet, Gott waltet.
2802 Die Welt schaltet, Gott waltet.
2803 Die Welt spinnt lauter grobes Garn.
2803 Die Welt spinnt lauter grobes Garn.
2804 Die Welt wäre schon gut genug, wenn nur die Leute was nutze wären.
2804 Die Welt wäre schon gut genug, wenn nur die Leute was nutze wären.
2805 Die Welt will grob Garn.
2805 Die Welt will grob Garn.
2806 Die Welt will Nachteulen haben, sich zu verwundern.
2806 Die Welt will Nachteulen haben, sich zu verwundern.
2807 Die Wiese geht ins Heu zu St. Georgentag.
2807 Die Wiese geht ins Heu zu St. Georgentag.
2808 Die Woche zwier, Macht des Jahres hundertvier, Schadet weder mir noch dir.
2808 Die Woche zwier, Macht des Jahres hundertvier, Schadet weder mir noch dir.
2809 Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.
2809 Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.
2810 Die Wunden heilen übel, die man sich selber schlägt.
2810 Die Wunden heilen übel, die man sich selber schlägt.
2811 Die Württemberger haben die Himmel im Stalle und die Ingel im Hemmel.
2811 Die Württemberger haben die Himmel im Stalle und die Ingel im Hemmel.
2812 Die Zeit frißt alles.
2812 Die Zeit frißt alles.
2813 Die Zeit frißt jeden Strick, Und wär' er noch so dick.
2813 Die Zeit frißt jeden Strick, Und wär' er noch so dick.
2814 Die Zeit frißt Stahl und Eisen.
2814 Die Zeit frißt Stahl und Eisen.
2815 Die Zeit Gibt Bescheid Und verrät alle Bosheit.
2815 Die Zeit Gibt Bescheid Und verrät alle Bosheit.
2816 Die Zeit gibt's.
2816 Die Zeit gibt's.
2817 Die Zeit hat Flügel.
2817 Die Zeit hat Flügel.
2818 Die Zeit ist an keinen Pfahl gebunden.
2818 Die Zeit ist an keinen Pfahl gebunden.
2819 Die Zeit ist der beste Arzt.
2819 Die Zeit ist der beste Arzt.
2820 Die Zeit ist des Menschen Lehrmeisterin.
2820 Die Zeit ist des Menschen Lehrmeisterin.
2821 Die Zeit ist unstet wie ein Rohr, Wer ihr vertraut, der ist ein Tor.
2821 Die Zeit ist unstet wie ein Rohr, Wer ihr vertraut, der ist ein Tor.
2822 Die Zeit ist vorbei, da Bertha spann.
2822 Die Zeit ist vorbei, da Bertha spann.
2823 Die Zeit kann kommen, da die Kuh ihren Sterz braucht.
2823 Die Zeit kann kommen, da die Kuh ihren Sterz braucht.
2824 Die Zeit vergeht, nicht aber wir.
2824 Die Zeit vergeht, nicht aber wir.
2825 Die Zeitung ist eine Lügnerin.
2825 Die Zeitung ist eine Lügnerin.
2826 Die Zeugen, denen man das Recht in die Hand legt, reden am besten.
2826 Die Zeugen, denen man das Recht in die Hand legt, reden am besten.
2827 Die Zicklein heißen alle wie ihre Mutter Geiß.
2827 Die Zicklein heißen alle wie ihre Mutter Geiß.
2828 Die Ziegen haben es in sich.
2828 Die Ziegen haben es in sich.
2829 Die zu hastig vorwärts treiben, Müssen endlich hinten bleiben.
2829 Die zu hastig vorwärts treiben, Müssen endlich hinten bleiben.
2830 Die zu sehr eilen, haben spät Feierabend.
2830 Die zu sehr eilen, haben spät Feierabend.
2831 Die Zunge ist der falscheste Zeuge des Herzens.
2831 Die Zunge ist der falscheste Zeuge des Herzens.
2832 Die Zunge ist des Herzens Dolmetsch.
2832 Die Zunge ist des Herzens Dolmetsch.
2833 Die Zunge läßt sich nicht meistern.
2833 Die Zunge läßt sich nicht meistern.
2834 Die Zunge soll nicht klüger sein als der Kopf.
2834 Die Zunge soll nicht klüger sein als der Kopf.
2835 Die Züricher kennen keine Kreuzer.
2835 Die Züricher kennen keine Kreuzer.
2836 Die Zuschauer sind oft ärger als der Tänzer.
2836 Die Zuschauer sind oft ärger als der Tänzer.
2837 Die Zwickauer leben und sterben in Meißen und werden im Voigtland begraben.
2837 Die Zwickauer leben und sterben in Meißen und werden im Voigtland begraben.
2838 Die Zwiebel hat sieben Häute, ein Weib neun.
2838 Die Zwiebel hat sieben Häute, ein Weib neun.
2839 Diener sind wie Rechenpfennige: wie sie der Herr legt, so gelten sie.
2839 Diener sind wie Rechenpfennige: wie sie der Herr legt, so gelten sie.
2840 Dienst um Dienst ist keine Kuppelei.
2840 Dienst um Dienst ist keine Kuppelei.
2841 Dienst um Geld Ist Welt.
2841 Dienst um Geld Ist Welt.
2842 Dienst wird um Dienst zu Haus geladen.
2842 Dienst wird um Dienst zu Haus geladen.
2843 Dienstjahre sind keine Herrenjahre.
2843 Dienstjahre sind keine Herrenjahre.
2844 Diese Suppe ist ihm zu fett.
2844 Diese Suppe ist ihm zu fett.
2845 Dieselbe Glocke läutet zu Gewitter und Hochzeit.
2845 Dieselbe Glocke läutet zu Gewitter und Hochzeit.
2846 Dieser jagt das Wild, jener ißt den Braten.
2846 Dieser jagt das Wild, jener ißt den Braten.
2847 Dieses Jahr wächst wenig Wein – auf dem Schwarzwald.
2847 Dieses Jahr wächst wenig Wein – auf dem Schwarzwald.
2848 Dieweil der Löffel neu ist, braucht ihn der Koch; wird er alt, so wirft er ihn weg.
2848 Dieweil der Löffel neu ist, braucht ihn der Koch; wird er alt, so wirft er ihn weg.
2849 Diez verläßt sich auf den Kiezen, Kiez verläßt sich auf den Diezen.
2849 Diez verläßt sich auf den Kiezen, Kiez verläßt sich auf den Diezen.
2850 Dir ist es in Worten wie manchem im Sinn.
2850 Dir ist es in Worten wie manchem im Sinn.
2851 Disteln sind des Esels Salat.
2851 Disteln sind des Esels Salat.
2852 Disteln tragen keine Trauben.
2852 Disteln tragen keine Trauben.
2853 Do dat geschach, Do brannt de Bach, Do leschte de Buure met Strüh.
2853 Do dat geschach, Do brannt de Bach, Do leschte de Buure met Strüh.
2854 Dohlen hecken keine Tauben.
2854 Dohlen hecken keine Tauben.
2855 Doktor Luthers Schuhe sind nicht jedem Dorfpriester gerecht.
2855 Doktor Luthers Schuhe sind nicht jedem Dorfpriester gerecht.
2856 Donau und Rhein fließen nicht zusammen.
2856 Donau und Rhein fließen nicht zusammen.
2857 Donner im Winterquartal Bringt Eiszapfen ohne Zahl.
2857 Donner im Winterquartal Bringt Eiszapfen ohne Zahl.
2858 Donnerleder! sagte der Bauer, der die vierzehn Nothelfer angerufen hatte, weil er nicht auf sein Pferd konnte: Donnerleder, daß sie auch alle vierzehn kommen mußten! da war er von der andern Seite wieder herabgefallen.
2858 Donnerleder! sagte der Bauer, der die vierzehn Nothelfer angerufen hatte, weil er nicht auf sein Pferd konnte: Donnerleder, daß sie auch alle vierzehn kommen mußten! da war er von der andern Seite wieder herabgefallen.
2859 Doppelt genäht hält gut.
2859 Doppelt genäht hält gut.
2860 Dörfer haben auch Weichbild.
2860 Dörfer haben auch Weichbild.
2861 Dorn und Disteln stechen sehr, Falsche Zungen noch viel mehr.
2861 Dorn und Disteln stechen sehr, Falsche Zungen noch viel mehr.
2862 Dost, Harthau und weiße Heid Tun dem Teufel viel Leid.
2862 Dost, Harthau und weiße Heid Tun dem Teufel viel Leid.
2863 Drauf los wie ein blinder Hesse!
2863 Drauf los wie ein blinder Hesse!
2864 Drauf los! es ist ein Hesse!
2864 Drauf los! es ist ein Hesse!
2865 Draußen ein Luchs, daheim ein Maulwurf.
2865 Draußen ein Luchs, daheim ein Maulwurf.
2866 Draußen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.
2866 Draußen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.
2867 Draußen hundert Augen, daheim ein Maulwurf.
2867 Draußen hundert Augen, daheim ein Maulwurf.
2868 Draußen Ruhm erlangen bedarf Schnaufens.
2868 Draußen Ruhm erlangen bedarf Schnaufens.
2869 Dreck muß den Misthaufen mehren.
2869 Dreck muß den Misthaufen mehren.
2870 Dreckdorf, Speckdorf.
2870 Dreckdorf, Speckdorf.
2871 Drei Buchstaben machen uns eigen und frei (Eva, Ave).
2871 Drei Buchstaben machen uns eigen und frei (Eva, Ave).
2872 Drei Dinge leiden keinen Genossen: Regiment, Liebe, Geheimnis.
2872 Drei Dinge leiden keinen Genossen: Regiment, Liebe, Geheimnis.
2873 Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
2873 Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
2874 Drei Dinge sind gesund: Fülle nicht den Schlund, Übe dich all Stund, Lauf nicht wie ein Hund.
2874 Drei Dinge sind gesund: Fülle nicht den Schlund, Übe dich all Stund, Lauf nicht wie ein Hund.
2875 Drei Dinge sind lästig: ein Wurm im Ohr, ein Rauch im Aug, ein zänkisch Weib im Hause.
2875 Drei Dinge sind lästig: ein Wurm im Ohr, ein Rauch im Aug, ein zänkisch Weib im Hause.
2876 Drei Dinge sind nicht eins im Haus: Zwei Hahnen, und die Katz und Maus; Die Schwieger jagt die Schnur hinaus.
2876 Drei Dinge sind nicht eins im Haus: Zwei Hahnen, und die Katz und Maus; Die Schwieger jagt die Schnur hinaus.
2877 Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen beim Tanz, ein Pfaff im Opfer.
2877 Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen beim Tanz, ein Pfaff im Opfer.
2878 Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen.
2878 Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen.
2879 Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.
2879 Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.
2880 Drei Erbsen in der Hülse machen mehr Lärm, als wenn sie voll wäre.
2880 Drei Erbsen in der Hülse machen mehr Lärm, als wenn sie voll wäre.
2881 Drei F–haare ziehen stärker als ein hänfen Seil.
2881 Drei F–haare ziehen stärker als ein hänfen Seil.
2882 Drei Finger im Salzfaß ist der Bauern Wappen.
2882 Drei Finger im Salzfaß ist der Bauern Wappen.
2883 Drei Finger vor Tag, Das hält von elf bis Mittag.
2883 Drei Finger vor Tag, Das hält von elf bis Mittag.
2884 Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.
2884 Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.
2885 Drei ist uneben.
2885 Drei ist uneben.
2886 Drei Schlösser auf einem Berg, Drei Kirchen auf einem Kirchhof, Drei Städt in einem Tal Hat ganz Elsaß überall.
2886 Drei Schlösser auf einem Berg, Drei Kirchen auf einem Kirchhof, Drei Städt in einem Tal Hat ganz Elsaß überall.
2887 Drei Schüsseln leer und in der vierten nichts.
2887 Drei Schüsseln leer und in der vierten nichts.
2888 Drei sind nicht müde zu machen: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen im Tanz und ein Priester im Opfern.
2888 Drei sind nicht müde zu machen: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen im Tanz und ein Priester im Opfern.
2889 Drei Viel und drei Wenig sind schädlich: Viel reden und wenig wissen, Viel vertun und wenig haben, Viel sich dünken und wenig denken.
2889 Drei Viel und drei Wenig sind schädlich: Viel reden und wenig wissen, Viel vertun und wenig haben, Viel sich dünken und wenig denken.
2890 Drei W bringen Pein: Weiber, Würfel und der Wein.
2890 Drei W bringen Pein: Weiber, Würfel und der Wein.
2891 Drei W sind große Räuber: Wein, Würfelspiel und Weiber.
2891 Drei W sind große Räuber: Wein, Würfelspiel und Weiber.
2892 Drei Weiber, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.
2892 Drei Weiber, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.
2893 Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind.
2893 Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind.
2894 Dreier Weiber Gezänk macht einen Jahrmarkt.
2894 Dreier Weiber Gezänk macht einen Jahrmarkt.
2895 Dreimal ist Bubenrecht.
2895 Dreimal ist Bubenrecht.
2896 Dreimal selig ist der Mann, Der Herrendienst entraten kann.
2896 Dreimal selig ist der Mann, Der Herrendienst entraten kann.
2897 Dreimal über Tisch getrunken ist das Allergesündeste.
2897 Dreimal über Tisch getrunken ist das Allergesündeste.
2898 Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
2898 Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
2899 Dreitägiger Fisch Taugt auf keinen Tisch.
2899 Dreitägiger Fisch Taugt auf keinen Tisch.
2900 Dreitägiger Gast Ist eine Las* Dreitägiger Fisch Taugt nicht zum Tisch.
2900 Dreitägiger Gast Ist eine Las* Dreitägiger Fisch Taugt nicht zum Tisch.
2901 Dreitägiger Gast Ist jedermann zur Last.
2901 Dreitägiger Gast Ist jedermann zur Last.
2902 Dreizehn Nonnen, vierzehn Kinder.
2902 Dreizehn Nonnen, vierzehn Kinder.
2903 Du arme Gerechtigkeit, Liegst im Bett und hast kein Kleid!
2903 Du arme Gerechtigkeit, Liegst im Bett und hast kein Kleid!
2904 Du bist ein Armer zu Nacht, kommst erst am Morgen.
2904 Du bist ein Armer zu Nacht, kommst erst am Morgen.
2905 Du bist ein Narr und kannst nicht geigen, Du hast ein Maul, das kann nicht schweigen.
2905 Du bist ein Narr und kannst nicht geigen, Du hast ein Maul, das kann nicht schweigen.
2906 Du bist mein Herzblatt, Wenn ich dich sehe, bin ich dich satt.
2906 Du bist mein Herzblatt, Wenn ich dich sehe, bin ich dich satt.
2907 Du bist mir so lieb Wie dem Müller der Dieb.
2907 Du bist mir so lieb Wie dem Müller der Dieb.
2908 Du bist von Düttichheim, da die Tannenzapfen wachse* * So eben wie der Weg über den St. Gotthard.
2908 Du bist von Düttichheim, da die Tannenzapfen wachse* * So eben wie der Weg über den St. Gotthard.
2909 Du darfst nur sagen: Tischchen deck dich!
2909 Du darfst nur sagen: Tischchen deck dich!
2910 Du gäbst einen bösen Zigeuner, du kannst nicht wahrsagen.
2910 Du gäbst einen bösen Zigeuner, du kannst nicht wahrsagen.
2911 Du gäbst einen guten Pfaffen, aber einen bösen Propheten.
2911 Du gäbst einen guten Pfaffen, aber einen bösen Propheten.
2912 Du hast Ammenweise: was das Kind nicht verzehrt, issest du.
2912 Du hast Ammenweise: was das Kind nicht verzehrt, issest du.
2913 Du hast dem Kind die Beine noch nicht gesehen.
2913 Du hast dem Kind die Beine noch nicht gesehen.
2914 Du hast den Genuß, So hab auch den Verdruß.
2914 Du hast den Genuß, So hab auch den Verdruß.
2915 Du hast mich geladen, nun mußt du mich fahren.
2915 Du hast mich geladen, nun mußt du mich fahren.
2916 Du hast mir ein Knie gesehen, du darfst nun keine Nonne mehr werden.
2916 Du hast mir ein Knie gesehen, du darfst nun keine Nonne mehr werden.
2917 Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt!
2917 Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt!
2918 Du hast recht, du kommst neben die Mutter Maria in den Himmel.
2918 Du hast recht, du kommst neben die Mutter Maria in den Himmel.
2919 Du hast viel zu regieren in andrer Leute Häusern.
2919 Du hast viel zu regieren in andrer Leute Häusern.
2920 Du heiliger St. Martin! Sie opfern dir einen Pfennig und stehlen dir ein Pferd!
2920 Du heiliger St. Martin! Sie opfern dir einen Pfennig und stehlen dir ein Pferd!
2921 Du hörst übel, ich muß dich einmal zum Bade führen.
2921 Du hörst übel, ich muß dich einmal zum Bade führen.
2922 Du kannst gut reimen und renken, Es wär' dir gut ein Taler schenken.
2922 Du kannst gut reimen und renken, Es wär' dir gut ein Taler schenken.
2923 Du kannst mir keinen Fischteich in Brand stecken.
2923 Du kannst mir keinen Fischteich in Brand stecken.
2924 Du kannst nach dem Tode nicht besser sein, als du im Leben geworden bist.
2924 Du kannst nach dem Tode nicht besser sein, als du im Leben geworden bist.
2925 Du kommst hintennach wie die alte Fastnacht.
2925 Du kommst hintennach wie die alte Fastnacht.
2926 Du liebe Rut, Wie tust du mir so gut.
2926 Du liebe Rut, Wie tust du mir so gut.
2927 Du magst nicht mit einer Tochter zwei Eidame machen.
2927 Du magst nicht mit einer Tochter zwei Eidame machen.
2928 Du mußt dem Teufel die Herberg aufkündigen, wenn Gott bei dir einkehren soll.
2928 Du mußt dem Teufel die Herberg aufkündigen, wenn Gott bei dir einkehren soll.
2929 Du mußt die Schämelschuh zertreten, willst du etwas haben.
2929 Du mußt die Schämelschuh zertreten, willst du etwas haben.
2930 Du mußt ein guter Kerzenmacher sein, wenn du Gott eine wächserne Nase drehen willst.
2930 Du mußt ein guter Kerzenmacher sein, wenn du Gott eine wächserne Nase drehen willst.
2931 Du mußt lange spotten, bis du mir ein Ohr abspottest.
2931 Du mußt lange spotten, bis du mir ein Ohr abspottest.
2932 Du mußt lange zürnen, ehe du einem ein Bein abzürnst.
2932 Du mußt lange zürnen, ehe du einem ein Bein abzürnst.
2933 Du mußt Recht finden und nicht Recht bringen.
2933 Du mußt Recht finden und nicht Recht bringen.
2934 Du sollst allen Geistern nicht glauben.
2934 Du sollst allen Geistern nicht glauben.
2935 Du sollst auch noch Schuhe für deine Füße finden.
2935 Du sollst auch noch Schuhe für deine Füße finden.
2936 Du sollst die Füße nicht unter eines andern Tisch stellen.
2936 Du sollst die Füße nicht unter eines andern Tisch stellen.
2937 Du suchst den Bären und stehst vor ihm.
2937 Du suchst den Bären und stehst vor ihm.
2938 Du suchst den fünften Zipfel am Sack.
2938 Du suchst den fünften Zipfel am Sack.
2939 Du suchst den Gaul und reitest drauf.
2939 Du suchst den Gaul und reitest drauf.
2940 Du urteilst wie der Blinde von der Farbe.
2940 Du urteilst wie der Blinde von der Farbe.
2941 Du verklagst den Teufel bei seiner Mutter.
2941 Du verklagst den Teufel bei seiner Mutter.
2942 Du wirst dir damit keinen grauen Rock verdienen.
2942 Du wirst dir damit keinen grauen Rock verdienen.
2943 Du wirst noch Hunde führen müssen.
2943 Du wirst noch Hunde führen müssen.
2944 Du wirst noch was von Umstoßen kosten, wenn du stehend stirbst.
2944 Du wirst noch was von Umstoßen kosten, wenn du stehend stirbst.
2945 Duck dich, laß vorübergahn, Das Wetter will seinen Willen han.
2945 Duck dich, laß vorübergahn, Das Wetter will seinen Willen han.
2946 Duck dich, Seel, es kommt ein Platzregen!
2946 Duck dich, Seel, es kommt ein Platzregen!
2947 Dukaten werden beschnitten, Pfennige nicht.
2947 Dukaten werden beschnitten, Pfennige nicht.
2948 Dulden und Hoffen ist der Christen Losung.
2948 Dulden und Hoffen ist der Christen Losung.
2949 Dulden, Schweigen, Lachen Hilft viel bösen Sachen.
2949 Dulden, Schweigen, Lachen Hilft viel bösen Sachen.
2950 Dünkel geht auf Stelzen.
2950 Dünkel geht auf Stelzen.
2951 Dünn geschlagen ist bald geschliffen.
2951 Dünn geschlagen ist bald geschliffen.
2952 Durch den Trichter gießt der Wirt in sein Faß, was er will.
2952 Durch den Trichter gießt der Wirt in sein Faß, was er will.
2953 Durch Fragen wird man klug, aber unwert.
2953 Durch Fragen wird man klug, aber unwert.
2954 Durch Gedränge Zum Gepränge.
2954 Durch Gedränge Zum Gepränge.
2955 Durch Geschwätz verrät die Elster ihr Nest.
2955 Durch Geschwätz verrät die Elster ihr Nest.
2956 Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.
2956 Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.
2957 Durch Schaden wird man klug, ist aber teures Lehrgeld.
2957 Durch Schaden wird man klug, ist aber teures Lehrgeld.
2958 Durch Schaden wird man klug.
2958 Durch Schaden wird man klug.
2959 Durch Schaden wird man selten klug.
2959 Durch Schaden wird man selten klug.
2960 Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.
2960 Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.
2961 Durch Tiefen zu fahren, muß der Knecht voran.
2961 Durch Tiefen zu fahren, muß der Knecht voran.
2962 Durch Vorkauf und Auskauf, Böser Münze freien Lauf Wird der Arme gefressen auf.
2962 Durch Vorkauf und Auskauf, Böser Münze freien Lauf Wird der Arme gefressen auf.
2963 Durch zweier Zeugen Mund Wird allerwärts die Wahrheit kund.
2963 Durch zweier Zeugen Mund Wird allerwärts die Wahrheit kund.
2964 Dürr Holz unten im Feuer frißt das grüne oben auf.
2964 Dürr Holz unten im Feuer frißt das grüne oben auf.
2965 Dürr und gesund Läuft hindurch wie ein Jägerhund.
2965 Dürr und gesund Läuft hindurch wie ein Jägerhund.
2966 Durst ist der beste Kellner.
2966 Durst ist der beste Kellner.
2967 Durst kommt von Dürre.
2967 Durst kommt von Dürre.
2968 Durst macht aus Wasser Wein.
2968 Durst macht aus Wasser Wein.


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